Movie Park in Bottrop-Feldhausen

Im Movie Park in Bottrop-Feldhausen
von Ernst Käbisch

Im ländlichen Bezirk Feldhausen der Ruhrgebietsstadt Bottrop ist nicht nur das wirklich schöne Freizeitzentrum Schloss Beck, sondern direkt daneben auch der viel spektakulärere Movie Park. Also die gar nicht so große, noch aktive Bergarbeiterstadt hat auch freizeitmäßig einiges zu bieten.

Schloss Beck zu besuchen, wäre mir eigentlich lieber gewesen. Denn das ist ja direkt nebenan vom Movie Park, auch in Bottrop-Feldhausen. Dann aber natürlich kann ich jetzt nicht mehr zurück, wo ich Tim versprochen hatte, mit ihm in den Movie Park zu gehen. Und mit der Freikarte von der Margarinepackung brauchen wir auch nur für eine Person 38 Euro Eintritt zu bezahlen. Schon das ist zwar auch ein Stück Holz, aber  etwas weniger schwindelerregend als befürchtet.

Nicht nur vor dem Einlass muss man im Movie Park Schlangestehen

Zuerst stört mich ziemlich dieses Schlangestehen. Denn kaum ist man drin im Movie Park, steht man schon in einer zweiten Schlange. Dann geht es also um irgendetwas mit Ausgrabungen. Und Tim sagt, das ist wie in dem Film Jurassic World, den er im Kino gesehen hat. Dann nach einer langen Weile Anstehen kommen wir an eine Art Aufzug. Und hier wird simuliert, daß wir nun 700 Meter in die Tiefe fahren. So passt das ja zu der aktiven Bergbaustadt Bottrop.

Dann unten angelangt, steigen wir in eine Bahn und bekommen alle eine Brille zum Aufsetzen. Und dadurch können wir eine abenteuerlich simulierte Fahrt durch eine untergehende Welt mit riesigen wilden und uns angreifenden Dinosauriern unternehmen. Also das hat schon etwas und ist wirklich gutgemachtes Kino. Schon etwas unlogisch ist nur, daß wir nach der Fahrt noch an einem Käfig mit einem wildbrüllenden Dinosaurier vorbei nicht mehr in der Unterwelt sind. Dann kommen wir bei einem Verkaufsraum aus, der direkt an der Straße gelegen ist.

Holländisch ist im Movie Park Umgangssprache wie Englisch und Deutsch

Der Movie Park ist nämlich wie eine kleine amerikanische Stadt angelegt, wo es natürlich auch eine Shoppingmeile gibt und wo auch zahlreiche Gelegenheiten sind, etwas zu essen. Da wir Hunger haben und an einem Stand echte holländische Pommes Frites angeboten werden, setzen wir uns bei diesem Geschäft hin. Holländisch ist hier eh im Movie Park wie schon im Schloss Beck wie Englisch und Deutsch Umgangssprache. Viele Menschen aus dem Nachbarland sind auch unüberhörbar gerade hier. Die Pommes Frites sind zwar etwas teuer wie alles in diesem Freizeitpark. Schon sind sie aus breiten Kartoffelscheiben gemacht und schmecken richtig klasse.

Und insgesamt habe ich auch wirklich den Eindruck, daß der Movie Park längst nicht so neppig ist, wie ich es befürchtet hatte. Wie diese kleine amerikanische Stadt eingerichtet ist und wie überall reizvolle Filmkulissen integriert sind, das hat schon etwas und hat eigentlich sogar richtig Stil.

Im Nickelodeonland fahren wir einmal mit einer Achterbahn, für ein anderes Fahrgeschäft ist Tim dann schon zu groß und eigentlich sind all diese Fahrgeschäfte hier in Kulissen aus Bikini Bottom mit Spongebob und Petrick… mehr für die kleineren Kinder.

Van Helsings Factory

Aber das Gelände vom Movie Park ist ja riesig. Kurz vor dem Santa-Monica-Pier lockt dann einladend Van Helsings Factory bzw. diese trist wirkende Tankstelle und Autowerkstatt schreckt natürlich ab, weil hier wird den Besuchern eine Geisterbahn versprochen. Zuerst heißt es aber wieder warten und schlangenlinienförmig in einem dunklen Raum aufzurücken, wo ein paar uralte Laster stehen und ein Film läuft mit jemand, der Van Helsing heißt und der Waffen an die Laster schweißt, um so Vampire oder auch Menschen zu jagen. Das wirkt erst lustig, aber es wird geschickt eine Spannung aufgebaut, die sich erst entlädt, als wir nach langem Warten endlich in einer Art Achterbahn sitzen, die in einer wirklich gruseligen und rasant schnellen Fahrt durch zum Teil stockdunkle Räume führt. Am Ende auch dieser Fahrt kommt man natürlich in einem Verkaufsraum aus.

Es gibt noch im Bereich vom Santa-Monica-Pier auch eine Goldgräberstadt und zahlreiche weitere Fahrgeschäfte und Wurfstände und Losbuden, aber für diese Jahrmarktsatmosphäre hier habe ich nicht viel übrig. Dafür haben wir nicht soviel Eintritt bezahlt und das ist z.B. auf der derzeit auch stattfindenden Cranger Kirmes viel besser und da kostet es keinen Eintritt.

Einfach auf eins der Bilder klicken, dann oeffnet sich die Fotostrecke

Text und Fotos von Ernst Kaebisch

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