Herbstbeginn auf dem Knittkuhler Berg

stimmungsvoller Morgenhimmel am Knittkuhler Berg
stimmungsvoller Morgenhimmel am Knittkuhler Berg
von Ernst Käbisch

So eine der reizvollsten Landschaften der Region ist die Gegend um den Knittkuhler Berg in der Landeshauptstadt von NRW, Düsseldorf. Und eine steil ansteigende Landstraße, die Knittkuhler Straße, führt mich mit dem Fahrrad von Ratingen aus auf diese Hochebene. Und früher einmal wurde die militärisch und als Segelflughafen genutzt. Seitdem liegt diese weitläufige Landschaft brach und nur einige Bauernhöfe bewirtschaften einen Teil der Fläche.

Schon mag ich ja den Herbst. Und natürlich gefällt es mir aber nicht, wenn es dann wie zuletzt wochenlang nur regnet, man nicht raus kann und stattdessen alle mögliche Zipperlein und Krankheiten auftreten. So muss man sogar besser mal den Doktor konsultieren. Dann bei einem dieser Arzttermine stelle ich mich mal auf eine sich im Untersuchungszimmer beim Kinderarzt befindliche Waage. Und da bekomme ich einen Schrecken. Immerhin bleibe ich voll bekleidet sogar mit Jacke noch ein „Uhu“ (unter Hundert). Dann aber fehlt so viel eigentlich nicht mehr, um diese schon arg ungesunde Marke zu knacken. Und das geht aber gar nicht. Denn es ist zwar noch längst nicht Sylvester, aber gute Vorsätze kann man ja immer fassen. Gerade so einen leicht umsetzbaren Vorsatz kann man ja fassen. Dann fahre ich eben mal wieder mehr mit dem Rad.

Mit dem Rad fahre ich auf den Knittkuhler Berg

Endlich mal regnet es morgens nicht. Und Tim geht nach einigen Tagen Krankheit wieder in die Schule. Schon lange bin ich nicht mehr meine sonst doch häufig genutzte Trimm-Dich-Strecke, die Knittkuhler Straße nach Düsseldorf-Knittkuhl auf den Knittkuhler Berg, mit dem Rad hochgefahren. Und der Weg dahin ist diesmal klasse mit schon herbstlichen Impressionen wie dem aufgerissenen und von der aufgehenden Sonne farbenprächtig bemalten Wolkenhimmel über längst abgeernteten Feldern und Feldwege. Dann nach dem vielen Regen sind die Strassen überflutet von Wassermassen mit fast romantisch aussehenden Spiegelungen des spektakulären Wolkenhimmels und wirken wie Wasserstraßen.

Und dass ich nicht mehr gut in Übung bin und schon lange nicht mehr hier war, merke ich sofort an dem Aufstieg zum Knittkuhler Berg. Denn ich schaffe es nicht, die ganze steile Strecke zum Berg hoch zu fahren. Schon auf halbem Weg muss ich absteigen. Aber das macht nichts. So kann ich mich ein bisschen an der großartigen Landschaft hier mit dem farbenprächtigen Herbsthimmel sattsehen. Endlich hat es ja mal aufgehört, wie aus Kübeln zu regnen. aber es ist doch noch unentschieden, ob die Sonne bald auch mal wieder durchgängig von einem wolkenlos blauem Himmel scheint oder ob es schon wieder trübes graues Regenwetter gibt.

Oben auf der Hochebene mit herrlichem Blick über die mit grünen Wiesen terrassenförmig zum Tal abfallende Landschaft ist wie eh und je der alte Hof Grütersaap, der sogenannte Kinderbauernhof, wo inmitten zahlreicher auch exotischer, lammfrommer und pflegeleichter Tiere Kindergeburtstage gefeiert werden können.

Der Panoramablick vom Knittkuhler Berg

Mehr noch als die auf den saftigen Weiden grasenden Lamas und die winzigen Ponys und die vielfältigen Geflügelarten des Grütersaaper Hofs interessiert mich hier immer der Panoramablick. Heute bei wildbewegtem Wolkenhimmel ist das ideal. Bis zum Düsseldorfer Flughafen und zur Duisburger Industrieskyline und sogar darüber hinaus bis zu den Halden aus der einstigen Steinkohleförderung am Niederrhein kann ich diesmal gucken. Und sogar Details wie der Flughafentower sind deutlich am Horizont zu erkennen.

Da es noch nicht klar ist, ob es nicht doch wieder Regen gibt, fahre ich bereits am Wolfsaaper Hof noch vor dem Düsseldorfer Stadtwald, dem Aaper Wald den Weg hinab ins Tal, der mir noch unbekannt, ganz neu und in voller Breite als zweispurige Autostraße asphaltiert zum Waldrestaurant Bauenhaus an der Stadtgrenze Düsseldorf/Ratingen führt. Beim letztem Mal hier war das noch eine abenteuerlich löchrige und viel schmalere Wegstrecke. Aber hier ist halt die reiche Landeshauptstadt Düsseldorf, die es sich leisten kann, marode Wege sofort wieder instandzusetzen.

Einfach auf eins der Bilder klicken, dann öffnet sich die Fotostrecke:

Text/Fotos: Ernst Käbisch

1 KOMMENTAR

  1. Bilder sehen sehr einladend aus… und zum Artikel sehr passend. Da fühlt sich meine Mittagspause fast wie ein Urlaub an, nach solchen Artikel 🙂

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