Mariendom in Neviges

Das berühmte Rosenfenster

Schon am Rande bzw. am Fuß der beschaulichen Elfrinhauser Schweiz ist der Velberter Stadtteil  Neviges. Denn hier befindet sich die bekannte Kirche Mariendom. Und der Innenraum der Wallfahrtskirche Mariendom mit seinen wunderschönen Glasfenstern mit den markanten rotorangen Rosen gefällt mir ausgesprochen gut.

Schon das Äussere dieses unförmigen Betonklotzes ist sicher schwer zu pflegen. Und gar nicht passt der Dom zur Umgebung. So verschwindet mein Unbehagen zum Mariendom nicht einmal innen ganz. Schon 1968 ist dieser Kirchenbau konzipiert worden. Und  das sagt wohl Alles.

Der Mariendom polarisiert

Denn den einen gefällt der Mariendom. Und allen anderen gefällt er nicht. Von so einer Kirche erwarte ich persönlich eigentlich erst mal gar Nichts. Als erstes irritiert bin ich dann aber schon etwas, dass diese berühmte und auch vielgelobte Wallfahrtskirche optisch so überhaupt nicht zu den alten Gebäuden um das Franziskanerkloster im Zentrum von Velbert-Neviges passt. Denn Alt-Neviges ist im Großen und Ganzen ein guterhaltener alter Ortskern. Und hier sind viel mittelalterliche Gebäude, Gründerzeithäuser, Fachwerkhäuser. Dafür fallen einige wenige Bauten aus neuerer Zeit nicht sehr aus dem Rahmen.

Wenn da nicht der ehrwürdige und unverkennbar in der Nachkriegszeit gebauten Mariendom wäre. Und wie bei einer der zahllosen Bausünden der 50er und 60er Jahre wirkt. So ist da eine Unmenge an Beton unförmig und verschwenderisch zwischen den Gassen von Alt-Neviges ausgegossen worden. So spontan fast ohne Sinn und Verstand wirkend. Schon wie ein Schildbürgerstreich kommt mir dieses Gebäude vor. Und das ist mein erster ja nicht sehr positiver Eindruck.

Die renommierte Wallfahrtskirche Mariendom

Schon aber das ist nur der erste oberflächliche Eindruck. Und das ändert sich sofort, als ich den Dom betrete. Denn hier fallen direkt die Fensterbilder ins Auge. Schon kennt man ja Bilder von dieser Kirche. Denn der Mariendom ist eine anerkannte Wallfahrtskirche. Und er ist überregional bekannt und auch beliebt. Dann sind da diese berühmten Glasfenster mit viel rotorange von etwa den stilvollen markanten Rosen. Außerdem ist sehr reizvoll das Licht, das durch die bunten Fenster farbig in den Kirchenraum fällt. Also das hat schon etwas. Außerdem ist wie beim Eindruck des Gebäudes von aussen auch innen kaum mal eine gerade Linie, etwas Symmetrisches, Regelmässiges anzutreffen.

Dafür wird gebrochen mit Seh- und sonstigen Gewohnheiten. Gerade hier wirkt das aber angenehm. Dieser Dom ist schon gewöhnungsbedürftig. Und auch ich sollte sicherlich bemüht sein, das Bauwerk nicht einfach wegen seiner gigantischen, erstmal so häßlich wirkenden und ja sicherlich auch schwer zu pflegenden Betonmassen zu verurteilen und abzulehnen. Denn es geht mich ja auch nichts an. Zuletzt bin ich doch emotional sehr ambivalent zu diesem Dom. So gefällt mir der in sanftes Licht gehüllte Innenraum mit seinen wunderbaren Fensterbildern und Skulpturen und den so verwinkelten, geheimnisvoll anmutenden Räumen ja sogar ausgesprochen gut.

Anfahrt zum Mariendom mit dem ÖPNV :

So ist der Mariendom mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Dafür einfach am S-Bahnhof Velbert-Neviges aus der halbstündlich zwischen den Bahnhöfen Essen HBF und Wuppertal HBF verkehrenden S-Bahnlinie 9 aussteigen. Dann sind es 5 Minuten Fussweg bis in die Altstadt von Neviges. Und die Adresse des Mariendoms ist Elberfelder Strasse 12 in 42553 Velbert.

Einfach auf eins der kleinen Bilder klicken, dann öffnet sich die Fotostrecke:

Text/Fotos: Ernst Käbisch

2 KOMMENTARE

    • Bei den Bildern habe ich dann gemerkt, dass sich der Architekt schon etwas gedacht hatte und dass dieser Bau es wert ist, sich ihn genauer anzugucken. Manche Details wie die weisse Rose oder auch wie die Türme mit den alten Bauten kommunizieren, sind ja doch recht sinnlich.

      schöne Grüße nach Berlin

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here