Domburg, ein Seebad an der holländischen Nordsee

Lachmöwen, Strand von Domburg in Zeeland
Lachmöwen, Strand von Domburg in Zeeland

Das Dorf Domburg ist ein kleines, aber feines Seebad auf der Halbinsel Walcheren in der niederländischen Provinz Zeeland unweit der belgischen Grenze.

Und zu den 1500 Einwohnern kommen in den Sommermonaten sicher ein Vielfaches an Touristen oder Tagestouristen wie wir hinzu.

Wenn man so eine Tagesfahrt mitmacht, muss man es nehmen, wie es kommt. Und man kann nur hoffen, dass der Busfahrer und die anderen Fahrgäste umgänglich sind, die Fahrt nicht zu lange dauert, das Wetter mitspielt. Außerdem sollte der ausgewählte Ort einigermassen ok sein.

Via Eindhoven-Tilburg-Breda fahren wir nach Domburg

So bei unserer Fahrt nach Domburg ist das alles ganz gut. Zuerst sagt der Busfahrer, wir könnten über Belgien (Antwerpen) fahren oder über die kürzere (etwas langweiligere) Strecke Eindhoven-Tilburg-Breda. Und natürlich machen wir letzteres. Weil Zeit ist ja Geld. Dann aber bedeutet eingesparte Zeit auch mehr Strandzeit für uns. Denn zum Glück verschont uns der Busfahrer auch mit irgendwelchen Anekdoten aus seinem Busfahrerleben und er erzählt auch nicht einen Witz nach dem anderen.

Schon fast am Ziel im Nachbarort von Domburg, in Oostkapelle muss der Bus an einer Kreuzung eine Weile auf zahlreiche passierende Radfahrer warten. Gerade ist offenbar ist der Gottesdienst von einer Kirche zuende und die Kirchgänger fahren mit ihren Rädern nachhause.

Domburg in der Provinz Zeeland

Und geregnet hat es nur mal kurz während der Fahrt. Schon ist es etwas bewölkt, als wir noch vor der Mittagszeit im äußersten südwestlichen Zipfel von den Niederlanden, im kleinen Ort Domburg (1.500 Einwohner) in der Provinz Zeeland ankommen. Dann aber ist es durch die Wolken auch nicht so drückend heiß. Und direkt auf Anhieb sind wir alle sehr angetan von dem kleinen Ort mit dem überschaubaren Strand. So ist das hier viel angenehmer als in Noordwijk, wo wir letztes Jahr waren und was total überlaufen wirkt und direkt häßlich mit den vielen Betonneubauten an der Strandpromenade.

Weil hier ist auch alles kleiner und überschaubarer. Und nur die Lachmöwen sind die selben frechen, aber auch zutraulichen und drolligen Wesen wie in all den anderen niederländischen Seebädern. Also diese großen weißen Vögel bewegen sich ungehemmt unter den Menschen, immer mit der Hoffnung, dass für sie etwas zum Fressen abfällt.

Dann natürlich gehen wir sofort ins Wasser. Denn wir haben ja nur 5 Stunden Aufenthalt. Und jede Minute ist nun kostbar und eine im herrlich salzigen Nordseewasser verbrachte Minute ist eine gute Minute. So eine Sandburg bauen wir auch aus Neugier, wie lange es dauert, bis die ankommenden Fluten unsere Arbeit wieder vernichten. Und es dauert nicht lange. Gerade wechseln die Gezeiten und in Kürze ist der Bau für alle Ewigkeit wieder von den Naturgewalten zerstört.

Wir gehen in den Ort, um Pommes Frites zu essen.

Als Tagestourist muss man es nehmen, wie es ist mit der knapp bemessenen Zeit. Dann geht man eben mal in der Mittagshitze in den Ort, um die obligatorischen holländischen Pommes Frites zu essen. Und erstaunlich ist auf dem Weg dahin ein dichter Wald in Strandnähe, wo sonst ja eigentlich nur Gräser, Wildrosen und widerstandsfähige Pflanzen wachsen. Dann schmecken die Pommes wie immer in den Niederlanden gut und sind sogar bezahlbar ganz im Gegensatz zu den Portionen Meeresfrüchte, die in einem mondänen Restaurant an der Strandpromenade angeboten werden – 120 Euro kostet das für eine doppelte Portion.

Und nach dem Stadtbummel lassen wir unseren Tagesausflug natürlich am Strand ausklingen. Denn inzwischen ist aus der Ebbe von vormittags Flut geworden und das Meer hat nur den Strand zurückerobert. So verbringen wir die restliche Zeit bis zur Abfahrt des Busses fast ausschliesslich in dem herrlich angenehmen salzigen Wasser.

Einfach auf eins der Bilder klicken, dann öffnet sich die Fotostrecke:

Text/Fotos: Ernst Käbisch

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