Frühling am Entenfang in Mülheim an der Ruhr

Waldsee Entenfang in Mülheim an der Ruhr
Waldsee Entenfang in Mülheim an der Ruhr

von Ernst Käbisch

Der nicht nur bei den Ruhrgebietsbewohnern als Ausflugsziel beliebte Waldsee Entenfang in Mülheim an der Ruhr ist eigentlich zu jeder Jahreszeit attraktiv. Schon im Frühling zieht er Besucher auch aus dem Kreis Mettmann und aus Düsseldorf an, darunter besonders Radfahrer.

Zwar sind dicke Wolken über mir, aber ich traue mal dem Wetterbericht. Dieser sagt aus, dass es heute weitgehend trocken bleibt. Die Natur hat sich verändert. Es ist herrlich, mal wieder Rad fahren zu können. Ringsum blüht und grünt die Natur. Gelber Ginster und Narzissen und einige Baumarten blühen schon kräftig. Und Kastanie und andere Bäume sind bereits grün von frischem Laub. Weitere Baum- und Straucharten sind aber noch ganz kahl. Reizvolle Kontraste sind das unter dem dramatisch wirkenden Wolkenhimmel, der aber heute tatsächlich nicht leckt und aufreißt.

Vorbei an den Zechen fahre ich zum Entenfang

Am Entenfang war ich schon lange nicht mehr. Diesmal fahre ich schnöde vorbei an den Zechenrelikten der Lintorfer Erzzechen auf Ratinger Gebiet im Ortsteil Lintorf und dann in Duisburg bzw. in Mülheim an der Ruhr, wo sich ja der Entenfang befindet. Nur an der Stadtgrenze Ratingen-Duisburg gucke ich mir noch einmal das „Winkelshäuschen“ an, wo zur Betriebszeit der Lintorfer Erzzechen vor weit über 100 Jahren eine Bergmannskneipe war. Aber das alte Haus ist unscheinbar. Und es gibt kaum etwas daran, was vermuten lässt, daß es so ein geschichtsträchtiges Haus ist.

Anders ist das ein Stück weiter schon auf Duisburger Gebiet an der Bissingheimer Straße mit dem stilvollen frei im Wald stehenden Haus. Dort wohnten einst die Zecheneigner des Bergwerks Diepenbrock, die holländische Familie Loman. Dieses deutlich erkennbar schon sehr alte Haus besteht aus 3 Teilen, wovon 2 Teile mit Fachwerk verziert sind. Im Moment steigt Rauch aus dem Kamin des Hauses und es verbietet sich natürlich, da näher heranzugehen. Nach längerem Leerstand ist das Haus inzwischen wieder bewohnt.

Das sehr interessante ehemalige Zechengelände von Bergwerk Diepenbrock südlich des Geländes der Rehaeinrichtung „Maria in der Drucht“ lasse ich diesmal rechts von mir liegen. Ich habe viele der dort zum Teil so verblüffend gut erhaltenen Bergwerksrelikte schon entdeckt. Und derzeit erwarte ich keine neuen Erkenntnisse davon, mich mal wieder da im Wald bei den Halden und Pingen und Schachtresten und der Maschinenhausruine am Teufelshorn herumzutreiben. Stattdessen fahre ich die Bissingheimer Straße nun weiter entlang, bis sie vor dem Campinplatz am Ortsschild von Mülheim an der Ruhr einen Rechtsknick macht. Und dort fahre  ich geradeaus weiter bis zum See.

2 Trinkhallen gibt es am Entenfang

An der ersten Trinkhalle direkt am Eingang zum Campingplatz hat jemand aus einem der auch hier unzähligen Sturmschäden im Wald von Sturm ELA ein Kunstwerk gemacht. Er hat in einen der durch den nur eine Stunde im Mai 2014 dauernden Sturm zerstörten Bäume die Adresse des Campingplatzes „Am Entenfang 7“ mit riesigen Lettern geschnitzt und bemalt. Und eine lebensgroße auch aus Holz geschnitzte und bemalte Ente hat er dazu gesetzt.

Und vor der zweiten Trinkhalle am Entenfang, nämlich „Jackies Biketreff“ ist zu meiner Überraschung das Auto mit Oberhausener Kennzeichen des Pächters geparkt und die urige Trinkhalle mit asiatischen und deutschen Speisen, die auch mal „Futterkrippe“ hiess, ist jetzt schon geöffnet. Es sitzen aber nur 3 Radfahrer davor und ich habe gerade auch keinen Durst und Hunger. So setze ich mich da diesmal nicht dazu.

Einfach auf eins der Bilder klicken, dann öffnet sich die Fotostrecke:

Text/Fotos: Ernst Käbisch

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