Prosper III Schachtanlage 6/7 in Bottrop

Markenstuben von Prosper III in der Rheinstahlstraße
Markenstuben von Prosper III in der Rheinstahlstraße

Das noch bis 2018 aktive Bergwerk Prosper-Haniel ist ein großes Verbundbergwerk. Denn es gibt mehrere Schachtanlagen. Und die meisten dieser Schachtanlagen sind wie fast alle anderen Zechen im Ruhrgebiet auch längst stillgelegt. Und es sind aber auch hier noch einige Zechenrelikte vorhanden. So kann man sich den einstigen Zechenbetrieb noch ein bisschen vorstellen. Bei Prosper III sind zwei prächtige Markenstuben erhalten geblieben.

Bei trübem Winterwetter fahre ich heute noch einmal nach Bottrop. Und das ist jetzt zum dritten Mal in den letzten drei Wochen. Inzwischen habe ich die meisten ehemaligen und noch aktiven Schachtanlagen der Zeche Prosper-Haniel in Bottrop und im Nachbarort Hünxe gesehen. So war ich bei Prosper I mit dem Prosperwäldchen. Dann kenne ich auch Prosper II mit dem Malakowturm und dem Förderturm. Denn dort ist auch die Kokerei Prosper und der Förderberg. Und Prosper IV im Grafenwald habe ich nur aus dem Bus und von der Halde Haniel aus gesehen. Dann bei Prosper V in Kirchhellen und der Schachtanlage Franz-Haniel 1/2 war ich ganz nahe an den aktiven Schachtanlagen. So konnte ich die Seilscheiben der Fördertürme rotieren sehen. Und sogar das ländliche Hünxe besuchte ich einmal.  Weil dort ist noch ein aktiver, aber nicht sehr markant aussehender Wetterschacht der Zeche Prosper-Haniel.

Also Prosper III habe ich vor ein paar Monaten bereits besucht. Denn da war ich nämlich in dem eher nichtssagenden Prosperpark. Und der wurde an der Stelle der einstigen Schachtanlage geschaffen. Das ist eigentlich nur eine weitläufige Wiese. So können die Leute da ihre Hunde auslaufen lassen. Und mittendrin steht eine große Protegohaube.

Seilscheibe der Schachtanlage Prosper I.

Dann aber hatte ich da noch nicht die auch hier vorhandenen Reste der Zeche entdeckt. Und heute besuche die ich  von dem Bottroper Stadtzentrum kommend gezielt. Zuerst auf einer Wiese an der Friedrich-Ebert-Straße steht eine große Seilscheibe. Und die steht da zur Erinnerung an die Schachtanlage Prosper I. Also Prosper I ist bzw. war im Bottroper Süden an der Stadtgrenze zu Essen. Schon letztes Wochenende war ich dort. Und da hatte ich als einziges Zechenrelikt einen sehr gut erhaltenen Lokschuppen gefunden. Und mich verblüffte dort das Prosperwäldchen zwischen Emscher und Rhein-Herne-Kanal. Denn das erstreckt sich über vielleicht die Hälfte der einstigen Schachtanlage.

Prosper III in der Rheinstahlstraße, der Prosperpark

Und Prosper III ist jetzt von hier aus nicht mehr so weit weg. Eigentlich ist das sogar noch in der Bottroper City. Ich gehe jetzt rechts in die Pestalozzistraße hinein in eine typische Zechensiedlung mit wunderbaren alten Backsteinbauten. Die nächste Querstraße heißt Rheinstahlstraße. Und hier ist unverkennbar schon an einer endlos langen roten Backsteinmauer und den prächtigen Zechenwohnhäusern der ehemaligen Steiger auf der anderen Strassenseite Zechengelände.

Allerdings ist abgesehen von der Backsteinmauer und natürlich der Zechensiedlung aber praktisch nur der Werkseingang mit den beiden Markenstuben erhalten geblieben. Ich gucke mal im Internetlexikon nach, was Markenstube eigentlich genau heißt. Da wurde die Anwesenheit des Bergmanns geprüft. Ja nach einem Werkseingang sieht das hier ja auch aus. Hinter Zechenmauer und Markenstuben ist aber alles neu. Reihenwohnbauten ganz moderner Bauart sind hier entstanden. Und dahinter erstreckt sich der Prosperpark, den ich ja schon kenne. Ich gehe mal so ein Stück in den Park hinein, bis ich die markante große Protegohaube mitten auf einer Wiese wieder sehe. Bis hierhin bin ich schon einmal von der anderen Seite her gegangen.

Einfach auf eins der Bilder klicken, dann öffnet sich die Fotostrecke:

Text/Fotos: Ernst Käbisch

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