Essener Lichterwochen 2014

Gastland bei den Essener Lichterwochen 2014 ist Belgien.
Gastland bei den Essener Lichterwochen 2014 ist Belgien.

So als RUHR.2010 war Essen 2010 zusammen mit dem übrigen Ruhrgebiet Kulturhauptstadt Europas. Seitdem beziehen sich die Essener Lichterwochen offenbar auf die im folgenden Jahr amtierende Kulturhauptstadt. Und auf das Land, in dem diese Stadt gelegen ist. Und 2014 ist das Gastland Belgien.

Dann zu den Essener Lichterwochen bin ich schon als Kind immer gerne in der Vorweihnachtszeit gucken gegangen. Denn das ist immer etwas Besonderes. Und zu all den Lichtern zur kommenden Advents- und Weihnachtszeit ist es noch eine Bereicherung.

Schon haben die Lichterwochen mit Weihnachten aber erstmal überhaupt Nichts zu tun. Denn bereits den ganzen November über leuchten diese farbenfreudigen Neonbeleuchtungen. Und das ist in der Essener Fußgängerzone um die Kettwiger Straße jeweils zu einem speziellen Thema. So als RUHR.2010 war Essen 2010 zusammen mit dem ganzen Ruhrgebiet die Kulturhauptstadt Europas. Und seitdem konzentriert man sich thematisch auf europäische Themen der jeweiligen Länder, in denen die kommende Kulturhauptstadt gelegen ist.

2013 war Schweden das Gastland bei den Essener Lichterwochen.

Dann war im letzten Jahr Schweden das Gastland Essens zu den Essener Lichterwochen. Und die Stadt Umea war europäische Kulturhauptstadt 2014. Dann in diesem Jahr ist das Nachbarland Belgien dran. Weiter wird Mons die Kulturhauptstadt Europas 2015.

2014 ist Belgien Gastland

Und wo ist Mons überhaupt gelegen? So habe ich den Namen dieser Stadt noch nie gehört. Also Mons ist die Hauptstadt der belgischen Provinz Hennegau. Und das ist im wallonischen das heißt frankophonen Teil Belgiens. Und es ist zentral im nordfranzösisch-belgischen Industriegebiet gelegen. Einstmals war Mons eine Bergarbeiter- und Montanindustriestadt wie Essen auch. 93.000 Einwohner hat die Stadt. Dann ist Mons auch Sitz des militärischen Hauptquartiers der NATO. So lese ich es im „Online-Brockhaus“ bei Wikipedia.

Und so sehe ich auf zahlreichen Neonbildern stilisierte Abbildungen des Brüsseler Atomiums, des belgischen Wappentiers Löwe, belgische Pommes Frites und belgische Pralinen. Außerdem sind Belgische Kunst und Künstler auf einem Bild abgebildet. Denn deutlich erkenne ich ein bekanntes Motiv des surrealistischen Malers Rene Magritte.  Und auch den flämischen Maler Peter Paul Rubens meine ich zu erkennen.

Und auch das Thema Europa ist natürlich immer wieder bildlich aufgegriffen. Denn die jeweils für ein Mitgliedsland stehenden Sterne der Europafahne tauchen auf vielen der Neonleuchtenbilder auf.

Der Essener Weihnachtsmarkt ist noch nicht geöffnet oder hat Pause.

Schon ist heute Totensonntag und offenbar ist deswegen kaum ein Stand des sonst überbordenden Essener Weihnachtsmarkts in der gemütlichen Fußgängerzone geöffnet. Trotzdem stört mich das überhaupt nicht. Weil ich bin auch noch längst nicht in Weihnachtsstimmung. Und Rummel ist hier ja auch so genug. Dann ist es für Ende November immer noch erstaunlich mild. So können Cafes und Restaurants nachwievor auch draussen ihre Geschäfte betreiben. Und das wird auch von vielen, vielen Menschen jetzt am frühen Sonntagabend genutzt. Weiter ist beim größten Kino Deutschlands, der Lichtburg, ein roter Teppich ausgebreitet. Und eine lange Schlange Menschen steht davor. Vermutlich hat da ein Film gleich Erstaufführung und die Schauspieler sind anwesend.

Viele Straßenmusiker z.B. aus Südamerika nutzen das milde Wetter, um auf ihren Panflöten zu musizieren. Es ist eine richtig gute Stimmung in der ganz belebt wirkenden Innenstadt fast wie bei einem Volksfest. Und das obwohl die Weihnachtsstände zumeist nicht geöffnet sind. Auch das Riesenrad am Burgplatz ist nicht beleuchtet und  dreht sich nicht. Vielleicht ist das aber auch gerade deswegen so.

Einfach auf eins der Bilder klicken, dann öffnet sich die Fotostrecke:

Text/Fotos: Ernst Käbisch

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