Chemiepark Marl

Marl ist eine von nur noch 3 Bergbaustädten im Ruhrgebiet. Der größte Arbeitgeber dieser Stadt ist der Chemiepark. Im „Feierabendhaus“ an der Lipper Straße ist ein Informationszentrum der Route der Industriekultur. Hier wird in 2 Ausstellungsräumen über den Chemiepark informiert.

Eigentlich will ich mir Schacht 8 vom Bergwerk Auguste Victoria in Haltern am See angucken. Ich war ja ganz erstaunt, dass diese kleine verschlafen wirkende münsterländische Gemeinde eine von jetzt nur noch 3 aktiven Bergarbeiterstädten im Ruhrgebiet ist. So hatte ich es gelesen. Denn 2 aktive Schächte des Bergwerks Auguste Victoria sind in Haltern. Dann ist Schacht 9  ganz versteckt irgendwo in dichter Heidelandschaft. Wahrscheinlich kennt man von Haltern sonst eigentlich nur den (namensgebenden) Halterner Stausee.  Bekannt ist auch der Ketteler Park, ein beliebter Kinderfreizeitpark.

Anfahrt nach Marl

Bei der Route der Industriekultur fand ich dann eine Wegbeschreibung. Der „Bus 242 fährt ab Haltern Bahnhof oder Bahnhof Marl-Mitte bis BW AV8“. Aber am Busbahnhof vor dem kleinen Bahnhof von Haltern am See finde ich keine Haltestelle des 242er Busses. In der Informationsstelle am Bahnhof sagt man mir, der Bus wäre gerade weggefahren.  Erst wieder in einer Stunde käme der Nächste. Stattdessen sollte ich doch  nach Marl fahren und es von da probieren.

Bergwerk Auguste Victoria in Marl

Das muss ich erstmal verdauen. Da schicken die mich einfach wieder weg? Hier fuhr aber doch gar kein Bus ab. Denn den hätte ich doch gesehen. Allmählich gebe ich mich mit der Erklärung zufrieden, daß man die letzten Bergleute im Ruhrgebiet ungestört arbeiten lassen will. Natürlich ist das ein sensibles Thema. So fahre ich also zurück nach Marl. Vom S-Bahnhof Marl-Hamm sehe ich den Förderturm von Schacht 7 des Bergwerks Auguste Victoria. Daneben sind die markanten Bauten des Chemieparks Marl. Am nächsten S-Bahnhof Marl-Mitte steige ich aus dem Zug. Auch hier fährt kein Bus 242 ab. Schon garnichts anderes mehr habe ich erwartet. Dann mache ich eben heute das Alternativprogramm „Chemiepark Marl“. Ein sogenannter Ankerpunkt der Route der Industriekultur ist das. Und das ist einer der wenigen Ankerpunkte, die ich mir bisher noch nicht angeguckt habe.

 

Chemiepark Marl

Das Stadtzentrum von Marl ist häßlich. Es steht voller 60er Jahre-Neubauten. Der Bus 223 fährt mich nun zum Chemiepark. Hier finde ich es eigentlich ziemlich öde. Aber das ist ja nur ein etwas größeres Gewerbegebiet. Zum Beispiel arbeiten hier zahlreiche chemische Betrieben. Dann an der Station „Feierabendhaus“ ist in dem Haus gleichen Namens ein Informationszentrum mit einer kleinen Ausstellung über den Chemiepark. Gerade findet hier auch irgend so ein Kongress von Physiotherapeuten ? statt.

Sehr interessieren tun mich all diese Themen nicht. Da ich mir die Wartezeit bis zur Abfahrt des nächsten Busses vertreiben muss , gucke ich mich etwas in den 2 Ausstellungsräumen um.

Bus nach Recklinghausen

Mit dem nächsten Bus 223 fahre ich nun bis zum HBF von Recklinghausen mit. Wie so oft hier wundere ich mich, wie selbst im dichtbesiedelten Ruhrgebiet die Übergänge von einer Stadt – Marl- zur nächsten – Recklinghausen – ländlich geprägt sind. Es sind etliche Bauernhöfe mit Feldern, Wiesen zwischen den beiden Städten und sogar ein Flughafen. Das ist der Flughafen Lohmühle. An einer Stelle sehe ich noch einen alten Förderturm einer Steinkohlenzeche.

1haltern
Am Bahnhof von Haltern am See Foto anklicken
2lippe
Die Lippe Foto anklicken
3mstern
Marl-Mitte Foto anklicken
3achemie
Chemiepark Marl Foto anklicken
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Im Chemiepark Foto anklicken
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Im „Feierabendhaus“ Foto anklicken
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Im Chemiepark Foto anklicken
7foerderturm
Zwischen Marl und Recklinghausen Foto anklicken

Text/Fotos: Ernst Käbisch

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