Niederfeldsee in Essen-Altendorf

der Niederfeldsee in Essen-Altendorf
Auf den ersten Blich unscheinbar - der Niederfeldsee in Essen-Altendorf

So mit einem Familienfest eröffnete die Stadt Essen am gestrigen Samstag (23.8.2014) den Niederfeldsee im Bezirk Altendorf. Zum Beispiel anwesend waren die Ministerpräsidentin von NRW Hannelore Kraft und Essens Oberbürgermeister Reinhard Paß.

Am Hauptbahnhof Essen kann ich sowohl in die U-Bahn 101, 103, 105 oder 106 umsteigen und entweder bis zur Station Helenenstraße oder bis Röntgenstraße mitfahren. Dann ist es von da noch nur ein kurzer Fußweg bis zum Niederfeldsee. Denn ich hatte in der WAZ gelesen, dass gestern die feierliche Eröffnung dieses neuen künstlichen Sees ist. Dann konnte ich aber nicht und ich lege allerdings auch gar keinen Wert darauf, der Politprominenz allen voran der Ministerpräsidentin von NRW über den Weg zu laufen.

Neben dem Phönixsee, den Ruhrstauseen und zahlreichen weiteren künstlichen Seen im Revier gibt es nun also auch den Niederfeldsee in Essen-Altendorf.

Schon wundert es mich ja etwas, dass nun schon wieder im Ruhrgebiet so ein künstlicher See geschaffen wurde neben all den Ruhrstauseen, der Sechs-Seen-Platte und den Regattaseen in Duisburg, dem Phönixsee in Dortmund und hier in Essen nahe beim Bezirk Altendorf gibt es doch auch schon den See im Krupp-Park.

Denn mit dem Phönixsee in Dortmund kann man den Niederfeldsee absolut nicht vergleichen. Dafür ist der auch viel zu klein. Obwohl es ist ja sogar eine  Brücke mit so markanten roten Pfeilern darüber gebaut. Also eigentlich ist das sogar ein völlig unscheinbarer See, ein Teich eher und eine große Informationsschrifttafel der Europäischen Union am Seeufer, wo „Neues Wohnen am Niederfeldsee“ beworben wird, scheint mir zuerst vollkommen übertrieben zu sein. Dann aber an einer Stelle stehen wirklich so ein paar nicht einmal unschöne Neubauten am See und ein bisschen bin ich dann doch an den viel spektakuläreren Dortmunder Phönixsee erinnert. Aber wirklich nur ein bisschen.

An Essen-Altendorf schliesst sich direkt der Krupp-Park am Ort der einstigen Gussstahlfabrik an.

So klein und unscheinbar der See ist, reizvoll ist diese neue Wasserfläche inmitten dieses proletarisch wirkenden Wohnbezirks Altendorf allerdings schon. Denn Altendorf ist ja eigentlich Kruppsches Gebiet. Jedenfalls stammt die Familie Krupp aus diesem Bezirk und ihre Gussstahlfabrik, die Kruppstadt bauten sie direkt an den Bezirk Altendorf anschliessend in die Essener Weststadt.

Der Krupp-Park in Essen-West

Und dieser neugeschaffene Niederfeldsee ist auch direkt durch Fuss- und Radwege mit dem benachbarten auch noch relativ neuen Krupp-Park verbunden. So eine Brücke mit geschwungenen roten Bögen führt vorbei an der ehemaligen Zeche Helene Amalie über die Helenenstraße in diesen von den Menschen schon sehr gut angenommenen wirklich attraktiv gestalteten Park. Und auch hier im Park gibt es ja einen See, der sogar etwas größer als der Niederfeldsee zu sein scheint. Gerade jetzt am Sonntagnachmittag gibt es gut genutzte Möglichkeiten auf Fussball- oder z.B. Beachvolleyballplätzen, hier Sport zu treiben. Weiter ist die Landschaft aufgelockert durch aufgeschüttete und sehr geschmackvoll begrünte Halden. Und jetzt im Spätsommer blühen zahlreiche Blumen auf saftigen Wiesen üppig in allen Farben.

So in diesem Zusammenhang gefällt mir der neugeschaffene Niederfeldsee dann doch eigentlich ganz gut. Der Bezirk Altendorf, den ich eigentlich eh schon recht kernig und lebendig finde, wird durch so eine weitere Park- und Wasserfläche in Verbindung mit dem Kruppgürtel auf jeden Fall weiter aufgewertet.

Ein Link zu einem Bericht über das Niederfeldseefest in der WAZ mit vielen Fotos

derwesten.de/staedte/essen/party-am-see

 

Einfach auf eins der Bilder klicken, dann öffnet sich die Fotostrecke:

Text/Fotos: Ernst Käbisch

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