Namibia: Faszination Etosha-Pfanne & Namib-Wüste

Namibia: Faszination Etosha-Pfanne und Namib-Wüste
Ein Tier in den Weiten der Etosha-Pfanne in der Namib-Wüste Namibia.

Unberührte Landschaften, unendliche Weiten, absolute Einsamkeit: Wer sich nach all dem sehnt, muss in die Etosha-Pfanne, in die Namib Wüste, nach Namibia. Der Name ist übrigens eine Ableitung der Wüste Namib, die mit ihren rund 80 Millionen Jahren als die älteste Wüste der Welt gilt. Die Trockenwüste zieht sich über den gesamten Küstenstrich des Landes.

Die höchste Düne der Welt findet man in der Namib Wüste in Namibia

Wer die Faszination dieses kargen Landes begreifen möchte, sollte gut drei Wochen Zeit einplanen. Es gibt so viel zu entdecken und zu genießen. Nehmen Sie sich die Zeit und lassen Sie die außergewöhnliche Tierwelt auf sich wirken, beobachten Sie, wie sich die Löwen faul im Savannengras räkeln, die kleinen, bunten Webervögel mit einem ungeheuren Fleiß ihr Nest zusammen tragen, oder die farbintensiven Sanddünen, die je nach Abhängigkeit vom Sonnenstand, Sand- oder Luftfeuchtigkeit die Farben einer wunderschönen Wüste widerspiegeln. Natürlich sollte man sich auch mit einem Aufstieg der mit 350 Metern höchsten Sanddüne der Welt abplagen, wenn man sich denn mit dem Sisyphos-Prinzip kurzfristig anfreunden kann.

Ein Genuss kann aber genau so gut sein, mit dem Auto stundenlang gemächlich über die Pisten zu schaukeln und außer einer Oryx-Antilope, einem Elefanten, ein paar Zebras und ein paar Springböcken keinem weiteren Lebewesen zu begegnen. Die Namib ist so facettenreich, und so gar kein „leerer Platz” – wie die eigentliche Übersetzung des Namens Namib uns glauben machen will.

Bitte klicken Sie auf ein Bild um die Galerie zu starten. Fotos: Sonja Krainer:

Himba-Frau. Himbas sind ein afrikanischer Volksstamm, der im Kaokoveld, im Nordwesten Namibias, lebt.
Wüstenschönheit: Skeptisch präsentiert sich die junge Himba-Frau dem Fotografen. Die Himbas sind ein afrikanischer Volksstamm, der im Kaokoveld, im Nordwesten Namibias, lebt. Typisches Merkmal, ihre rote Hautfarbe: Denn zum Schutz gegen die Sonne cremen sich die Frauen und Männer tagtäglich mit einer roten Paste ein. Sie wird aus Tierfett und der aus Eisenoxyd gewonnen Ockerfarbe hergestellt.
Die Wüstenblume Welwitschie in der Namib
Wüstenblume: Die Welwitschie wächst in der Wüste Namib, wird mehrere hundert Jahre alt und hat nur ein einziges Blattpaar. Entdeckt wurde sie 1859 von Friedrich Welwitsch, einem im österreichischen Kärnten geborenen Arzt und Botaniker. Die ungewöhnliche Pflanze ziert das Wappen Namibias.
Traumhafte Strassen in Namibia
Traumstrasse: Kein Stau, keine Geschwindigkeitsbegrenzung, keine Polizei und ein Blick soweit das Auge reicht. Auto fahren in Nambia, ein Traum für jeden Autofahrer, der sich täglich durch den Stau der Großstädte quält. Die Kärtner Fotografin erinnert sich: „Einmal fuhren wir zwei Stunden, ohne einem einzigen Fahrzeug zu begegnen. Dann kam ausgerechnet ein Wiener….”
Streng bewachte Strassen in Namibia
Strassenwache: Zu den typischen Begegnungen während der endlos langen Autofahrten in Namibia gehören Springböcke, wie hier links und die Oryx-Antilope (rechts), die sich eine Pause im Schatten gönnen.
namibische Artenvielfalt an einem Wasserloch
Tiergarten: Idyllische Szene an einem Wasserloch – Formatfüllend der Elefant im Vordergrund, dahinter ein Rudel von Zebras und Sprinböcken und rechts, etwas abseits, eine Oryx-Antilope. Afrikanische Artenvielfalt in trauter Harmonie.
Traumhafte Sicht auf die 35 Meter hohe Fingerklippe
Weitblick: Traumhafte Sicht auf die 35 Meter hohe Fingerklippe – ein Fels, rund 70 Kilometer westlich von Outjo im Ugab-Tal gelegen. Der Jahrmillionen alte Kalkfels gehört zu den Highlights des südwestafrikanischen Staates.
Gelassen wartet ein Vogel Strauss inmitten der endlosen Weite Namibias.
Vogelwacht: Gelassen wartet ein Vogel Strauss inmitten der endlosen Weite des Landes. Er ist im südlichen Afrika zu Hause. Der größte Vogel der Welt erreicht mit seinen langen Beinen eine Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h und zählt zu den schnellsten Tieren der Welt.
DeadVlie, am Ende der Sossusvlei in Namibia.
Weltkulturerbe: 1000 Jahre alte, ausgetrocknete Bäume und Sand, soweit das Auge reicht. Diesen Ort nennt man DeadVlie. Er liegt am Ende der Sossuvlei – und gehört zu den absoluten Musts in Namibia. Das Sossusvlei im Namib-Naukluft-Nationalpark ist eine beige Salz-Ton-Pfanne – daher auch die Bezeichnung Vlei – an deren Ende bis zu 380 Meter hohe Dünen aus Namibsand aufragen. Das Sossusvlei wurde im Juni 2013 zum UNESCO-Weltkulturerbe des Namib-Sandmeeres erklärt.
Löwen dösen in der Sonne Namibias.
Raubtiernickerchen: Genüsslich dösen die beiden Löwen in der Sonne. Während von dem einen, weil er auf dem Rücken liegt, nur die Beine zu sehen sind, blickt der andere gelangweilt in die Ferne. Die Springbockherde scheint die beiden nicht zu kümmern. Vermutlich gab`s zuvor ein leckeres Böckchen-Steak. Interessant ist, dass Löwen erst im Alter von zwei Jahren die Jagdkunst vollständig beherrschen. Sie sind auch keine Ausdauersportler. Ihre Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h können sie nur kurz halten.
Düne 45 in Namibia
Sandberg: Die legendäre Düne 45 in Namibia kam zu ihrem Namen, weil sie exakt 45 Kilometer vom Parkeingang Sesriem des Namib-Naukluft-Nationalparks entfernt liegt. Wer die Düne als Aussichtspunkt nutzen will, kein Problem, wenn man weiß – zwei Schritt vor, einer zurück.
Der Kameldornbaum ist typisch für Namibia.
Vogelnest: Der Kameldornbaum ist typisch für Namibia. Er wird bis zu 16 Metern hoch. Der Durchmesser seines Stammes kann bis zu 10 Metern sein. Auf seinen dornigen Ästen haben die fleißigen, kleinen Webervögel ein riesiges Nest gebaut. Nestbauer sind übrigens die bunt gefärbten Männchen. Sie versuchen damit vor der Balz die Weibchen zu beeindrucken. Wird ein Nest von einem Weibchen akzeptiert, kümmert es sich danach um den Innenausbau. Zum Schutz der Raubvögel zeigen die Nestereingänge übrigens nach unten.

