In der Elfringhauser Schweiz

In der Elfringhauser Schweiz
Bergidylle
von Ernst Käbisch

So um die 300 Meter sind die Berge hier nur hoch. Und doch fühlt es sich in der Elfringhauser Schweiz richtig an wie im Gebirge. Denn im Dorf Niederelfringhausen gibt es sogar einen „Anderl-Heckmair-Weg“. Und beim Ausflugslokal Waldhof ist ein „Anderl-Heckmair-Stübl“. Anderl Heckmair war ein zuletzt in der Elfringhauser Schweiz lebender Bergsteiger, der z.B. die Eigernordwand bezwang.

Zuletzt ging ich links in die Wodanstraße (in Hattingen heißt die Straße dann Wodantal) von der Bonsfelder Straße aus hinein. Und heute gehe ich ein Stück weiter in Richtung Velbert-Langenberg links in die Fellerstraße. Dann nach kurzem Fussweg bin ich schon wieder aus Velbert-Nierenhof heraus, wohin ich wie beim letzten Mal mit der S-Bahnlinie 9 ab dem Essen HBF hinfuhr. Und die schmale Straße führt entlang des Felderbachs in Richtung Hattingen. Also führt sie wieder ins Ruhrgebiet. Und dann wird sie ganz eng und sogar ohne Fussweg nebenan.

In der Elfringhauser Schweiz

So früh am Feiertag fahren hier aber noch kaum Autos. Und nach etwa 2 Kilometern beginnt auf der rechten Seite der Straße wieder ein Fussweg. Schon hier bin ich mittendrin im beschaulichen Hügelland der Elfringhauser Schweiz. So scheint jetzt auch die Sonne. Und es wird wärmer und so ist es richtig angenehm hier. Dann verstehe ich auch gut, dass viele Menschen in dieser Gegend Ferien machen.

Dann an einer Kreuzung heisst eine Straße Elfringhauser Straße. Und hier bin ich bereits im Dorf Niederelfringhausen. So muss ich mich nun entscheiden, ob ich geradeaus den Felderbachweg zum bekannten Bergerhof weitergehe oder links auf so einen grünen spitzen Berg zu. Und dort geht es laut Hinweisschildern zum Waldhof. Da ich auf der Karte gestern gesehen habe, dass es bis zum Bergerhof doch gut und gerne 8 Kilometer weit zu gehen ist, entscheide ich mich für den kürzeren Weg bis zum Waldhof. Denn dahin kann ich nun gemütlich in Serpentinen durch dichten Nadelwald hinaufgehen.

Schon ist es hier doch richtig wie im Gebirge. Denn beim letzten Mal habe ich davon ja noch nicht soviel gesehen. Nun wird es aber fast alpin. Und dann bin ich doch tatsächlich sogar auf dem „Anderl-Heckmair-Weg“. Anderl Heckmair war ein bekannter Bergsteiger, der als größte Tat die Eigernordwand bestiegen hatte. Und das Ende seines Lebens verbrachte er  in der Elfringhauser Schweiz. So ist nach ihm  dieser Bergwanderweg benannt. Weiter ist ihm beim Ausflugslokal Waldhof das „Anderl-Heckmair-Stübl“, eine kleine Holzhütte, gewidmet. Hier bekommt man Flyer, Karten, Bücher mit Informationen über sein Leben und über Bergwanderungen.

Im Dorf Niederheide gibt es einen ehemaligen Kohlezechenschacht

Da heute so schönes Wetter ist, hätte ich zwar große Lust, dieses landschaftlich so reizvolle Gebiet weiter zu erkunden. Immerhin ist unweit von hier auch die südlichste ehemalige Zechenanlage des Ruhrgebiets im Dorf Niederheide. Da soll es noch eine Bergbausiedlung geben. Allerdings ist es so, dass ich in diesem etwas abgelegenen Gebiet auch immer den Rückweg mit einkalkulieren muss. Es fährt zwar ein Bus auch an Feiertagen, aber nur alle 2 Stunden. Ansonsten sind 2 Kilometer zu Fuss ja 4 Kilometer inclusive dem Rückweg.

Zurück vom Waldhof habe ich dieses Glück, dass ich diesmal nur vielleicht 5 oder 6 Kilometer gegangen bin und nicht den doppelten Weg. An der Kreuzung Felderbachweg und Elfringhauser Straße kommt mir nämlich der Bus 634 in Richtung Velbert-Nierenhof entgegen. Da habe ich aber Glück gehabt und kann mir die schöne Landschaft noch ein Stück von dem Bus aus angucken.

Einfach eins der kleinen Bilder anklicken, dann öffnet sich die Fotostrecke:

Text/Fotos: Ernst Käbisch

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