Der japanische Garten am Rhein

Der japanische Garten am Rhein
Der japanische Garten am Rhein
von Ernst Käbisch

Der japanische Garten im Nordpark Düsseldorf ist ein Geschenk der japanischen Gemeinschaft in Düsseldorf an die Stadt als Dank für die jahrzehntelange Gastfreundschaft. Und im „Little Tokyo“ in der Nähe des Hauptbahnhofs ist deren Geschäftszentrum. Dann wohnen tuen die meisten der etwa 6000 in der Landeshauptstadt lebenden Japaner im linksrheinischen Bezirk Niederkassel. Und hier ist auch ein kleiner buddhistischer Tempel.

Der Weg mit dem Fahrrad zum Nordpark in Düsseldorf, wo der japanische Garten ist, ist überhaupt nicht angenehm. Denn viele der stark befahrenen Straßen haben keinen Radweg. Und ich komme am hektischen Flughafenbetrieb vorbei. Dann im Düsseldorfer Stadtteil Stockum kenne ich mich auch nicht aus. Zuerst bin ich sogar  am weitläufigen unübersichtlichen Messegelände statt am Nordpark.

Der japanische Garten im Nordpark von Düsseldorf

Dann finde ich doch plötzlich den Park und es ist mir nun auch ganz recht. Weil da muss ich nicht an diesen häßlichen Reiterfiguren am Haupteingang neben dem Aquazoo vorbei. So bin ich an irgendeinem Nebeneingang. Und hier im Nordpark ist aber alles sehr übersichtlich. Dann mithilfe eines Planes im Park finde ich sofort auch den japanischen Garten.

Und das ist nur ein sehr kleiner Teil des schon recht großen Nordparks. Aber es ist der mit Abstand schönste. Denn auch wenn um diese Jahreszeit hier nichts mehr blüht und der Herbst noch nicht fortgeschritten ist. Und die Bäume und Sträucher sind noch nicht stark bunt verfärbt. Trotzdem ist das hier ein wunderbarer exotischer Platz.

So ist es ein Ort, um inmitten des hektischen Großstadtbetriebs zur Ruhe zu kommen. Denn durch eigenartige Baum- und Straucharten, die man in Deutschland gar nicht kennt und verspielte Wasseranlagen sogar mit einem kleinen Wasserfall, hat dieses wunderbare Parkstück eindeutig etwas exotisch Asiatisches. Dass es japanisch ist, verraten nur einige wenige japanische Schriftzeichen auf einem Schild am Eingang zum japanischen Garten. Und auch auf sparsam in die eigenartige Landschaftsarchitektur eingegliederten Steinskulpturen finden sich japanische Schriftzeichen. Weiter sind auf einer der Skulpturen kaum erkennbare Buddhafiguren eingemeißelt. In Japan ist ja eine bestimmte Form des Buddhismus die Hauptreligion. Im linksrheinischen Düsseldorfer Bezirk Niederkassel befindet sich inmitten des Wohngebiets, wo die meisten Mitglieder der japanischen Gemeinde wohnen, ein kleiner aber feiner buddhistischer Tempel der Japaner.

Der japanische Garten ist ein Geschenk der Japaner an Düsseldorf

Der japanische Garten im Nordpark ist ein Geschenk der japanischen Gemeinde an die Stadt Düsseldorf aus Dank für die schon viele Jahrzehnte währende Gastfreundschaft. Solange ich denken kann, leben schon Japaner in Düsseldorf. Die meisten der in dieser Stadt lebenden Japaner arbeiten in den Zweigstellen der großen japanischen Firmen in der nordrheinwestfälischen Landeshauptstadt. Und auch in kleineren Betrieben im japanischen Viertel nahe des Hauptbahnhofs, dem Little Tokyo arbeiten Japaner.

Auf dem Rückweg irre ich mit dem Rad erst etwas zwischen dem Messegelände, der Espritarena und dem Flughafengelände herum, bis ich endlich mal am Rhein auskomme. Wenigstens kann ich mich hier orientieren. Also das ist jetzt zwar ein großer Umweg für mich, aber bei dem herbstlichen Sonnenwetter ist es herrlich auf dem Rheindeich eine lange Strecke erst bis Kaiserswerth und dann vorbei am Kalkumer Schloß nach Ratingen zu fahren. Hier sind wenigstens keine für Radfahrer gefährlichen Autostraßen bzw. Radwege dann an der Kalkumer Schloßallee.

Einfach auf eins der Bilder klicken, dann öffnet sich die Fotostrecke:

Text/Fotos: Ernst Käbisch

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