Nach Essen? Manchmal geht es gar nicht!

Nach Essen? Manchmal geht es gar nicht!
von Ernst Käbisch

In der Sommerferienzeit können dringende Renovierungsarbeiten an S-Bahnhöfen und Autobahnbrücken gut durchgeführt werden. Bei der S-Bahnlinie 6 von Köln nach Essen werden diesmal die Essener Bahnhöfe renoviert, Und gleichzeitig wird auch die Autobahnbrücke Ruhrtalbrücke neu gemacht. So geht verkehrstechnisch von Ratingen nach Essen derzeit fast gar nichts. Und die Bahn fährt in Essen-Kettwig nicht mehr weiter. Statt in mein heutiges Ausflugsziel Elfringhauser Schweiz könnte ich nun ja in den nahegelegenen Oefter Wald gehen. Dann könnte ich das Maschinenhaus der Zeche Rudolph zu suchen.

Man kann es ja trotzdem mal probieren, denke ich mir und fahre doch nach Essen. Eigentlich weiss ich aber, dass das ab heute, dem ersten Ferientag, schwierig ist. Es ist nicht nur so, dass in diesen Sommerferien die Essener S-Bahnhöfe der S6 renoviert werden. Und ab Essen-Kettwig fährt ein Schienenersatzbus bis zum Essen HBF. Es ist auch die Ruhrtalbrücke, eine Autobahnbrücke in Mülheim-Mintard, wegen Renovierungsarbeiten gesperrt. Und so lautet eine Schlagzeile im Ratinger Wochenblatt „Nach Essen? besser gar nicht!“.

Statt in die Elfringhauser Schweiz fahre ich nach Essen-Kettwig

Pünktlich fährt am Ratinger Bahnhof die S-Bahn nach Essen ab. Am Bahnhof Kettwig Stausee bleibt der Zug laut Ansage 5 Minuten stehen und am Bahnhof Kettwig geht dann gar nichts mehr. Nachdem ich mehr als eine Viertelstunde mit anderen an der Bushaltestelle vor dem alten Kettwiger Bahnhof auf den Schienenersatzbus gewartet habe, verzichte ich eben auf mein heutiges Ausflugsziel. Eigentlich wollte ich ja in die Elfringhauser Schweiz fahren. Dazu hätte ich nur am Essener HBF in die S9 umsteigen müssen und bis Velbert-Nierenhof mitzufahren brauchen. Aber bei all diesen Verzögerungen wegen der Bauarbeiten wäre ich dafür heute endlos lange unterwegs. Dann mache ich diesen Ausflug halt ein anderes Mal.

Auch im beschaulichen Kettwig finden sich Spuren des früheren Bergbaus an der Ruhr

So gehe ich eben gemütlich vom Bahnhof Kettwig bis zum anderen Kettwiger Bahnhof, Kettwig Stausee. An der mächtigen Kettwiger Eisenbahnbrücke über den kleinsten Ruhrstausee ist ein Kanuverein und in dessen Vorgarten ist zur Dekoration eine Lore einer Steinkohlenzeche hingestellt. Ich kann nur die Schrifttafel nicht entziffern von welcher ehemaligen Zeche die Lore ist. War hier in Kettwig überhaupt eine Zeche?

Zur so frühen Tageszeit am Samstag sind noch kaum Menschen am See unterwegs ausser ein paar Angler. Und die Promenade am beschaulichen Kettwiger Stausee ist jetzt eigentlich nur von Wildgänsen, Enten und Möwen bevölkert.

Fahrplangemäß fährt die S-Bahn am Bahnhof Kettwig Stausee ein und bringt mich die 2 Stationen bis zum Bahnhof Ratingen-Ost zurück.

Nach Essen? Manchmal geht es gar nicht!
S-Bahnhof Essen-Kettwig Foto anklicken
Nach Essen? Manchmal geht es gar nicht!
Eisenbahnbrücke über dem Kettwiger Stausee Foto anklicken
Nach Essen? Manchmal geht es gar nicht!
Lore im Vorgarten eines Kettwiger Kanuvereins Foto anklicken
Nach Essen? Manchmal geht es gar nicht!
Ich kann nicht entziffern, von welcher Zeche die Lore ist. Foto anklicken
Nach Essen? Manchmal geht es gar nicht!
In den frühen Morgenstunden sind nur ein paar Angler unterwegs Foto anklicken
6werbung
kleiner und grosser Werbeträger Foto anklicken
7gaense
Wildgänse auf der Ruhrpromenade Foto anklicken
8enten
Auch eine Entenfamilie ist schon wach Foto anklicken
9moewen
Möwen Foto anklicken
10stausee
Blick von der Kettwiger Brücke bis hin zur Ruhrtalbrücke in Mülheim-Mintard Foto anklicken
11elfringhaus
„Berge“ der Elfringhauser Schweiz von Velbert-Neviges aus gesehen Foto anklicken

Text/Fotos: Ernst Käbisch

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