Krankenkassen sollen Medikamente gegen Nikotinsucht bezahlen

Das Rauchen abgewöhnen.
Rauerentwöhnug auf Kassenkosten.

„Rauchen kann tödlich sein!“ – dieser kurze aussagekräftige Satz steht mittlerweile auf vielen Zigarettenpackungen. Australien verschärfte 2012 die Verpackungsmarkierung und setzt auf schockierende Bilder. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, fordert indes eine sinnvollere Lösung zur Raucher-Entwöhnung in Deutschland.

Medikamente gegen die Nikotinsucht – bezahlt von den Krankenkassen. So lautet die Forderung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans (FDP). Neben der ärztlichen Tabakentwöhnungsbehandlung sollten die Kassen in Zukunft auch Medikamente bezahlen, welche die Sucht nach Nikotin unterdrücken, verlangt die Drogenbeauftragte. Die Krankenkassen hätten schließlich einen Kostenvorteil, wenn ein Versicherter das Rauchen aufgebe.

Die Bemühungen der EU-Kommission zur Eindämmung des Rauchens auf der nationalen Ebene noch zu verschärfen, hält die FDP-Politikerin jedoch nicht für notwendig. Einheitsverpackungen oder ein Verbot des Herstellerlogos, wie beispielsweise in Australien, wären demnach wohl eher nicht förderlich bei der Raucher-Entwöhnung.

Im Land der Kängurus wurden im Jahr 2012 einheitliche Verpackungen für Zigaretten zur Pflicht und das Logo der jeweiligen Hersteller musste abschreckenden Schockbildern weichen. So sind mittlerweile vergilbte ruinierte Zähne, faulige Gebisse und verstümmelte Zehen auf den Zigarettenpäckchen zu sehen. Hätte man derlei Schritte wohl eher von den US-Amerikanern erwartet, sind die Australier die Ersten, die solch drastische Maßnahmen ergreifen.

Damit in Deutschland in Zukunft weniger Menschen zur Zigarette greifen würden, sei ein Verbot von suchtfördernden Zusatzstoffen ebenso sinnvoll wie auffällige statt schockierende Warnhinweise auf den Zigarettenpackungen, betont Mechthild Dyckmans.

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