Grube FORTUNA in Mettmann-Obschwarzbach

Keine Spuren mehr gibt es von einer Grube FORTUNA.
Keine Spuren mehr gibt es von einer Grube FORTUNA.
von Ernst Käbisch

Heute genieße ich bei der Radfahrt nach und in Mettmann-Obschwarzbach das herbstliche Wetter bei unvermutet angenehmer Temperatur für so einen Tag Ende Oktober. Von der ehemaligen Bleigrube FORTUNA, die ich eigentlich suche, finden sich hier aber null Spuren und eigentlich war damit ja auch zu rechnen. Die Schicksalsgöttin FORTUNA ist eben tückisch. Wenn sie an einem vorbeigegangen ist, lässt sie sich nicht mehr festhalten.

Manchmal ist aber auch der Weg das Ziel. Eigentlich hatte ich gedacht, in Mettmann-Obschwarzbach noch Anhaltspunkte für die einst hier tätige Bleigrube FORTUNA zu finden. Auch hier hatten Menschen wie an so vielen anderen Orten im Kreis Mettmann auch gehofft, Silber fördern zu können, was in kleinen Mengen am nachwievor reichlich in der Region vorhandenen Bodenschatz Blei beigemengt ist.

In Wülfrath gibt es eine FORTUNA-Straße

Eine FORTUNA-Straße gibt es ja in Wülfrath nahe des ehemaligen Kalksteinbruchs Prangenhaus, der inzwischen als einer von mehreren Steinbruchseen in Wülfrath der große See mit dem türkisfarbenen Wasser ist. Dort in der Nähe hatte ich auch noch ein umzäuntes und verwildertes Gelände entdeckt, was wie Zechenrelikte von den Lintorfer und Selbecker Erzzechen im Druchter Wald oder in Mülheim-Selbeck nach ehemaligem Zechengelände aussieht. Außerdem gibt es in Wülfrath unweit der Stadtgrenze zu Mettmann eine Straße namens „Bleiwäsche“.

Hier in Mettmann-Obschwarzbach, wo sich aber die meisten „Bauen“ der ehemaligen Grube FORTUNA befanden, sind absolut keine Spuren eines Bergwerks mehr zu entdecken. Eventuell ist dieser abschüssige Bolzplatz links der Meiersberger Straße an der Kreuzung Obschwarzbachstraße ehemaliges Zechengelände. Ein Bau ist jedenfalls an dieser Stelle auf der Karte eingezeichnet, die mir ein ehemaliger Bergmann einmal zuschickte.

Ich finde keine Spuren einer Grube FORTUNA

Aber Beweise für eine einstige Zeche finde ich weder hier noch in der kleinen Neubausiedlung Obschwarzbach der Kreisstadt Mettmann, die auf der anderen Seite der starkbefahrenen Meiersberger Straße beginnt und wo auch nicht einmal Straßennamen etwas über eine Zeche aussagen. Die Straßen heißen hier alle nach früheren deutschen Ostgebieten wie Ostpreußen und Schlesien, aber tragen keine Bergbaunamen.

Auch nicht an einer anderen Stelle schon wieder ausserhalb von Obschwarzbach in beschaulichem ländlichem Gebiet, wo ich erst durch die Schlesienstraße und dann den Bülthauser Weg hinfahre, finde ich Zechenrelikte. Eigentlich ist das klar, weil diese Bleizechen bereits vor weit über 100 Jahren aufhörten zu fördern. Überraschend viele Spuren finden sich ja bei der anderen Mettmanner Zeche Benthausen, wo Beamtenhäuser, Bergmannswohnhaus und die Kantine der Bergleute mit einem Stück Zechenmauer davor sowie ein verwildertes Schachtgelände mit Schachtabdeckungen noch existieren.

Gibt es keine Infos mehr zur Grube FORTUNA?

Deswegen wird es ja auch hier noch das ein oder andere Relikt geben, da bin ich mir ziemlich sicher. Aber wo sollte ich da schon anfangen zu suchen? Nirgendwo jedenfalls im Internet ist etwas über Relikte der Grube FORTUNA dokumentiert. Das wäre dann wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Da genieße ich lieber das heute so herrliche Herbstwetter in dieser angenehmen schon niederbergischen Landschaft.

Einfach auf eins der Bilder klicken, dann öffnet sich die Fotostrecke:

Text/Fotos: Ernst Käbisch

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