 

Nützliche Informationen zu Namibia

Mit über 300 Sonntagen im Jahr zählt das Land zu den Ganzjahreszielen. Ideale Reisezeiten sind September bis Januar, also die Jahreszeiten Frühling und Sommer, wenn in Deutschland Herbst und Winter ist. Ab Februar bis in den April hinein ist Regenzeit. Aber auch diese relativ schwüle Periode hat ihre besonderen Reize – es ist die Zeit, in der das Land erblüht.

Flüge
Air Namibia fliegt beispielsweise direkt von Frankfurt nach Windhoek. Seit Februar 2014 hat auch die Condor den Non-Stop-Flug in die südwestafrikanische Hauptstadt aufgenommen. Für Alternativen wenden Sie sich bitte an die Flug-Vergleichsportale.

Visum/Pass/Führerschein
Bürger aus Deutschland, Österreichisch und Schweiz benötigen kein Visum für die Einreise nach Namibia. Der visumsfreie Aufenthalt für Touristen dieser Länder ist jährlich 90 Tage gestattet. Für die Einreise ist ein Reisepass ausreichend, allerdings sollte er mindestens noch sechs weitere Monate gültig sein.
NEU: Seit 26.06.2012 benötigen Kinder ein eigenes Reisedokument für Namibia.

Sofern Sie mit einem Mietwagen selbst das Land erkunden möchten, bitte einen Internationalen Führerschein mitbringen.

Sicherheit
Das Auswärtige Amt meldet eine Zunahme von Diebstahlsdelikten. Deshalb sei es ratsam, nur in bewachten Unterkünften zu übernachten und die Fahrzeugtüren stets verschlossen zu halten. Trotz der Warnung gilt, Namibia zählt nach wie vor zu den sichersten Ländern der Welt. Weitere Details erfahren Sie beim Auswärtigen Amt unter http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/NamibiaSicherheit.html

Gesundheit
Pflichtimpfungen sind bei einer direkten Einreise aus Deutschland nicht vorgesehen, jedoch wird darauf hingewiesen, dass vor dem Urlaub die üblichen Standardimpfungen überprüft werden sollten. Der aktuelle Impfkalender ist über das Robert-Koch-Institut (www.rki.de) einzusehen.

Weitere medizinische Hinweise finden Sie auf der Seite des Auswärtigen Amtes
www.auswaertiges-amt.de

Zahlungsmittel
Offizielles Zahlungsmittel in Namibia ist der Namibische Dollar. Akzeptiert wird auch der südafrikanische Rand.

Allgemeine Hinweise
In Namibia gilt Linksverkehr. Wer diese Regelung nicht gewohnt ist, sollte sich bei der Autovermietung für ein Fahrzeug mit Automatik entscheiden. Rechts sitzen und dabei auch noch verkehrt rum schalten ist sehr gewöhnungsbedürftig.

Bei der Fahrzeuganmietung unbedingt die Hinweise vom Auswärtigen Amt beachten (www.auswaertiges-amt.de). Besonders Verträge sollten aufmerksam studiert werden. Wichtig ist auch, sich bei der Anmietung den funktionierenden Wagenheber und das Reserverad vorführen zu lassen. Kommt es unterwegs zu einer Panne, so reagiert der Autovermieter laut Auskunft von Urlaubern sehr schnell.

Besonders wichtig ist es, vor Antritt der Fahrt ausreichend zu tanken, bzw. rechtzeitig nachzutanken, da die Entfernung zwischen den einzelnen Lodges sehr weit sind.

Mindestens ebenso wichtig ist es, stets ausreichend Trinkwasser mitzuführen. Experten empfehlen mindestens sechs bis acht Liter pro Tag (zwei Personen).

 

Text/Fotos©Ina Regziegel

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