DIY Zwiebelmarmelade mit Dattelpaste – gesund, herzhaft, lecker

DIY Zwiebelmarmelade mit Dattelpaste - gesund, herzhaft, lecker
DIY Zwiebelmarmelade mit Dattelpaste - gesund, herzhaft, lecker

Marmelade muss nicht immer süß sein. Die herzhafte und richtig leckere Zwiebelmarmelade ist nicht nur optisch ein Highlight. Sie kann ähnlich wie ein Chutney verwendet werden und schmeckt nicht nur auf Brot, sondern auch im Wok, zu Gegrilltem, Käse und vielem mehr.

Zwiebelmarmelade selber machen

Eine klassische Marmelade wird in der Regel mit Gelierzucker gekocht. Da die Verwendung von Zucker nicht immer sehr beliebt ist, zeigen wir Ihnen nicht nur das klassische Rezept für Zwiebelmarmelade. Wir haben auch eine kalorienärmere Alternative.

Bei der Zubereitung von Zwiebelmarmelade können Sie die unterschiedlichsten Obstsorten hinzufügen. Nicht nur Früchte der Saison, sondern auch Restbestände aus Ihrer Tiefkühltruhe. Bei der Zubereitung einer exotischen Zwiebelmarmelade kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen. Richten Sie sich einfach nach der Gewichtsangabe des Obstanteils und wählen dann das Obst Ihrer Wahl. Damit die Zwiebelmarmelade auch eine schöne Farbe hat, sollte man sich beim Einkauf für rote Zwiebeln entscheiden.

Die Zutaten

  • 1 kg rote Zwiebeln
  • 1kg Obst (Pflaumen, Kirschen, Äpfel, usw., gerne auch gemischt)
  • 400-500 ml (je nach Saftgehalt des Obstes) Rotwein oder roter Saft
  • Gewürze nach Geschmack (Kräuter wie Thymian, Oregano, Salbei, aber auch Zimt, Chili oder Curry)
  • Knoblauch nach Geschmack
  • 6-7 EL Dattelpaste (wenn kein Gelierzucker verwendet wird)
    Meersalz und Pfeffer nach Geschmack

Die Zubereitung

Schälen Sie die Zwiebeln und schneiden sie in Würfel. Das Obst muss ebenfalls geschält, entkernt und in kleine Stücke geschnitten werden. Die Marmelade wird besonders fein, wenn Sie die Zwiebeln gemeinsam mit dem Obst in eine Küchenmaschine geben und fein zerhacken (dann tränen die Augen bei der Zubereitung weniger).

Anschließend kommen die gewünschten Kräuter, Gewürze, der geschälte und zerhackte Knoblauch sowie die Dattelpaste und die Flüssigkeit nach Wahl (Wein, Most oder Saft) hinzu. Die gut gemischte Grundmasse lassen Sie in einem Topf kurz aufkochen und reduzieren anschließend die Temperatur so weit, dass die Zwiebelmarmelade nur noch köchelt.

Sobald die Flüssigkeit fast verdampft ist und die Marmelade die gewünschte Konsistenz hat, können Sie die Zwiebelmarmelade in sterilisierte Twist-Off-Gläser füllen.

Alternativ können Sie die Zwiebelmarmelade auch im Backofen zubereiten. Stellen Sie den Topf nach dem Aufkochen einfach ohne Deckel in den Backofen. Bei einer Temperatur zwischen 190 und 220 Grad Celsius verdampft die Flüssigkeit besonders gut. Öffnen Sie hin und wieder die Backofentür, damit der Dampf, der sich bei der Verdunstung bildet, abziehen kann.

Alternative Zubereitungsmöglichkeiten der Zwiebelmarmelade

Die oben beschriebene Zubereitungsart ist sehr natürlich und ohne Zucker, leider etwas zeitaufwendig. Sollte es einmal schnell gehen müssen, sind Zubereitungen mit Gelierhilfen empfehlenswert. Diese können ganz natürlich sein.

