Maschinenhausruine Zeche Rudolph nach dem Sturm

Völlig unbeschadet hat die Ruine den Monstersturm
Völlig unbeschadet hat die Ruine den Monstersturm "Ela" überstanden.

Also der Geheimtipp – Maschinenhausruine Zeche Rudolph – im Oefter Wald in Essen ist nach dem Monstersturm „Ela“ wieder ein bisschen mehr ein Geheimtipp. Weil durch Sturmschäden und sommerlich dichte Vegetation ist der Weg zur Ruine wieder schwerer zugänglich geworden.

Und heute könnten die Lokführer ja streiken, wie sie wollen. Denn mit dem Rad fahre ich nach Essen-Kettwig. So bin ich vom ÖPNV unabhängig. Denn ich will heute mal gucken, wie die Maschinenhausruine im Oefter Wald den verheerenden Pfingststurm überstanden hat.

Dann auf dem Golfplatz um das uralte Schloss Oefte schlagen schon am frühen Sonntagmorgen Golfspieler wie immer ihre Bälle auf die Driving Range. Also hier bei den reichen Leuten ist natürlich alles wie immer in Ordnung. Und von Sturmschäden ist hier auf dem in hügeliger Landschaft angelegten Golfplatz absolut nichts zu sehen.

Im Tal am Oefter Bach

Immerhin hatte die Stadt Essen ja den ganzen Essener Stadtwald zumindest bis in den Herbst hinein wegen der massiven Sturmschäden und der Gefahr durch immer noch abbrechende Äste zum Gefahrengebiet erklärt.
Und hier im Tal um den Oefter Bach scheint aber eine einigermassen windgeschützte Ecke zu sein. Dann ist es vielleicht durch die Hügel ringsum. Denn nur vereinzelt sehe ich hier umgestürzte Bäume bzw. deren Reste. Immerhin ist auch nach 3 Monaten schon vieles von den selbst hier vereinzelt umgestürzten Bäumen und abgeknickten Ästen weggeräumt worden. Und im Vergleich etwa zu den Kahlschlägen im Ratinger Stadtwald am Krummenweg oder auch am Blauen See etwa scheint dem Oefter Wald dennoch sehr wenig passiert zu sein.

Der Trampelpfad zur Maschinenhausruine ist durch einen umgestürzten dicken alten Baum versperrt.

Dann aber ist der Trampelpfad mitten in dichtem Wald zur Maschinenhausruine dann doch durch einen umgestürzten dicken alten Baum versperrt. Und aussen um den bedauernswerten Baum herum zu gehen kann ich vergessen. Weil hier ist der Waldboden mit Brennesseln und anderem Grünzeug völlig überwuchert. Also klettere ich über den dicken Baumstamm. Denn jetzt will ich nicht aufgeben, wo ich die Ruine schon schemenhaft vor mir sehe.

So ist es jetzt eine regelrechte Qual, durch all das lästige, auch feuchte Gestrüpp sich den Weg zur Ruine freizumachen. Denn sonst führen gut erkennbare Trampelpfade all der anderen Neugierigen zu diesem „Geheimtipp“ (WAZ- Westdeutsche Allgemeine Zeitung in einem Artikel über die Ruine als einem von 100 sehenswerten Orten in Essen). Und jetzt ist da nur dieses Juckreiz verursachende dichte Gestrüpp.

Die Ruine hat den Sturm völlig unbeschadet überstanden.

Dann aber habe ich die Ruine doch erreicht und sehe erfreut, dass ihr nichts passiert ist. Und im Gegenteil ist jetzt auch der, beim letzten Mal an einer Stelle von Besuchern offenbar gewaltsam geöffnete, Zaun um die Ruine wieder repariert. So kommen durch den von Naturgewalten so erschwerten Weg hierhin offenbar nicht mehr so viele Besucher und werfen ihren Müll einfach an einem kultigen Ort achtlos weg. So war mein etwas verstörender Eindruck beim letzten Mal, wo ich hier war. Dann ist das ja Glück im Unglück, dass der Sturm das bewirkt hat. So wird die eindrucksvolle Ruine vielleicht noch besser vor Vandalismus und Zivilisationsmüll geschützt.

Schon auf dem Rückweg gehe ich von der Ruine aus hoch auf die Lichtung. Und dort befinden sich unterhalb des Gasthofs Oefter Wald Wiesen und ein Maisfeld. Dann muss ich nicht wieder durch die Brennesseln gehen.

Einfach auf eins der Bilder klicken, dann öffnet sich die Fotostrecke:

Text/Fotos: Ernst Käbisch

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