Bremen – zwischen Großstadtambiente und familiärem Flair

Bremen ist als Deutschlands kleinstes Bundesland ein echter Geheimtipp für Fans von Städtereisen.

Mit einer Größe von ca. 325.000m² und über 500.000 Einwohnern (knapp ein Drittel von Hamburgs Einwohnerzahl) vereinen sich Großstadtflair und eine gemütliche, persönliche Atmosphäre. In den Bereichen Kultur und Forschung hat der Stadtstaat durchaus internationalen Rang und überrascht seine Besucher mit einer facettenreichen Auswahl an Events und Locations. Im Folgenden gibt’s ein paar Ideen für Ihren individuellen, erlebnisreichen oder einfach entspannten Aufenthalt in Bremen.

Kultur – Urtypisches & frische Einflüsse

Ein kultureller Rundgang in Bremen lässt sich gut in der pittoresken Altstadt beginnen. Von hieraus gelangt man zum Bremer Dom und zur Steinfigur „Roland“. Die zwei mittelalterlichen Bauten stellen neben der eher neuen Statue der vier Stadtmusikanten die wohl bekanntesten Wahrzeichen Bremens dar. Es lohnt sich aber, während des Schlenderns im Stadtzentrum auch den kleineren Gassen Beachtung zu schenken. Eine von Ihnen, die geschichtsträchtige Böttcherstraße, beheimatet das Paula Modersohn-Becker Museum, in dem zentrale Werke der expressionistischen Kunstbewegung ausgestellt sind. In der schmalen Straße lässt sich außerdem zu bestimmten Uhrzeiten ein bewegtes Glockenspiel bewundern, das sich sonst hinter einer Mauer verbirgt. Zeitgenössische und manchmal verrückt wirkende Kunst und Kultur kann man in Bremen im Bezirk Neustadt entdecken. Hier lockt Bremens Museum für modere Kunst, die Weserburg, ihre Besucher mit immer neuen Ausstellungen. Darüber hinaus sorgt das hiesige Theaterkollektiv, die „Shakespeare Company“ mit kreativen Neuinszenierungen von Shakespeares Stücken für frischen Wind.

Essen – Gutbürgerlich & neue Kreationen

Für Gaumenfreuden nach traditioneller Art wird im Bremer Ratskeller Sorge getragen. Zu den gutbürgerlichen Speisen werden hier nach altem Brauch nur deutsche Weine ausgeschenkt. Dabei kennt die Vielfalt allerdings keine Grenzen, denn der Ratskeller bietet seinen Besuchern eine breites Spektrum erlesener Weine aus allen Anbaugebieten Deutschlands. Das trendige Restaurant Hansen in der Überseestadt hebt sich dagegen mit junger frischer Küche hervor. Die Speisen sind ein kreativer Genuss, von ihren Namen („Schmelzpunkt“, „große Koalition“ etc.) bis hin zur Zubereitung. Und im Restaurant Erotic-Kartoffel hat man sich auf die Kombination des gutbürgerliche Charakters – natürlich von Kartoffeln – mit dem exotischen I-Tüpfelchen spezialisiert.

Ausgehen – Rummeln & Tummeln zu jeder Jahreszeit

Der Bremer Freimarkt, im kecken Bremerisch auch „Freimaark“ genannt, ist ein beliebter Rummel und befindet sich auf dem großen Platz am Hinterausgang des Hauptbahnhofs. Jährlich von Oktober bis November ist er für Stadtbewohner und Besucher beliebter Anlaufpunkt. Auch im Frühling, dann allerdings mit Namen „Osterwiese“. Wer sich dort tummeln möchte, kommt am Besten mit dem Partner oder Freunden. Bei Bratwurst oder Fassbier kann hier ausgiebig geschnackt – oder auf Wunsch die eigene Schwindelgrenze in einem Fahrgeschäft erprobt werden. Muckeliger wird es dagegen im Winter. Hier lockt der Weihnachtsmarkt „Schlachtezauber“ mit einer romantischen Landschaft aus Lichterketten und Kunsthandwerkerständen direkt an der Weser. Für alle, die gerne Tanzen gehen, haben das ganze Jahr über verschiedene Clubs geöffnet. So zum Beispiel das Moments, dass sich regelmäßig den Freunden der lateinamerikanischen Tänze (Salsa, Bachata und Tango) widmet. Andere sind etwa das Aladin, beliebter Ü30-Treffpunkt und der gut besuchte Studentenclub Tower.

Text & Foto©Kerstin Hornung

 

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