Mit dem Fahrrad von Duisburg nach Krefeld

ländlich
Überrraschend ist es hier ganz ländlich.

Obwohl ich heute durch 3 Großstädte fahre – Düsseldorf, Duisburg und Krefeld – kommt mir dieser Ausflug ganz wie eine Landpartie vor. Besonders bin ich überrascht davon, wie ländlich der südwestliche Zipfel von Duisburg ist. Auch wenn hier überall die mächtige KruppMannesmann-Hütte und das RWE-Kraftwerk zu sehen ist, bilden weite Felder, Wiesen und Bauernhöfe mit Pferden, Kühen und Hühnern eine unvermutete ländliche Idylle.

Die Bahnen fahren heute in ganz NRW noch nicht störungsfrei und es wird gewarnt, Wälder und Parkanlagen wegen der noch längst nicht überall beseitigten Sturmschäden zu betreten. In aller Vorsicht setze ich mal mich aufs Fahrrad und versuche, Richtung Kaiserswerth am Rhein zu fahren. Immerhin führt der Weg nun zu einem großen Teil durch einen Wald.

Auch die Fahrradwege sind weitgehend von den Sturmschäden befreit.

 Aber es ist hier schon sehr gut aufgeräumt worden. Nur vereinzelt sehe ich fast abgebrochene Äste über mir an Bäumen baumeln, die demnächst noch herunterfallen werden. Nur wenn man tiefer in den Wald hineinblickt, erkennt man aber die wirklich verheerenden Ausmasse der Sturmschäden. Aber die Wege besonders für die Autos, aber auch die Fahrrad- und Fußwege am Rand der Straße nach Kaiserswerth sind gut geräumt worden und eigentlich gefahrlos passierbar. Ab und an gucke ich aber schon mal nach oben.

Über Düsseldorf-Wittlaer fahre ich nach Duisburg.

Ehe ich michs versehe, bin ich nun im Düsseldorfer Stadtteil Wittlaer angelangt. Da kann ich auch versuchen, mal bis nach Krefeld zu fahren. Die Rheinbrücke zwischen Duisburg und Krefeld sehe ich nämlich schon kurz hinter Wittlaer über die Felder hinweg. Rechts sind die mächtigen Anlagen des RWE-Kraftwerks und der KruppMannesmann-Hütte mit den Kokswolken der Kokerei im nahen Duisburg-Huckingen zu sehen.

Ländliche Idylle in Duisburg, die Rheinbrücke nach Krefeld-Uerdingen

Dennoch ist hier zwischen den Großstädten und dann auch in Duisburg-Serm, Mündelheim, Rheinheim eine unvermutete ländliche Idylle. Meist sind das hier Reiterhöfe mit Pferden, aber ich höre auch Kühe irgendwo aus einem Kuhstall und sehe Hühner auf einer umzäunten Wiese im Zentrum eines Dorfes um eine uralte Kirche und Fachwerk- und alte Backsteinhäuser herum.

Es ist nicht weit von hier bis zur Rheinbrücke. Also fahre ich da auch mal hin und fahre sogar bis rüber zum Niederrhein nach Krefeld-Uerdingen hinein. Hier ist im Norden die Uerdinger Filiale der Bayerwerke zu sehen und südlich ist der Krefeld-Uerdinger Hafen und sind irgendwelche Industriebetriebe. Eigentlich sieht das hier aus wie im Ruhrgebiet, aber das Ruhrgebiet habe ich gerade wieder verlassen.

Düsseldorf-Wittlaer und Düsseldorf-Kaiserswerth

Da ich ungeplant hierhingefahren bin und keine Idee habe, was ich in Krefeld eigentlich soll, fahre ich direkt wieder zurück nach Duisburg und ins Ruhrgebiet. Der Weg war heute das Ziel. Wieder komme ich dann durch das gutbürgerlich wirkende Dorf Wittlaer. In diesem nördlichsten Düsseldorfer Ortsteil haben reiche Leute ihre Häuser bis an den Rhein heran gebaut. Der ganze Ort wirkt so etwas vom Rhein abgeschnitten. Nur ein kleiner Fußweg hinter dem Ortszentrum führt bis an den Rhein. Von hier fahre ich noch am Strom entlang bis nach Kaiserswerth mit seiner barocken Altstadt und dann nach Ratingen.

Einfach auf eins der Bilder klicken, dann öffnet sich die Fotostrecke:

Text/Fotos: Ernst Käbisch

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here