Schacht Drucht ist in Duisburg-Rahm?

Im Wald zwischen Ratingen und Duisburg
Im Wald zwischen Ratingen und Duisburg

Also aus dem Alter, dass ich Angst habe im Wald, bin ich lange raus. Schon ist es gefährlich im Wald um die Rehaeinrichtung „Maria in der Drucht“ in Duisburg durch die zahlreichen Schächte einer Bleierzzeche. Und die ist bei den meisten Menschen längst in Vergessenheit geraten. So sind 2 Schächte durch einen Zaun gesichert in der Nähe der Rehaeinrichtung „Maria in der Drucht“ in dichtem Wald. Und das ist schon auf Mülheimer Stadtgebiet unweit der A3. Und wo ist Schacht Drucht? Dann ist es tatsächlich dieses ungesicherte Loch im Waldboden unweit dem „Winkelshäuschen“ in Duisburg-Rahm?

Zuerst fahre ich einen anderen Weg von Lintorf nach Duisburg, links neben der Gleise der Güterzugstrecke entlang. Und auch hier ist dichter, fast sich selbst überlassener Wald. Das ist fast schon ein Urwald, der sich bis hin zur Sechs-Seen-Platte erstreckt.

„Maria in der Drucht“

Dann am Lintorfer Waldweg fahre ich aber auf die andere Seite der Güterzugstrecke in das Waldgebiet um „Maria in der Drucht“ hinein. Gerade da am Winkelshäuschen geht es nun von der Bissingheimer Straße aus in den Wald. Und dieses einsam im Wald stehende Fachwerkhaus mit dem Brunnen im Garten ist zum Verkauf ausgeschrieben. Also wer will hier schon wohnen? Dann muss man für Ämterbesuche nach Duisburg. Und aber für Einkäufe muss man nach Ratingen-Lintorf. Weil das ist viel näher.

Und der Waldweg ist zwar ausgetreten und es gibt Spuren von Pferden, sogar von Autos. Dann aber wie immer, wenn ich hier bin, treffe ich keine Menschenseele. Aus dem Alter, mich im Wald zu gruseln, bin ich längst hinaus, aber immerhin gibt es hier die Schächte der Bleierzzeche. Ein Kommentator in einem Onlineforum zum Thema nannte 10 Schächte hier in unmittelbarer Umgebung. Drei Schächte davon habe ich mit ziemlicher Sicherheit hier im Wald schon gefunden.

Schacht Drucht

Und bei Schacht Drucht vermute ich sehr stark, dass das dieses tiefe Loch unweit der Halde ist, wo Zaun drin liegt. Aber erst finde ich zwischen dem Gebiet und dem Winkelshäuschen noch eine interessante Erhebung mit einem Loch daneben im Waldboden. Auch das könnte durchaus Halde und Schacht sein? Wie immer gucke ich lieber nicht so genau nach, jedenfalls nicht in der doch ziemlich tiefen Grube. Das könnte durchaus gefährlich sein.

Dann gehe ich ein weiteres Mal an der Stelle gucken, wo ich Halde und Schacht Drucht vermute. Ein Schieferstein von der Halde, den ich mitnehme, macht wie Steine von der Halde Heinrich auf Papier einen grauen Strich (Bleistrich?). Und das tiefe Loch neben der Halde, wo eindeutig Zaun am Boden liegt, sieht genauso aus wie der Bergschaden der Zeche Jacke im Oefter Wald in Essen. Gerade am Wochenende war ich da noch einmal und habe gesehen, dass die RAG Steinkohle diesen Bergschaden kürzlich mit einem hohen Zaun gesichert hat.

Wer ist für die Bergschäden zuständig?

Meiner Meinung nach gehört auch hier um dieses Loch ein solcher hoher Zaun zum Schutz für Menschen wie mich, die hier herumirren. Aber wer ist für derartige Bergschäden jetzt noch zuständig? Die RAG ist für Steinkohlezechen zuständig und das Bergamt Gelsenkirchen, was die Schächte Heinrich und Loman der Erzzeche unweit der A3 mit einem Zaun gesichert hatte, gibt es nicht mehr.

Am Wegrand bei der Halde liegt ein großer Haufen dieses Zauns, der auch am Boden des Schachts? liegt. Das z.B. könnte ja ein Beweis meiner Theorie sein, andere Beweise finde ich nicht, auch keine Reste von Mauern oder gar Metallteile wie bei den anderen Schächten. Kurz hinter der Halde bin ich wieder auf dem Weg „In der Drucht“, der rechts nach Ratingen führt. Auf der anderen Wegseite steht dieses Infoschild der Stadt Mülheim an der Ruhr. Der Weg „In der Drucht“ bildet also offenbar genau die Stadtgrenze.

Einfach auf eins der Bilder klicken, dann öffnet sich die Fotostrecke:

Text/Fotos: Ernst Käbisch

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