Nibelungenstadt Xanten

Die Stadt Xanten am Rhein ist eine von 53 Städten der Metropole RUHR. Und sie ist Nibelungen- oder Siegfriedstadt. Sie ist eine alte römische Ortsgründung und es gibt einen archäologischen Park.  Xanten hat einen großen und bedeutenden Dom.  Ausserdem wirkt Vieles in dieser Stadt am Niederrhein holländisch.

Der Schaffner im Regionalzug sagt, daß ich alles richtig gemacht habe, weil ich zu dem VRR-Ticket 2000 ein Zusatzticket für 3 Euro gekauft habe. Dann ist es ja gut. Vor etwas über einem Jahr wurde mir hier im Zug „Der Niederrheiner“ das Zusatzticket noch als nicht gültige Fahrkarte bemängelt. Und ich musste 8 Euro für eine Fahrkarte von Moers nach Xanten nachbezahlen. Da war Xanten noch im inzwischen aufgelösten Tarifgebiet VGN für den Niederrhein.

Xanten am Niederrhein

Im linksrheinischen Duisburg-Rheinhausen und in Moers bin ich noch richtig im ehemaligen Kohleabbaugebiet. In Moers sehe ich aus dem vorbeifahrenden Zug einen Förderturm und Reste einer ehemaligen Zeche. Dann ist da noch die Halde Rheinpreussen mit der roten Grubenlampe als Landmarke, dem „Geleucht“.  Aber dann wird es ländlich: Rheinberg, Millingen und Alpen heissen die nächsten Bahnhöfe. Hier erinnert Nichts mehr daran, daß ich ja nachwievor im Ruhrgebiet bin.

Die Altstadt von Xanten

Xanten ist wie ein Freiluftmuseum oder eine Spielzeugstadt mit seinen vielen historischen Bauten und seiner fast komplett erhaltenen mittelalterlichen Altstadt. Auf dem Marktplatz sind heute am Samstag Stände aufgebaut. Und schon hier merkt man durch einen Blumenstand und einem Wagen mit „Lekkere gebakken vis“ und „verse Maatjes“ die Nähe zum Nachbarland Holland.

Im Xantener Dom

Im beachtlich grossen Dom, der mit vielen Kunstschätzen wie Gemälden, Skulpturen, Kirchenfenster, Altären reichhaltig verziert ist, gibt es wieder ganz andere Eindrücke. Es stehen sogar noch Weihnachtsbäume hier und eine Krippe ist aufgebaut. Auch ein Kreuzgang schliesst sich an den Dom an.

Die Kriemhildmühle und die Nibelungensaga

Die nächste Attraktion von Xanten ist nur ein paar Straßen weiter: Das ist die vollständig erhaltene Kriemhildmühle, wo ich mich wieder ins Nachbarland Niederlande und in die Nibelungensaga versetzt fühle. An einer Mauer neben der Kriemhildmühle ist eine Bronzetafel, wo in Bild und Schrift das Nibelungenlied, wofür Xanten ja auch berühmt ist, behandelt wird:  „Do wuohs in Niderlanden eins edelen küneges kint, des vater der hiez Siegemunt, sin muoter Siegelint,….“

Der Archäologische Park

Von der Altstadt von Xanten habe ich nun fast das meiste gesehen. Xanten  ist ja auch nur eine ganz kleine Stadt von unter 30000 Einwohnern. Nun gehe ich noch ein Stück die Rheinstraße hinunter in der Hoffnung, hier an den gleichnamigen Fluß zu gelangen. Stattdessen sehe ich unweit von hier entfernt den Archäologischen Park.  Auch das ist natürlich eine große Attraktion der Stadt. Ich habe allerdings gelesen, daß man da Eintritt bezahlen muss und das nicht zu knapp.

Rückfahrt nach Duisburg:

Da es heute auch eisig kalt ist, beende ich hiermit meinen kleinen Rundgang in Xanten, ohne bis an den Rhein und die Xantener Häfen gelangt zu sein. Gemütlich gehe ich durch die wirklich tolle Stadt zurück zum kleinen Bahnhof und fahre mit dem einmal stündlich fahrenden Regionalzug RB 31 zurück zum Duisburg HBF.

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Im Xantener Dom – Foto anklicken
Fischstand auf dem Xantener Markt
Fischstand auf dem Xantener Markt – Foto anklicken

 

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Die Kriemhildmühle in Xanten – Foto anklicken

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