Little Tokyo in Düsseldorf

Japanische Reinigung in der Düsseldorfer Immermannstraße
Japanische Reinigung in der Düsseldorfer Immermannstraße

Nicht so häufig wie eine Chinatown gibt es eine Japantown. Oder ein Little Tokyo. In Düsseldorf am Rhein existiert ein solches japanisches Viertel aber. Das „Little Tokyo“ gibt es schon seit vielen Jahrzehnten. Hier sind Sushi Bars, japanische Buchläden, asiatische Lebensmittelgeschäfte. Und auch japanische Reisebüros und ein japanisches Hotel befinden sich hier.

Wir wollen heute zum Schloß Beck in Bottrop. Schon wieder streiken aber die Lokführer. Dann will Tim eben den Film „Drachenzähmen leicht gemacht 2“ sehen. Und der läuft im Ufa-Palast in Düsseldorf. Dann fahren wir am letzten Ferientag in NRW nach Düsseldorf. Und da können wir ja mit der Straßenbahn hinfahren. Das Kino ist auf der Worringer Straße neben dem Hauptbahnhof. Zum Glück haben wir dann noch über eine Stunde Zeit. Erst dann beginnt der Film. Und so gehe ich mit ihm noch durch das „Little Tokyo“. Das ist das kleine japanische Viertel der Stadt. So kann ich mir heute auch noch etwas angucken, was mich interessiert.

„Little Tokyo“ in Düsseldorf

Die Japaner sind schon immer hier in Düsseldorf. Schon vor der allgemeinen Globalisierung waren die hier. Und eigentlich so lange wie ich denken kann. Es sind ja nur etwas über 6000 japanische Einwohner in Düsseldorf. So sind sie dennoch die größte in Deutschland lebende japanische Gemeinschaft. Aber in Düsseldorf sind sie nur die 7größte Volksgemeinschaft. Die Landeshauptstadt von NRW ist ja sehr multikulturell bewohnt. Gerade die Japaner setzen sich hier aber eindrucksvoll in Szene. Weiter ist das Stadtviertel westlich des Hauptbahnhofs auch die einzige „Japantown“ oder „Little Tokyo“ in Deutschland. „Nippon am Rhein“ wird die Düsseldorfer japanische Gemeinschaft umgangssprachlich dann auch genannt.

Vom Hauptbahnhof aus gehen wir also in die Immermannstraße. Denn um die Immermannstraße herum ist das überwiegend japanisch geprägte Geschäftszentrum. Dazu gehört ein großes Hotel und Möbel- und Einrichtungsgeschäfte. Dann gibt es japanische Buchläden und Reisebüros. Und da ist eine japanische Reinigung. Und vor allem sind hier zahlreiche Sushi Bars, Cafes, Restaurants. Auch gibt es hier asiatische Lebensmittelläden. Heute ist ein sonniger und warmer Oktobertag. Endlich bemerke ich die beachtliche und vielfältige Gastronomie der Japaner. Für Mitte Oktober ist ungewöhnlich mildes Wetter. Und die Cafes und Restaurants im Little Tokyo haben Tische und Stühle nach draussen gestellt. Die Bürgersteige sind ja geräumig. So haben manche sogar kleine Garküchen draussen vor den Geschäften aufgebaut. Das ist wie in asiatischen Ländern.

EKO-Haus, der japanische Tempel in Niederkassel

Ausser diesem japanischen Viertel in der Düsseldorfer Innenstadt gibt es im linksrheinischen Düsseldorfer Stadtteil Niederkassel einen japanischen Tempel. Weiter gibt es da eine japanische Schule. Hier in diesem vornehmen und teuren Düsseldorfer Ortsteil wohnt auch ein großer Teil der Japaner der Stadt. Überwiegend sind diese Menschen gebildet und wohlhabend. Es sind meistens gutqualifizierte und gutverdienende Spezialisten. Für ein paar Jahre arbeiten die in der Landeshauptstadt von NRW. Da gibt es ja zahlreiche japanische Unternehmen. Dann ziehen sie wieder mit ihren Familien in ihr Heimatland zurück. Oder sie ziehen in einen anderen Ort weiter.

Weiter gibt es im Nordpark einen eindrucksvollen japanischen Garten. 1975 hat ein Verein aus japanischen Firmen und Mitgliedern der japanischen Gemeinde der Düsseldorfer Bevölkerung diesen „Japanischen Garten am Rhein“ geschenkt.

Die Anfahrt mit dem ÖPNV zum Little Tokyo

Zum Besuch des Little Tokyo muss man einfach nach Düsseldorf fahren. Dann muss man dort am Hauptbahnhof aus Zug, Straßenbahn, U-Bahn oder Bus aussteigen. Und dann braucht man nur vom Bahnhofshaupteingang aus ein Stück in die Immermannstraße hineingehen.

Ein Link zu einem Zeitungsbericht in der WAZ über Little Tokyo in Düsseldorf:

www.derwesten.de

Einfach auf eins der Bilder klicken, dann öffnet sich die Fotostrecke:

 Text/Fotos: Ernst Käbisch

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