Um das oben beschriebene Rezept schneller zubereiten zu können, kann man zum Binden der Masse

1. Chiasamen- oder Leinsamenmehl verwenden.

Das stark quellende Mehl wird nach dem Aufkochen langsam eingerührt. Sie müssen sich dabei etwas Zeit lassen und das Mehl Ihrer Wahl vorsichtig dosieren, damit die Masse nicht zu dick bzw. zu trocken wird. Je nach Menge kann ein erneutes Nachwürzen notwendig werden.

Der Nachteil dieser Methode besteht darin, dass die Zwiebelmarmelade zwar angedickt, aber nicht konserviert wird. Aus diesem Grund sollten die Mengenangaben im Rezept so reduziert werden, dass eine Menge an Zwiebelmarmelade entsteht, die Sie zeitnah verzehren können.

2. Bei der Verwendung von Agar-Agar kann man Marmeladen wie gewohnt kochen.

Sie müssen lediglich Ihre Zutaten vor dem Kochen wiegen, um das Agar-Agar richtig zu dosieren. Pro Kilogramm an Zutaten sollte ein Teelöffel Agar-Agar gerechnet werden. Bei dem oben genannten Zwiebelrezept nehmen Sie nach dem ersten Aufkochen den Topf vom Herd und die rühren die passende Menge Agar-Agar unter die Masse.

Danach muss die Zwiebelmarmelade noch einmal etwa 15 Minuten köcheln (bitte ständiges Rühren nicht vergessen), bevor Sie die fertige Marmelade in sterilisierte Twist-Off-Gläser abfüllen können. Diese Methode bietet durch die Twist-Off-Gläser eine temporäre Konservierung. Da aber kein Zucker, sondern Dattelpaste verwendet wurde, sollten Sie die Zwiebelmarmelade nach wenigen Wochen verbraucht haben.

3. Die konservierende Methode mit Pektin, Säure und Zucker.

Möchten Sie eine Zwiebelmarmelade kochen, die ein Jahr haltbar ist, kann auf den ungeliebten Zucker nicht verzichtet werden, da er eine konservierende Wirkung hat. Im oben genannten Rezept wird die Dattelpaste durch 600 Gramm Zucker (auf 1 kg Marmeladenmasse berechnet, am besten ungebleichter Rohzucker), ersetzt.

Sie müssen die Rohmasse vor der Zubereitung abwiegen, um den Anteil von Zucker, Pektin und Säure berechnen zu können. Pro Kilogramm Marmeladenmasse fügen Sie zu den 600 g Zucker noch 12 g Apfelpektin und 6 g Zitronensäure hinzu.

Kochen Sie die Marmelade nach dem Hinzufügen einige Minuten und machen dann den Geliertest, indem Sie einen Tropfen der Marmelade auf einen kalten Esslöffel geben. Sobald der Tropfen geliert, ist die Marmelade fertig gekocht. Wenn der Geliertest nicht befriedigend ausfällt, müssen Sie die Marmelade noch einige Minuten unter Rühren köcheln lassen oder noch ein wenig Zucker – Pektin – Säure Mischung hinzufügen.

Sie können Pektin ohne die Zugabe des Zuckers und der Säure nicht als Geliermittel verwenden. Ohne den Zucker würde das Pektinpulver in der kochenden Marmelade sofort verklumpen und die Säure aktiviert das „Gelieren“ des Pektins. Alternativ zur pulverförmigen Zitronensäure können Sie auch Zitronensaft zum Einkochen mit Pektin verwenden.

Zwiebeln sind gesund

Weiter Information zu den gesundheitlichen Vorteilen der Zwiebeln finden Sie auch in unserem Artikel Können Zwiebeln tatsächlich Krebserkrankungen vorbeugen?.

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Foto©13smile/Fotolia

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