Halde Haniel in Bottrop

Das Amphitheater

Dann ist Bottrop auch eine der Städte mit den größten Waldgebieten im Ruhrgebiet. Denn hier befinden sich nicht nur der Movie Park und das Vergnügungszentrum Schloss Beck. Und es gibt sogar ein Alpin Center. Und zwar auf der Halde Prosper neben der Kokerei. Weiter ist Bottrop natürlich durch den Bergbau geprägt. Denn noch immer wird jetzt im Jahr 2013 in Bottrop Steinkohle gefördert. Denn noch aktiv ist das Verbundbergwerk Zeche Prosper Haniel mit noch 3 im ganzen Stadtgebiet verteilten Schachtanlagen.

Zuerst steige ich am Bottrop HBF in den Bus 262 Richtung Eigen Markt. Dann heißt die dritte Station Glückaufstraße. Und ganz in der Nähe befindet sich das Bergwerk Prosper II mit dem großartigen Malakowturm. Dann ist auch die Halde Beckstraße mit dem Tetraeder unweit von hier. Schon bleibe ich aber weiter im Bus, der nun durch interessante Zechensiedlungen fährt. Denn die ganze Stadt Bottrop ist wie Bochum, Gelsenkirchen, Essen, Oberhausen… vom Steinkohlebergbau geprägt. So gibt es aber den entscheidenden Unterschied, dass in Bottrop nachwievor Kohle gefördert wird. Denn noch 4 aktive Schächte sind im ganzen Stadtgebiet verteilt. Und auch in einer kleinen Nachbarstadt von Bottrop ist noch ein weiterer aktiver Schacht des Bergwerks Prosper Haniel. So ist die ehemalige Schachtanlage Lohberg 4 in Hünxe Wetterschacht der Zeche Prosper Haniel.

Schacht Franz Haniel + Halde Haniel

Endlich heißt die Haltestelle nun Abzweig Haniel. Und hier steige ich aus dem Bus. Schon sehe ich vor mir in hügeliger Landschaft den grünen Förderturm der Schachtanlage Franz Haniel mit der Aufschrift RAG Prosper Haniel. Dafür muss ich aber erst einmal auf Höhe des Rastplatzes Bottrop die starkbefahrene Autobahn A3 auf einer Brücke überqueren.

Der Kreuzweg Haniel

Und der Zeche nähere ich mich nun respektvoll auf dem „Kreuzweg Haniel“. Denn dieser Weg führt um das Bergwerk herum auf die Halde Haniel. Und dabei kommt man vorbei an etlichen Kreuzwegsstationen. Zum Beispiel sind dort zu Werkzeugen, Maschinen und Alltagsgegenständen der Bergleute jeweils ein religiöser Sinnspruch auf einer Infotafel plaziert. Schon ist es das dritte Mal, wo ich auf der Halde Haniel bin. Endlich habe ich mal Glück mit dem Wetter. Denn der Panoramablick von der Halde ist bei heute herbstlichem, aber warmen und sonnigen Wetter grandios. So kann ich weit bis nach Oberhausen und Duisburg hineingucken. Und gut zu sehen ist von hier oben, wie wunderbar die Natur in dieser Bergbaustadt Bottrop ist. Außerdem erstrecken sich große Waldgebiete zu fast allen Seiten.

Die Halde Schöttelheide, Schacht IX und Schacht X des Bergwerks

Und nördlich der Halde Haniel schliesst sich die Schöttelheide an. Dann sehe ich deutlich den Förderturm von Schacht IX der Zeche. Und das ist schon im Bezirk Grafenwald. Schon wollte ich heute auch bis dorthin gehen. Dann ist aber diese Halde ja klar sichtbar noch am Entstehen. Immerhin wird auf die noch völlig schwarze Mondlandschaft weiter taubes Gestein von in den Schächten IX und X der Zeche geförderter Kohle aufgeschüttet. Und bei der guten Sicht heute ist auch der Schacht X, deutlich zu erkennen. Denn der ist weit weg und mitten im Wald ganz im Norden von Bottrop gelegen. So ist das zwar faszinierend. Weil aber die Schöttelhalde bisher ja noch nicht so sehr einladend aussieht, verzichte ich auf den Weg dorthin.

Das Amphitheater und die bunten Stelen

Dafür gucke ich mich nun bei dem Amphitheater der Halde Haniel unterhalb der bunten hölzernen Stelen um. Denn auch hier ist eine karge, schwarze Mondlandschaft. Und nur vereinzelt wachsen zwischen dem schwarzen Gestein mal gelbblühende Ringelblumen. So wächst da auch schon mal eine kleine Birke. Und auf einem Trampelpfad etwas abseits der angelegten Wege klettere ich den schwarzen Berg zu den buntbemalten Stelen hoch. Denn das sind die Schwellen einer ehemaligen Zechenbahn. Und deutlich sind hier auf dem schmalen steilen Weg Spuren von Mountainbikes zu erkennen.

Einfach auf eins der Bilder klicken, dann öffnet sich die Fotostrecke:

Text/Fotos: Ernst Käbisch

5 KOMMENTARE

    • Das sind bemalte Eisenbahnschwellen einer Zechenbahn von der Installation „Totems“ vom baskischen Maler und Bildhauer Agustín Ibarrola vor dem Amphitheater auf der Halde Haniel.

      Schöne Grüße nach Berlin

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