Schäden von Pfingststurm „Ela“ im Poensgenpark Ratingen

Die alte Zeder hat den Sturm überlebt, musste aber Äste lassen.
Die alte Zeder hat den Sturm überlebt, musste aber Äste lassen.

Der an die ehemalige Textilfabrik Cromford anschliessende Poensgenpark ist eigentlich der einzige Ort in Ratingen, der etwas von einer Großstadt hat.

Hier in dem weitläufigen Park, der selbst einer Metropole gut zum Image passen würde, wachsen uralte und selten vorkommende Bäume. Zum Teil sind es ganz exotische Sorten aus aller Welt und gepflegte grüne Wiesen laden zum Picknicken ein.

Wochenlang war jetzt der Poensgenpark gesperrt wie so viele öffentliche Parks, Wälder, Friedhöfe, Gärten in Nordrheinwestfalen wegen der verheerenden Sturmschäden von Pfingststurm Ela. Jetzt ist nach monatelangen Aufräumarbeiten endlich ein Teil wieder für die Öffentlichkeit freigegeben.

Der Blumengarten vor dem Herrenhaus Cromford ist derzeit der einzige Eingang zum Poensgenpark.

Auf den ersten Blick sieht das doch halb so wild aus. In dem attraktiven und sogar aromatisch duftenden Blumengarten vor dem Herrenhaus Cromford, durch den man den Poensgenpark derzeit als einzigem Zugang erreicht, ist Alles wie sonst. Die Blumen blühen bunt wie immer und die etwas kitschigen Putten sind auch völlig unversehrt da.

Nur noch ein Metallschild mit Aufschrift „Trompetenbaum“ erinnert an einen Trompetenbaum.

Aber Schritt auf Tritt in den Park hinein offenbart sich dann doch das ganze Ausmaß der Zerstörungen dieses Sturms, der doch nur eine Stunde vielleicht gedauert hatte. Hier fehlt einem Baum ein Ast, da ist eine Krone weggebrochen und dann gibt es Stellen, wo auf dem löcherig wirkenden sonst so penibel gepflegten Rasen nur noch z.B. ein Metallschild mit Aufschrift „Trompetenbaum“ steht. Da steht aber kein Trompetenbaum mehr. Oder von dem „Judasbaum“ ist nur noch ein Stumpf übrig geblieben, wo aber an mehreren Stellen frische Triebe herauswachsen.

Der nördliche Teil des Parks hinter der Anger ist nachwievor gesperrt.

Der wie ein Wald wirkende nördliche an die Kalkbahn Wülfrath-Duisburg grenzende Teil des Parks ist hinter der hier durchfliessenden Anger nachwievor gesperrt. Ich gucke, ob es meinen Lieblingsbäumen hier, dem kanadischen Hickorynussbaum und dem im Herbst immer gut Früchte abwerfenden Maronenbaum gut geht. Die haben zum Glück nicht viel abbekommen und sind weitgehend unversehrt. Ansonsten ist der Anblick des waldähnlichen arg ramponierten Parks hier schon traurig.

Im freigegebenen Teil des Parks sind ja die Äste, Baumstämme, die vom Sturm abgebrochen wurden oder die vom Gartenbauamt nachträglich von den Pflanzen entfernt werden mussten, weggeräumt. Und eigentlich sieht der Park hier wieder weitgehend aufgeräumt und attraktiv wie sonst aus. Es gibt natürlich auffällige Lücken z.B. ist die Kastanienallee kaum wiederzuerkennen. Einige Bäume sind vollständig kaputtgegangen und von den anderen hat eigentlich jeder Baum einen sichtbaren heftigen Schaden abbekommen. Einen großen Schaden hat auch die sonst saftig grüne große Liegewiese, wo sicher die Holzreste zwischengelagert werden mussten. Aber eine Wiese wächst schnell nach. So einen Schaden kann man vergleichsweise leicht „reparieren“.

Eine mehrere hundert Jahre alte Atlaszeder (Cedrus atlantica) hat den Sturm überlebt.

Eindrucksvoll hat am Ostrand des Parks eine sicher mehrere hundert Jahre alte Atlaszeder (Cedrus atlantica), die sonst in Nordafrika wächst, den Sturm überlebt. Von einigen Seiten sichtbar gelichtet und mit zahlreichen frischen Motorsägennarben, wodurch kapitale Äste entfernt werden mussten, sind aber die stabilsten Äste und der noch stabilere Stamm des mächtigen Baumes offenbar erhalten geblieben, so daß der Baum weiterleben kann und nicht gefällt werden muss.

Einfach auf eins der Bilder klicken, dann öffnet sich die Fotostrecke:

Text/Fotos: Ernst Käbisch

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