32. Pfingst-Openair Essen-Werden 2014

32. Openair-Festival Essen-Werden 2014
32. Openair-Festival Essen-Werden 2014

So einem geschenkten Gaul schaut man ja nicht ins Maul. Und da es „umsonst und draussen“- Feste mit Musik in der Rhein-Ruhr-Region auch nicht all zu häufig gibt, fahren wir einfach mal dahin nach Essen-Werden. Schon sind wir auch darauf vorbereitet, dass das da nicht ganz unser Musikgeschmack sein wird. Und es ist nicht ganz unsere Altersgruppe, weder die von Tim noch die von uns Oldies.

Hauptsache Openair in Essen-Werden

Und zum Glück habe ich im Internet noch mal nachgeguckt. Denn das Festival findet nur an einem Tag statt, am Pfingstmontag. Denn vielleicht wären wir sonst gestern ganz umsonst da hingefahren. Tim zeige ich auf dem Programm, wer da alles spielt und frage ihn, ob er da jemanden von kennt. Und er sagt, Mc Fitti kennt er und zeigt mir ein Video von ihm auf YouTube. Also das ist nicht ganz mein Geschmack, aber Geschmäcker sind halt verschieden. Und Hauptsache Openair bei dem schwülwarmen Wetter. Denn das ist umsonst und draussen halt. Und direkt an der Ruhr ist das ja sehr angenehm. Dann kann auch Musik machen, wer will.

Essen-Werden ist wie eine Universitätsstadt

Dann von uns aus sind das nur 4 S-Bahnstationen bis nach Essen-Werden. Und es ist nachwievor schwülwarm. Dann nach Gewitter sieht es aber auch noch nicht aus. Schon die S-Bahn ist voll von meist jungen Leuten und tatsächlich steigen die meisten von denen am S-Bahnhof Essen-Werden aus. Denn hier in Werden ist eh immer eine jugendliche Atmosphäre durch all die Studenten der Werdener Folkwanghochschule. So eine Kunsthochschule für Malerei, Fotografie, Musik und weitere Fachrichtungen ist das. Und in dem Stadtteil Werden mit einem guterhaltenen mittelalterlichen und kleinstädtisch wirkenden Ortskern um die Abtei Werden herum pulsiert ein überraschend großstädtisches Leben. Schon ein sehr anregender Gegensatz ist das.

Essen-Werden im Ausnahmezustand

Dann aber ist durch das Openair-Festival der Ortsteil links der Ruhr heute im Ausnahmezustand mit all den Menschen. Und ein großes Aufgebot an Polizei, Security, Feuerwehr… steht bereit. Viele Dixie-Klos wurden an mehreren Stellen aufgebaut. Und es stehen Einkaufswagen mit vielen Einkaufstüten vor dem Einlass, wo die Festivalbesucher ihre mitgebrachten Glasflaschen und Glasbecher entsorgen können. Glasflaschen oder -becher  sind auf dem Fest nicht erlaubt. Eigentlich sind wir dann doch überrascht, dass das Publikum hier altersmäßig einigermassen gemischt ist und nicht nur aus jungen Leuten um die 20 besteht. Und eigentlich ist das hier mit den 2 Bühnen und den zahlreichen Verkaufsständen sogar ein bisschen wie ein Dejavu-Erlebnis für uns. Früher haben wir solche Festivals ja oft besucht und vieles gibt es hier wie eh und je auf Festivals z.B. diese indischen Stände, wo früher die Hippies gerne Schmuck, Kleidung, Räucherstäbchen… gekauft haben und natürlich die zahlreichen Essstände mit exotischem Essen.

Vor einem Stand ist eine endlos lange Warteschlange; hier gibt es die begehrten Bändchen für den kostenlosen Einlass zu Mc Fitti.

An einem Stand steht eine lange Schlange ausschliesslich von Jugendlichen an. Hier gibt es die offenbar begehrten Bändchen, womit man kostenlos zur Hauptattraktion des Festivals, zu Mc Fitti, einem Berliner Rapper, eingelassen wird. Der spielt abends um 21 Uhr als Letzter, habe ich im Programm gelesen. Ich frage Tim (nicht ganz ernsthaft gemeint), ob er da auch für anstehen möchte. Nein, er möchte lieber Pommes haben und die gibt es hier auch ganz kultig an einem kultigen Stand von kultiger Bedienung. Aber schmecken tun die. Und der Ketchup darauf ist sogar umsonst.

Die Musik der gerade spielenden Gruppen ist dafür überhaupt nicht unser Geschmack. Das ist HipHop-Musik mit deutschen und mir etwas einfallslos vorkommenden Texten. An der zweiten Bühne spielt gar eine Technoband und auch Tim findet da keinen Gefallen dran. Aber die Atmosphäre hier ist trotzdem sehr gut und wir haben einen kurzweiligen Nachmittag. Der Veranstaltungsort ist 1a und wir werden mal weiter gucken, was im Sommer in der näheren Umgebung noch so für Feste, vielleicht auch „umsonst und draussen“ laufen.

Einfach auf eins der kleinen Bilder klicken, dann öffnet sich die Fotostrecke:

Text/Fotos: Ernst Käbisch

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