DIY Misteltee – und wie man den gesunden Tee anwendet

DIY Misteltee - und wie man den gesunden Tee anwendet
DIY Misteltee - und wie man den gesunden Tee anwendet

Misteln sind als Dekoration sehr beliebt. Dabei wissen viele gar nicht, wie heilsam und gesund ein Misteltee sein kann. Allerdings sollten einige Punkte bei der Zubereitung beachtet werden.

Die Heilkraft der Mistel

Es ist schon lange bekannt, dass die Blätter der Mistel, richtig verwendet, heilsam sein können. Erst seit einigen Jahren erinnert man sich wieder an die traditionelle Verwendung ihrer Blätter in der Volksmedizin.

Aus den Blättern der Mistel können Tinkturen aber auch Tees gewonnen werden. Die Beeren, die im Winter heranreifen, sollten strikt gemieden werden, da sie giftig sind. Bereits die Kelten haben die Mistel verwendet. Für sie war sie eine Zauberpflanze. Später nutzte Pfarrer Kneipp die Blätter als Heilpflanze bei vielen seiner Anwendungen.

Misteln erkennen und sammeln

Die Mistel ist ein Halbschmarotzer und wächst im oberen Bereich von Nadel- und Laubbäumen. Mit ihren grünen Blättern kann sie selber Photosynthese betreiben, wird aber von der Wirtspflanze mit Wasser versorgt. Die Bäume selber nehmen keinen Schaden.
Da die Mistel nicht unter Naturschutz steht, kann man sie in der freien Natur sammeln.

Allerdings sollte man darauf achten, sie vorsichtig von den Bäumen abzuschneiden, ohne das Äste beschädigt, verletzt oder zerstört werden. Die rundlichen Mistelnester sind in der Regel schwer erreichbar, vor allem dann, wenn sie sich in der Krone hoher Bäume befinden. Alte Misteln können bis zu einem Meter hoch und breit werden. Auf Grund ihres langsamen Wachstums dauert es Jahre dauern, bis sich so große Nester bilden.

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Misteln am besten an trockenen Tagen sammeln

Damit die Misteln einen hohen Gehalt an Aromen und Inhaltsstoffen haben, sollten sie an trockenen Tagen am Morgen, bzw. bis zum Mittag gesammelt werden. Wenn bereits Beeren an den Misteln wachsen, sollte man sie diese meiden.

Die Misteläste werden mit einem scharfen Messer oder einer Rosenschere abgeschnitten. Viele Sammler schwören auf die Verwendung eines Keramikmessers. Alte Äste sollten nicht abgeschnitten werden, sondern nur die feinen, jungen Mistelzweige. Die beste Erntezeit für Misteln, wenn Sie Misteltee zubereiten möchten, sind die Monate März und April. Regentage sind für die Ernte ungeeignet. Die meisten Aromen und Inhaltsstoffe sind in ihnen enthalten, wenn es vor der Ernte einige Tage sonnig war.

Das sanfte Trocknen der Mistelzweige

Wickeln Sie die Mistelzweige nach dem Schneiden in Tücher und transportieren diese vorsichtig nach Hause. Die Äste werden zusammen gebunden und zum Trocknen an einen gut belüfteten, aber nicht zu heißen und trockenen Ort aufgehängt. Die Äste sollten nach oben und die Blätter nach unten zeigen.

Sobald die Mistelblätter gut getrocknet sind, können Sie sie abnehmen und das Mistelkraut, das aus Blättern, Blüten und Stängeln besteht, fein zerschneiden. Bewahren Sie den Misteltee in einem sauberen Schraubglas auf, das luftdicht zu verschließen ist. Am besten lagern Sie den Tee an einem dunklen Ort.

Die Anwendungsgebiete von Misteltee

Misteltee reguliert den Blutdruck, wirkt lindernd bei Tinnitus, Arteriosklerose, Epilepsie, Asthma, Schwindelanfällen, Keuchhusten, Angstgefühlen, Nervosität (auch in Kombination mit Tachykardie), Erschöpfungszuständen (körperlich und geistig), Immunschwäche, Heuschnupfen, Diabetes mellitus, Immunschwäche und einigen anderen Erkrankungen.

Mistelkraut enthält

  • Bitterstoffe
  • Asparagin
  • Alkaloide
  • Histamine
  • Harz,
  • Viscotoxine
  • Lecitine und
  • Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe).

Besonders gut harmoniert Misteltee mit Weidenrinde, Majoran, Schachtelhalm und Ringelblume.

Die Zubereitung von Misteltee

Misteltee ist im eigentlichen Sinne ein Wasser-Mazerat, da der Tee nicht aufgekocht werden darf. Es würden sich sonst schwache Giftstoffe im heißen Wasser lösen. Sie können daher nicht kurzfristig einen Misteltee zubereiten, da der Kaltauszug für die Zubereitung 8 bis 12 Stunden benötigt.

An besonders warmen Tagen sollten Sie den Tee nicht zu lange ziehen lassen, damit er nicht „faulig“ wird. Riechen Sie vor dem Trinken an dem Kaltauszug. Solange er frisch riecht, können Sie ihn bedenkenlos trinken.

Die Zubereitung von 250 ml Misteltee

  • 250 kaltes Trinkwasser (am besten chlorfreies Wasser)
  • 2 TL getrocknetes Mistelkraut

Für die Zubereitung wird das Mistelkraut mit dem Wasser übergossen und zugedeckt. Nach einer Mazerationszeit zwischen 8 und 12 Stunden wird der Misteltee abgeseiht und in kleinen Schlucken getrunken.

Bis zu 2 Tassen können Sie täglich von Ihrem Misteltee trinken. Falls Sie sich unsicher sind, ob es eventuelle Wechselwirkungen mit Ihren Medikamenten gibt, fragen Sie auf jeden Fall Ihren Hausarzt!

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Video©biokrebsHeidelberg, Foto©LianeM/Fotolia

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