In der Broich-Speldorfer Wald- und Gartenstadt

Das Tor ist ja offen

Diesmal habe ich wunderbares Frühlingswetter (und das im Februar) auf der Fahrt mit dem Fahrrad in die Broich-Speldorfer Wald- und Gartenstadt. Und dass hier so eine interessante Siedlung mit Villen zahlreicher Ruhrbarone ist, habe ich auf Webseiten z.B. von der Route der Industriekultur oder von der Stadt Mülheim an der Ruhr gelesen. So hatte ich die eindrucksvolle Villa Fritz Thyssen ich schon bei meiner letzten Radtour hierhin gefunden.

Dafür entdecke ich den als so sehenswert beschriebenen „Streithof“ des Bergbauindustriellen Kirdorf  wohl wieder nicht? Denn an der bei der Route der Industriekultur angegebenen Adresse Freundhofweg 5 sind zur Straße hin nur 3 unbedeutende rote Steinhäuser. Und das ist nichts von Interesse und dass das auch nur so Pförtnerhäuser sind wie offenbar bei der Villa Rott, ist unwahrscheinlich. Weil dahinter grenzt ja schon die Villa Fritz Thyssen mit ihrem weitläufigen Garten an der Großenbaumer Straße an.

Villa Rott in der Gartenstadt, Grillosche Gutsverwaltung

Dann an der Großenbaumer Straße 253, wo die „Villa Rott“ sein soll dagegen sieht es schon ganz interessant aus. Und die beiden kleinen Villen an der Straße mit Arkaden und seltsam mächtigen Fensteraufbauten scheinen aber nur Dienstbotenhäuser, quasi Pförtnerhäuser zu einer größeren Residenz irgendwo auf einem weitläufigen Gelände zu sein. Außerdem steht das Tor davor ja sogar offen. Dann aber vor der einen der originell wirkenden Villen ist ein Schild, wo etwas von der Grilloschen Gutsverwaltung steht und dass hier eine Anmeldung ist. Und der Name Grillo sagt mir etwas. So wie Thyssen oder Krupp ist das auch einer der „Ruhrbarone“. Aber gleich Anmeldung wozu? So zu einer Führung durch vermutlich hochherrschaftliches Parkgelände mit versteckt irgendwo befindlichem Herrenhaus? Ne, so genau will ich das dann doch nicht wissen.

Die Villa Fritz Thyssen, eine Waldschule, eine Forststation

Dann ist gegenüber auf der Großenbaumer Straße die Villa Fritz Thyssen, wirklich ein eindrucksvolles Herrenhaus oder fast schon Schloß. Und heute bei dem schönen Wetter sieht das aus rotem Backstein gebaute Gebäude auch noch spannender aus als bei meinem letzten Ausflug hierhin, wo es mehr grau in grau war. Dann sieht ja eine der weissen Skulpturen in dem weitläufigen Park interessant aus. Schon ist aber der Blick darauf weitgehend durch Äste von Bäumen und Sträuchern beeinträchtigt. Und die Skulptur scheint aber vor einem großen Swimmingpool mit blauen Kacheln zu stehen. Denn das sehe ich von einer Stelle direkt vom Zaun aus. Nun habe ich aber genug Voyeur bei den reichen Leuten gespielt.

Auch nach den Villen in dieser Gartensiedlung um die Kreuzung Großenbaumer Straße/Freundhofweg ist weiter dichter Wald. Es gibt hier noch eine Waldschule und eine Station, wo Förster oder Jäger oder beides ausgebildet werden. Ich muss eigentlich ja schon unweit der Ruhr sein, nachwievor fahre ich aber nur durch ein nicht enden wollendes Waldgebiet.

Rückfahrt vorbei am Entenfang, die „Futterkrippe“ ist auf und von Menschen umlagert.

Und so radel ich nun eben zurück am Waldsee Entenfang vorbei, wo die Futterkrippe bei dem schönen Wetter auf hat und von vielen Menschen zumeist mit Fahrrad umlagert ist. Und dass ich nun wieder mitten in der Broich-Speldorfer Wald- und Gartenstadt war und ein Stück weiter stadteinwärts noch weitere interessante Villen z.B. Haus Küchen auf der Uhlenhorster Straße sind, lese ich zuhause:

http://www.muelheim-ruhr.de/cms/die_broich-speldorfer_wald-_und_gartenstadt.html

Einfach eins der Vorschaubilder anklicken, dann öffnet sich die Fotostrecke:

Text/Fotos: Ernst Käbisch

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