Ein Heimspiel der Handball D-Jugend

D- und E-Jugend vom TVR, D-Jugend von ART Düsseldorf
D- und E-Jugend vom TVR, D-Jugend von ART Düsseldorf

In der heimischen Sporthalle am Europaring ist heute offenbar ein Tag der Jugendmannschaften. Als wir kommen, spielt gerade noch die E-Jugend die zweite Halbzeit ihres Spiels; dann ist die D-Jugend dran und danach spielt die C-Jugend. Gegner sind jedesmal Jugendmannschaften aus 2 verschiedenen Düsseldorfer Vereinen.

Erst spielt noch die E-Jugend gegen eine Düsseldorfer E-Jugendmannschaft. „Unsere“ sind drückend überlegen und ziehen ein wahres Powerplay ab. Die gegnerische Mannschaft hat kaum eine Chance. Aber bei dieser gemischten Mannschaft spielt zum Beispiel auch ein kleines Mädchen mit, das 1 bis 2 Köpfe kleiner ist als die Mitspieler. Und bei „uns“ sind einige „Brecher“ dabei, die selbst die D-Jugendmannschaft gerne in ihren Reihen hätte.

Auch das Spiel der D-Jugend ist eine einseitige Angelegenheit.

Beim Spiel der D-Jugend ist das Kräfteverhältnis dann nämlich genau umgekehrt. Während die Düsseldorfer cool und abgeklärt ihr Spiel machen können und routiniert ein Tor nach dem anderen werfen, ist „bei uns“ der Wurm drin. Manche Spielzüge gehen kaum einmal weit über die Mittellinie hinaus. Die nicht ballführenden Spieler werden konsequent gedeckt und können sich nicht freispielen. Besonders die Flügelspieler finden kaum Bindung ans Spiel. Torchancen entstehen so wenige. Und selbst die zwei, drei wirklich Klassespieler „unserer“ Mannschaft kommen selten mal richtig in Szene.

So ist dieses Spiel umgekehrt dem vorigen Spiel der E-Jugendmannschaften eine einseitige Angelegenheit. Die Gastmannschaft spielt in einem Powerplay gnadenlos einen erfolgreichen Angriff nach dem anderen aufs heimische Tor. Und die Heimmannschaft kann nur vereinzelt mal einen Konter erfolgreich abschliessen.

Dabeisein ist Alles bei der D-Jugend

Dennoch ist es interessant, hier zuzugucken und ich freue mich auf weitere Einsatzzeit in der Liga für Tim. Inzwischen hat er zuletzt einige Spiele mitgemacht mit immer längeren Einsatzzeiten und es sieht immer besser aus, wie er mitspielt und Bindung ans Mannschaftsspiel bekommt. Auch wenn bei einem so einseitigen Spiel wie heute kaum Gelegenheit ist, sich mal auszuzeichnen. Aber nur durch Einsatzzeiten bei einem Ligaspiel werden die Kinder wirklich motiviert, sich auch im 2mal wöchentlich stattfindenden Training reinzuhängen, damit sie geschickter, routinierter, mannschaftsdienlicher, torgefährlicher… werden. Wann sonst als in diesem Alter haben sie schliesslich besser die Chance dazu?

Am Ende des Spiels ist nur noch die Frage spannend, ob „wir“ ein zweistelliges Torergebnis bekommen oder ob die Gegner sogar noch ein fünfzigstes Tor schaffen. Das ist zwar schon heftig. Aber letzlich ist das Ergebnis zweitrangig. Die Hauptsache ist, die Spieler behalten ihren Spass an einem tollen Mannschaftssport und sind motiviert, dran zu bleiben und besser zu werden.

Einfach auf eins der Vorschaubilder klicken, dann öffnet sich die Fotostrecke:

Text/Fotos: Ernst Käbisch

2 KOMMENTARE

  1. … oder ob die Gegner sogar noch ein fünfzigstes Tor schaffen.

    Ich kann ja nur hoffen, dass ich diese Zeile fehlinterpretiere. Ansonsten hätte eine Mannschaft ca. 50 Tore kassiert. Gute Güte, – die armen Spieler 🙂

    Grüße in die wohl torreichste Sporthalle Deutschlands 🙂

    • Bei Jugendmannschaften ist es keineswegs unüblich, dass es da solche „kuriosen“ Spielergebnisse gibt. Da können die Spieler mit umgehen. Im übrigen wird sich das bald ändern, weil einige der im Text erwähnten leistungsstarken (und am Sonntag ja ihr Spiel dominierende) E-Jugendspieler nach Ostern auch zur D-Jugend kommen. Dann werden die Ligaspiele nicht mehr so einseitig ausfallen.

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