Informationen zur Pflegeversicherung

Pflegeversicherung

Seit dem Jahr 2005 gibt es die gesetzliche Pflegeversicherung. Der Gesetzgeber hat mit der Einführung die Gewähr gegeben, dass kein Sozialfall bei einer Person eintritt, die wegen eines körperlichen oder geistigen Defizites sich nicht mehr selbst versorgen kann, bzw. private Angelegenheit nicht mehr regeln und die Körperpflege nicht mehr durchführen kann. Damit ist gemeint, dass die Pflegeversicherung kein Rundum-Paket ist, sondern eine Grundversorgung liefert.

Die gesetzliche Pflegeversicherung

Eine Absicherung von Pflege und Krankheit sollte in einer Hand liegen. Vorteilhaft ist es deshalb, wenn die Pflegeversicherung mit der Krankenversicherung kombiniert wird. Dabei ist es egal, ob der Versicherte privat oder gesetzlich krankenversichert ist. Versicherte die sich in einer gesetzlichen Krankenkasse befinden sind zwangsläufig von selbst Mitglied in der sozialen Pflegekasse. Es muss dazu kein Antrag gestellt werden. Ebenso sind Mitglieder die mitversichert sind, Kinder die unterhaltsberechtigt sind, Lebenspartner oder Ehegatten und deren Gesamteinkommen nicht höher als 375 Euro ist, in der Pflegekasse mitversichert. Wird eine geringfügige Beschäftigung ausgeübt, liegt die Einkommensgrenze bei 400 Euro monatlich. Wer privat krankenversichert ist, der muss bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen die Versicherung abschließen. Kinder des privat Versicherten sind unter Umständen beitragsfrei mitversichert.

Die Beitragshöhe

Die Beiträge die in die gesetzliche Versicherung gezahlt werden müssen, richten sich nach dem Einkommen und der Leistungsfähigkeit des Versicherten. Für kinderlose Versicherte wird ein Beitragssatz von 2,2 % berechnet, für den Versicherten mit Kind sind es 1,95 % (Stand 2012). Die Beiträge die in die private Pflegepflichtversicherung gezahlt werden, werden vom Eintrittsalter bei Vertragsabschluss abhängig gemacht. Dabei sind die Prämien nicht abhängig vom Gesundheitszustand, Geschlecht oder Vorerkrankungen. Desweiteren dürfen sich bereits in der Pflege befindlichen Personen nicht zurückgewiesen werden. Die Beiträge werden vom Arbeitgeber automatisch mit den Krankenversicherungsbeiträgen einbehalten.

Die private Pflegezusatzversicherung

Experten sind der Meinung, dass zukünftig die Leistungen der gesetzlichen Versicherung nicht mehr ausreichen, eine private Pflegeversicherung kann hier die Lösung bringen. Der Abschluss einer Pflegezusatzversicherung sollte deshalb schon in jungen Jahren überlegt werden. Aber auch die Aufnahme einer schon in Rente befindlichen Person kann möglich gemacht werden.

Die Vorteile einer privaten Pflegeversicherung

Die private Pflegezusatzversicherung kann flexibel ausfallen. Das kann sich in monatlichen wie auch jährlichen Beitragen auszeichnen, ebenso in den Leistungen des Pflegefalls. Die Pflegestufen die der Medizinische Dienst festgelegt hat, haben auch in der privaten Zusatzversicherung Gültigkeit. Der Umfang einer privaten Zusatzversicherung kann selbst bestimmt werden. Die Versicherungsgesellschaften haben dazu verschiedene Tarife und Modelle vorliegen. Ebenso kann eine private Versicherung eine finanzielle Lücke schließen, die bei den Pflegestufen 1, 2 ensteht.

Welche Leistungen hat die gesetzliche Pflegeversicherung?

Für die Feststellung der Pflegebedürftigkeit zeigt sich der Medizinische Dienst der Krankenkassen als zuständig. Um seine Beurteilung festzulegen, wird sich vor Ort ein Bild vom gesundheitlichen Zustand und von der Alltagsbewältigung der Person gemacht. Bei der Beurteilung liegen der Zeitbedarf die die persönliche Pflege in Anspruch nimmt im Fokus, ebenso die hauswirtschaftliche Versorgung. Die Leistungen können sich in Geld- und Sachleistungen zeigen. Förderungen werden auch für einen verbesserten Umbau des Wohnfeldes bewilligt.

Die Pflegestufen

1, 2 und 3 werden als Pflegestufen benannt, ebenso die 0. Die Pflegestufe 0 ist für die Personen gedacht, die Einschränkungen im Alltag haben, aber deren Pflegebedarf dennoch nicht so hoch ist, dass er in einer der drei Pflegestufen angesiedelt werden kann. Die einzelnen Pflegestufen unterteilen sich zwischen täglichem Zeitaufwand und Pflegebedarf. Das kann ein Zeitraum von 90 Minuten in der Pflegestufe 1 sein bis zur Rund-um-Uhr-Betreuung. Die Pflegestufe 3 kann in besonders harten Fällen aufgestockt werden.

Pflegetagegeld

Pflegeversicherung_Pflegegeld
Pflegetagesgeld nur über private Pflegezusatzversicherung.
Foto: Skley via CC2.0

Mit einem Pflegetagegeld das einzig bei einer privaten Pflegezusatzversicherung gezahlt wird, kann eine Versorgungslücke abgedeckt werden, die trotz Leistungsverbesserungen die die gesetzliche Pflege vornimmt, noch vorhanden ist. Durch den demografischen Wandel in unserer Bevölkerung, sie wird immer älter, gehen Experten davon aus, dass diese Lücken sich vergrößern werden.

 

Titelfoto©.flickr.com/SalFalko

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