Am Neujahrstag auf dem Knittkuhler Berg in Düsseldorf

Die Pferde sind winterlich gekleidet; es ist heute aber mild.
Die Pferde sind winterlich gekleidet; es ist heute aber mild.
von Ernst Käbisch

Also der Knittkuhler Berg von Ratingen nach Düsseldorf-Knittkuhl eignet sich ideal als eine Trimm-Dich-Strecke mit dem Fahrrad. So kann ich etwas von den zahlreichen Weihnachtsleckereien abtrainieren. Außerdem ist die Knittkuhler Hochebene zumal bei sonnigem Wetter ein lohnendes Ausflugsziel. Und hier kann ich die neue Kamera testen und einweihen.

Gerade den Schinkenkrustenbraten und viele andere Leckereien aus der Weihnachtszeit merke ich sehr. Denn nach längerer Zeit mal wieder fahre ich mit dem Fahrrad meine Trimm-Dich-Strecke. Und zwar fahre ich den Knittkuhler Berg hoch. Zuletzt war ich mit dem Rad mehr am Entenfang in Mülheim oder im Druchter Wald in Duisburg. Und da ist es flach und da ist höchstens mal im Wald eine 4 Meter hohe Halde aus Bergbauzeiten zu bewältigen.

Dann ist aber der Knittkuhler Berg weitaus höher. Und diesmal muss ich auf halber Strecke den Berg hoch vom Rad absteigen und ein Stück das Rad schieben. Außerdem hatte ich ja auch schon gemerkt, dass ich den Gürtel kaum noch zu bekomme. Und ich muss ihn etwas weiter schnallen.

Neujahrsausflug zum Knittkuhler Berg

Dann aber habe ich diese Steigung bewältigt. Jedefalls bin ich nun wie viele andere Leute auch am Neujahrstag auf der heute sonnenüberfluteten Hochebene des ländlichen Düsseldorfer Stadtteils Knittkuhl. Und fast alle Leute haben Kinder dabei und streben mit denen natürlich auf den Kinderbauernhof Gut Grütersaap zu. So fahre ich da auch einmal hin zu dem Holzhäuschen am Ziegenstall und gucke, ob frische Hühner- oder gar Gänseeier bereitgestellt sind. Schon ist heute aber alles ausverkauft.

Und von der Hochebene ist bei dem klarem blauen Himmel eine sehr gute Sicht talabwärts nach Ratingen. Dazu sind deutlich die Himmelhochhäuser in Ratingen-West zu erkennen. Weiter ist auch die Industrieskyline von Krefeld und Duisburg am Rhein sehr klar erkennbar.

Schon deutlich sind die mächtigen Hochöfen der KruppMannesmannhütte und die Heizkessel des RWE-Kraftwerks zu sehen. Dann diese dicke weiße Wolke ist typisch für die Kokerei der Hütte, eine von inzwischen nur noch 3 Kokereien im ganzen Ruhrgebiet. Und links daneben die rauchenden Schlote werden von der Bayerwerkfiliale im linksrheinischen Krefeld-Uerdingen sein.

Und davor stehen friedlich mit Decken bekleidete Pferde auf matschigem Grund inmitten dieser Bilderbuchlandschaft und fressen aus einem Futterbehälter bereitgestelltes Stroh.

So oft bin diese Strecke nach Knittkuhl jetzt schon  hochgefahren.Schon ist es jedesmal anders hier. Und jedesmal ist es angenehm, für die körperlich anstrengende Auffahrt mit so einem tollen Panoramablick belohnt zu werden. Dann mache ich natürlich ein paar Fotos mit der neuen Kamera. So denke ich, die 6,2 Megapixel mehr als bei der alten Kamera machen sich bemerkbar. Schon ist es natürlich bei so einem Fotografierwetter wie heute einfach, ansprechende Fotos zu knipsen.

Ein weiterer ehemaliger Kalksteinbruch

Und die steile Abfahrt zurück nach Ratingen ist auch eine Belohnung für den immer etwas qualvollen Aufstieg. Dann fahre ich von der Neanderstraße mal rechts in den Voisweg hinein. Und hier ist versteckt und zum größten Teil durch Wohnhäuser zugebaut ein weiterer dieser in der Region zahlreichen ehemaligen Kalksteinbrüche. Dann von der Straße „Marmorbruch“ bietet sich immerhin mal über Wiesen ein Blick auf den mit Wasser vollgelaufenen Bruch. Und an einer Stelle ist nur ein Zaun drumherum, der an einigen Stellen Löcher hat. So bietet er die Gelegenheit, ganz von nahem einen Blick auf diesen offensichtlich zum Biotop gewordenen kleinen See inmitten der Stadt zu werfen.

Einfach auf eins der Bilder klicken, dann öffnet sich die Fotostrecke:

Text/Fotos: Ernst Käbisch

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