6-Seenplatte Duisburg – der Böllertsee

Am Böllertsee in der 6-Seenplatte Duisburg
Am Böllertsee in der 6-Seenplatte Duisburg

von Ernst Käbisch

Wieder bin ich erstaunt, wie schnell ich mit dem Fahrrad in Duisburg bin. Es sind von Ratingen aus nur ein paar Kilometer bis in den Stadtteil Lintorf zu fahren, vielleicht 3 oder 4 Kilometer. Und dort am Ortsrand beginnt ja schon am nördlichen Ende der Duisburger Straße die Stadt Duisburg und das Ruhrgebiet. Unweit der Stadtgrenze ist die 6-Seenplatte mit dem Böllertsee.

In Duisburg bin ich mit dem Fahrrad schneller als in jedem anderen Nachbarort z.B. in Düsseldorf. Von Ratingen aus dauert es etwa eine dreiviertel Stunde, bis ich da im Zentrum bin. Bis ins Duisburger Zentrum würde es wohl etwa gleich lange dauern. Und das ist deswegen erstaunlich, weil ich nach Duisburg ja schon so manches Mal mit dem ÖPNV hingefahren bin. Und das ist immer eine umständliche Fahrerei. Am Busbahnhof in Ratingen muss ich in den Flughafenbus einsteigen und der fährt durch die „Trabantenstadt“ Ratingen-West mit seinen vielen Hochhäusern also bis nach Düsseldorf-Unterrath. Dann muss ich da bis zum Flughafen in Düsseldorf-Lohausen, wo auch der Flughafenbahnhof nebenan ist.

Mit dem Rad zum Böllertsee

Wenn man dort Glück hat, muss man nicht lange auf eine Regionalbahn ins Ruhrgebiet warten. Und dann dauert die Fahrt bis zum Hauptbahnhof Duisburg 7 Minuten. Mit etwas weniger Glück erwischt man eine Bahn der S-Bahnlinie 1 Richtung Dortmund. Dann sind es bis zum Hauptbahnhof Duisburg 14 Minuten zu fahren. Mit Pech und das hat man hier leider oft genug, ist aber der Bahnverkehr mal wieder total gestört. Und dann haben alle Bahnen Verspätung oder es werden Bahnen sogar ersatzlos gestrichen. Dann muss man auf diese Fahrt eben verzichten. Denn eine andere Möglichkeit, von Ratingen nach Duisburg mit dem ÖPNV zu kommen, gibt es nicht. Ausser man fährt noch viel komplizierter mit Bus und Straßenbahn mit mehrmals Umsteigen in Kaiserswerth oder in Essen.

Der Böllertsee in der Duisburger 6-Seenplatte

Da habe ich es mit dem Fahrrad doch vergleichsweise richtig bequem. Und ich bin sogar schneller. Kurz hinter Lintorf beginnt schon der Duisburger Stadtwald. Das ist ein richtig schöner großer Wald, der sich bis fast zur Duisburger City und bis in die Nachbarstadt Mülheim an der Ruhr erstreckt. Von hier ist es nicht weit bis zum Waldsee Entenfang in Mülheim. Dorthin fahre ich besonders im Sommer oft hin. Und dann trinke ich bei der Trinkhalle „Jackies Biketreff“ direkt am Seeufer ein KöPi. Auf der anderen Seite der hier durch den Wald durchführenden Güterbahnstrecke Duisburg-Düsseldorf sind die 6 Seen der Duisburger 6-Seenplatte.

Der Böllertsee ist fast schon City von Duisburg

Heute will ich dort mal wieder hinfahren. Der erste See, an dem ich vorbeikomme, ist der dicht von Bäumen umstandene und fast völlig unzugängliche Haubachsee. Dann kommen der Masurensee mit seinem Yachthafen und der Wolfssee, wo zwischendurch eine Fußgängerbrücke mit toller Aussicht über die Seen hinüberführt. Und an den Wolfssee schliesst sich der Wildförstersee mit einer bewaldeten Insel mittendrin an. Direkt hinter dem Freibad Wolfssee führt ein nicht für Autos zugelassener Weg zwischen dem Wolfssee und dem Wambachsee zum Böllertsee, der schon fast in der Duisburger City gelegen ist. Diesen See kenne ich noch gar nicht.

Diesmal fahre ich an den Böllertsee heran an eine Stelle am Ufer, wo ich über Baumwipfel auch dieses umgehend von Wald umgebenen Sees die oberen Stockwerke der roten Duisburger Unfallklinik sehen kann. Wie an den anderen Seen der 6-Seenplatte oder auch am Entenfang ist das hier ein ruhiger, besinnlicher Ort am See, den ich wegen dem durchwachsenen Wetter heute an einem Vormittag in der Woche bis auf ein paar Enten ganz für mich alleine habe.

Einfach auf eins der Bilder klicken, dann öffnet sich die Fotostrecke:

Text/Fotos: Ernst Käbisch

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here