Dechenhöhle in Iserlohn-Letmathe

Kronleuchter werden diese Stalagtiten in der Dechenhöhle genannt.
Kronleuchter werden diese Stalagtiten in der Dechenhöhle genannt.

Nachdem ich am letzten Wochenende von Hagen-Hohenlimburg aus fast ganz bis zur Dechenhöhle im Sauerland zu Fuß gegangen war, machen wir am heutigen Feiertag (3.Oktober) einen Familienausflug dorthin.

Und vergeblich warten wir in der kleinen Regionalbahn vom Essener Hauptbahnhof über Bochum und Witten ins sauerländische Iserlohn auf einen Schaffner, bei dem wir für die Strecke Hagen-Hohenlimburg bis Letmathe-Dechenhöhle nachlösen können. Denn nachdem uns sogar im Reisebüro nur gesagt wurde, dass wir für diese nur 2 Eisenbahnstationen 40 Euro ? für uns drei für eine Rückfahrkarte bezahlen müssten, hatten wir noch darauf gehofft. Dann aber kommt heute kein Schaffner in dieser kleinen Privatbahn. Und so steigen wir dann aber an der letzten VRR-Station Hohenlimburg ohne ab hier gültigem Ticket aus dem Zug, der eigentlich ja direkt bis zu unserem Tagesziel im Tarifbereich VRL (Ruhr-Lippe) fährt.

Also heute ist wunderbares Wetter mit blauem Himmel und sommerlichen Temperaturen. Und so warten wir mit fast schon ein wenig Feriengefühl die knappe Stunde draussen im Cafe vor dem Bahnhof Hohenlimburg unter dem Berg mit der Burg auf den Bus 1. Denn der fährt auch von hier zur Dechenhöhle. Und im Bus bekommen wir dann vom Fahrer ein Tagesticket für uns 3 für 11 Euro 20. So ist das ja schon etwas ganz anderes als was man im Reisebüro von uns verlangte.

Mit dem Bus zur Dechenhöhle in Iserlohn-Letmathe

Dann fährt der Bus zuerst genau die Strecke, die ich letzte Woche zu Fuß entlang nach Letmathe ging. Und ich hatte recht gehabt mit meiner Vermutung, dass diese Felsformation, die ich da im Letmathener Zentrum von der Lennebrücke aus sah, diese eindrucksvolle Kalksteinformation „Pater und Nonne“ ist. Und das sieht schon fast alpin aus. So wie in den Dolomiten. 2 Busstationen weiter dann ist bereits die Station Dechenhöhle.

Dann kostet der Eintritt mit Führung für uns drei 16 Euro. Und das ist ja ok. Denn man gönnt sich ja auch sonst nichts. Und wir haben auch Glück, dass gleich eine Führung startet.

Dann ist die Höhle recht geräumig und sehr eindrucksvoll. Und sie ist eindrucksvoller eigentlich auch als die Kluterthöhle in Ennepetal unweit von hier. Denn bei der Höhle fehlen ja leider vollkommen all die Stalagmiten und Stalagtiten. Auch hier in dieser Höhle bekommen wir natürlich wieder wie in jeder Tropfsteinhöhle die Unterschiede erklärt von den von oben in Tausenden von Jahren wachsenden Steinen und den von unten wachsenden Steinen und wieder habe ich das im nächsten Moment schon vergessen. Denn es ist ja auch nicht so wichtig. Weiter gibt es noch Stalagmaten? Und das sind die Steingebilde, die von oben und unten letzlich zusammengewachsen sind.

Toll aussehen tun die bizarr von der Natur gestalteten Räume hier jedenfalls bei jeweils passender stimmungsvoller Beleuchtung. Zwar ist das Fotografieren eigentlich untersagt, aber die junge Frau, die die Führung macht, sagt das wäre nur aus logistischen Gründen, damit so eine Gruppe nicht ständig im Blitzlichtgewitter ist. Ausserdem weiss sie natürlich, dass hier im Dunkeln die meisten geknipsten Bilder eh verwackeln und unscharf werden. Jedenfalls ist das bei mir so. Auch viele der anderen Besucher versuchen aber, Fotos zu machen

Die feuchte, kühle Luft der Dechenhöhle ist gesund bei Atemwegserkrankungen.

Für Tim ist der Höhlenbesuch sogar eine gesundheitlich wichtige Sache, nachdem er vor kurzem eine heftige Asthmaattacke hatte und nachwievor Medikamente dagegen nehmen muss. Die Leiterin der Führung erwähnt es kurz, dass die feuchte Luft hier bei stets konstanten 10 Grad sehr erholsam bei Atemwegserkrankungen ist.

Auf dem Rückweg von der Höhle gehen wir zu Fuß an „Pater und Nonne“ vorbei durch die hier schon zum Teil spektakuläre Berglandschaft des Sauerlands bis zum Bahnhof in Letmathe. Hier fährt gerade ein Regionalzug nach Hagen ein, mit dem wir ja jetzt mit unserem Tagesticket auch mitfahren können. Und in Hagen nehmen wir dann den nächsten Regionalzug, der über Düsseldorf fährt.

Update am 4.10.2014: Zufällig gucke ich mal auf Tims Ipod. Offenbar ist er einer der anderen, die in der Höhle versucht haben zu fotografieren. Gar nicht schlecht.

Einfach auf eins der Bilder klicken, dann öffnet sich die Fotostrecke:

Text/Fotos: Ernst Käbisch + Tim Käbisch (3 Fotos)

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