Auf dem Land in NRW

Auf dem Land in NRW
von Ernst Käbisch

Kaum bin ich aus der Landeshauptstadt von NRW herausgefahren, beginnt schon ein ländliches, bäuerliches Gebiet. Hier arbeiten noch wie eh und je in beschaulicher Landschaft uralte Bauernhöfe. Und es wird Getreide angebaut, Kartoffeln, Zuckerrüben, Mais, Erdbeeren, Himbeeren. Dann weiden Kühe, Ziegen und Pferde auf saftigen Wiesen. Weiter gibt es in den Tälern der hügeligen Gegend sogar Forellenhöfe.

Auf einer Landkarte sieht das immer einfach aus: Diesmal fahre ich auf dem Knittkuhler Berg in Düsseldorf-Knittkuhl nicht rechts in den Grütersaaper Weg hinein, sondern noch ein Stück die starkbefahrene Knittkuhler Straße geradeaus und dann links in den Conesweg hinein. Hier führt der Weg aus der Landeshauptstadt von NRW direkt wieder hinaus und nach Ratingen hinein.

Berg- und Talfahrten in NRW, ein Forellenhof

Schon nach kurzer Fahrt wird der kleine asphaltierte Feldweg abschüssig und in rasanter Fahrt komme ich an der Conesscheune vorbei und an mehreren weiteren Bauernhöfen. An einer Stelle denke ich, dass der Weg hier endet, aber ich muss nun einfach nur durch einen eindrucksvollen alten Bauernhof hindurchfahren. Dann bin ich in einem Tal, dem Diepensiepen (Siepen bedeutet Tal) und muss mich im Ratinger Ortsteil Hasselbeck wieder mit dem Rad bergauf quälen. Diese Berg- und Talfahrten setzen sich nun eine ganze Weile fort.

Ich komme an dem Forellenhof Ihlbeck vorbei, wo ich vor Jahren einmal zu einer Betriebsversammlung eingeladen war. Der Ihlbeckhof ist ein großer Bauernhof, der auch Forellenzucht betreibt und die in mehreren Teichen im Tal gezüchteten Fische werden in einem Laden auf dem Hof verkauft. Hier bin ich bereits im Ratinger Ortsteil Homberg und hier kenne ich mich wieder aus. Jetzt habe ich nur noch einmal eine steile Auffahrt inmitten weiter Felder mit Getreide, Kartoffeln und Zuckerrüben zu bewältigen.

Erdbeerfelder und eine Bauernregel

Ich komme nun an dem Brachter Hof vorbei und sehe, dass die Erdbeeren hier auf den Erdbeerfeldern immer noch nicht ganz reif sind. Nur einige wenige rote Früchte sind an den Pflanzen zu erkennen und der Verkaufswagen vor den Feldern ist zwar geöffnet, aber hat nur wenig Ware anzubieten und es sind keine Kunden da. Auch die Himbeeren sind noch nicht reif. Das war bisher viel zu viel Regen in diesem Jahr und die Sonne hat zu wenig geschienen. Gerade heute ist ja „Siebenschläfer“. Wenn es heute regnet, dann wird es sieben weitere Wochen Regen geben. Und dann ist ja der Sommer schon fast wieder vorbei. Oft stimmen diese althergebrachten Bauernregeln.

Sogar die Sonne scheint

Aber toitoitoi, der Himmel ist zwar stark bewölkt und zum Teil sind die Wolken schwarz, aber bisher hat es noch keinen Regen gegeben. Und im Gegenteil ist sogar vereinzelt die Sonne herausgekommen.

Der Ihlbeckweg führt auf die starkbefahrene Brachter Straße. Hier geht es für mich nur noch bergab bis nach Ratingen. Bis zu den Autobahnzufahrten begleiten mich rechts und links der Straße noch die Bauernhöfe und Pferde und Kühe weiden zu beiden Seiten der Straße auf ihren Wiesen unbeeindruckt von dem regen Autoverkehr.

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An der Knittkuhler Straße Foto anklicken
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Grütersaaper Hof in Düsseldorf-Knittkuhl Foto anklicken
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Militärgebiet in D-Hubbelrath, die Ruine dient als Kletterturm Foto anklicken
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Stilleben an uraltem Bauernhof Foto anklicken
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Der Weg führt durch den Bauernhof hindurch Foto anklicken
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Einer der Forellenteiche des Ihlbeckhofs Foto anklicken
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Werbeträger am Straßenrand Foto anklicken
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Nur wenige Erdbeeren sind bisher reif Foto anklicken
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Auch die Himbeeren brauchen noch Sonne Foto anklicken
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Die Kuh betrachtet den Verkehr Foto anklicken

Text/Fotos: Ernst Käbisch

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