Baumpflanzaktion der Stadtwerke Duisburg

Baumpflanzaktion der Stadtwerke Duisburg
Baumpflanzaktion der Stadtwerke Duisburg
von Ernst Käbisch

Dass in Duisburg überhaupt so viel Wald ist, wundert viele Menschen, die diese Stadt nur als Industriestadt kennen. Denn ein großer Teil des Duisburger Südens um den Zoo und die 6-Seen-Platte herum ist ein attraktives und sehr gepflegtes Naherholungsgebiet für Menschen nicht nur aus dem Ruhrgebiet. Schon bald nach dem verheerenden Pfingststurm „Ela“ 2014 handelten die Stadtwerke Duisburg mit einer Baumpflanzaktion im Stadtwald.

Also das wieder neue Fahrradgefühl mit neuem Schlauch und neuem Mantel muss ich doch unbedingt direkt ausprobieren. Und ohne irgendein konkretes Ziel fahre ich fast automatisch, wo ich zuletzt meistens hinfuhr nämlich in Richtung der Lintorfer Erzzechen und des Waldsees Entenfang. Schon aber habe ich heute keine Lust auf Zeche. Und ich habe auch keine Lust auf den Trubel bei heute wunderbarem Frühlingswetter an der Futterkrippe am Entenfang.

So fahre ich an der Bissingheimer Straße links auf den Lintorfer Waldweg über die Bahngleise und in Richtung 6-Seenplatte. Denn hier im Süden von Duisburg ist es gar nicht weit weg von der HKM-Hütte und dem RWE-Kraftwerk am Rhein fast durchwegs Waldgebiet um die Seen herum. Dann am Lintorfer Waldweg ist der Wald noch ganz jung und gerade erst im Übergang von Heidelandschaft zu Wald.

Baumpflanzaktion der Stadtwerke Duisburg

Gerade denke ich, daß hier aber vergleichsweise wenig Bäume durch den verheerenden Pfingststurm „Ela“ letzten Jahres umgestürzt sind. Dann sehe ich doch diesen markant schräg gesägten Baumstumpf eines einst mächtigen und uralten Baums. Und auf dem ist ein Plakat der Stadtwerke Duisburg befestigt. Also hier hatte der Sturm doch in der kurzen Zeit, die er gewütet hatte, ganze Arbeit geleistet. Denn auch hier ist eine große Waldfläche im zum Teil sich selbst überlassenen Wald (Urwald) wie stärker noch im Ratinger oder im Essener Stadtwald zerstört. Und 600 kleine Bäumchen wurden in einer Aktion der Duisburger Stadtwerke hier gepflanzt.

Schon oft habe ich bewundert, wie die Duisburger ihren Wald um die wunderbare 6-Seenplatte aufbauen und pflegen. Denn diese Pflanzaktion ist nur ein kleiner Teil der Bemühungen, der Stadt Duisburg ein anderes Image als das einer lärmenden und schmutzigen Industriestadt zu geben. Und im Duisburger Süden ist das vollkommen gelungen. Denn hier denkt man nicht mehr an die Hütten und Kraftwerke und chemischen Werke…

Gerade gegenüber der Fläche mit den neugepflanzten Bäumen ist der wunderbare von dichtem Wald umgebene Haubachsee. Und niemand soll dessen Ufer betreten. Dann nur von einem kleinen Holzhäuschen aus kann man den Blick auf die wie ein schwedischer Waldsee fast entrückt wirkende Schönheit dieser einstigen Kiesgrube werfen. Schon auch die anderen Seen der 6-Seenplatte sind großartig und meist von Wald umgeben. Dann das Freibad am Wolfssee hat natürlich jetzt Mitte April noch nicht auf. Dafür ist am benachbarten Masurensee ein reger Betrieb an dem kleinen Bootshafen.

Kalkweg, kleiner Kalkhof, großer Kalkhof

Dann fahre ich noch ein Stück weiter am Wambachsee vorbei, bis ich auf den Kalkweg gelange, wo die Wohnbebauung Duisburgs beginnt. Und dieser Weg ist ursprünglich wirklich ein alter Kalkweg, auf dem früher von den Ratinger und Lintorfer Kalkwerken der in speziellen Kalkbrennöfen gebrannte Kalk zum kleinen Kalkhof, den es nicht mehr gibt und zum Großen Kalkhof in der Duisburger City gebracht wurde. Und der Große Kalkhof ist inzwischen nur noch eine kleine Straße mit ein paar Häusern und einem großen Parkplatz.

Dann von der 6-Seenplatte aus fahre ich vorbei am Mülheimer Waldsee Entenfang wieder nachhause. Und diesmal mache ich keinen Abstecher bei den alten Bergwerksresten der Lintorfer Erzzechen im Druchter Wald links neben der Bissingheimer Straße.

Einfach auf eins der Bilder klicken, dann öffnet sich die Fotostrecke:

Text/Fotos: Ernst Käbisch

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