Scheveningen, größtes Seebad der Niederlande

Skulptur am Boulevard von Scheveningen
Skulptur am Boulevard von Scheveningen
von Ernst Käbisch

Scheveningen ist ein Stadtteil von Den Haag, der früheren Hauptstadt der Niederlande und dem Sitz der niederländischen Regierung und des Königshauses. Wahrzeichen des größten Seebads der Niederlande sind ein barockes Kurhaus am Strandboulevard und ein 380 Meter langer Pier vom Boulevard in die Nordsee hinein.

Nein, wir sind nicht immer noch in Holland und eigentlich sind wir jetzt sogar schon ein zweites Mal wieder zurück aus Holland zu Hause. Zuletzt in Zandvoort an Zee hatte es uns einfach so gut gefallen, daß wir heute noch eine zweite Tagestour diesmal nach Scheveningen machen.

Eigentlich ist so eine Tagestour in ein anderes Land mit einer anderen Kultur ja viel zu kurz, weil man da nur ein paar wenige Eindrücke von so einem Ort bekommen kann. Aber immerhin haben wir inzwischen eine Menge Tagestourerfahrung mit Seebädern in den Niederlanden. Und einmal waren wir so auch schon in Belgien, in Oostende.

Scheveningen hat Weltstadtatmosphäre und wirkt wie eine Metropole

Es ist heute hier in Scheveningen ganz anders als in Zandvoort letzte Woche. Dort waren wir überrascht, wie klein dieser Ort ist. Und auch vom Wetter her ist es heute hier ganz anders. Während wir in Zandvoort fast Sturm und richtig Nordseewetter hatten sogar mit Regen am Anfang, ist es heute sommerlich warm. Und die Sonne scheint von einem wolkenlos blauen Himmel.

Also der große Reiz an Scheveningen ist die Weltstadtatmosphäre dieses Seebads, was ja ein Stadtteil der früheren niederländischen Hauptstadt Den Haag ist. Inzwischen ist Amsterdam die Hauptstadt. Aber Den Haag ist nachwievor Regierungssitz und auch das Königshaus ist hier. Außerdem ist hier der internationale Gerichtshof und das Kriegsverbrechergefängnis ansäßig.

Weiter ist ein großes barockes Kurhaus an der Strandpromenade von Scheveningen. Und ein fast 400 Meter langer Pier in die Nordsee hinein zeugen auch von der Bedeutung dieses weltstädtischen Seebads. Auch einen Hafen gibt es, allerdings ist der nicht besonders groß.

Schon vor ein paar Jahren waren wir einmal in Scheveningen. Daher begnügen wir uns diesmal damit bis zum Leuchtturm in Südscheveningen zu gehen und dann suchen wir uns erstmal einen Platz am Strand, der natürlich bei diesmal sommerlichen Temperaturen sehr belebt ist. Das Wasser ist herrlich warm und die Wellen sind nicht sehr hoch. So können wir ein bisschen schwimmen. Weil wir im „Algemeen Dagblad“ eine Schlagzeile lesen, daß hier gerade vor ein paar Tagen ein deutscher Tourist durch Unterströmungen im Meer ertrunken ist, schwimmen wir nicht weit hinaus.

Im Zentrum von Scheveningen, das Kurhaus, der Pier

Dann müssen wir auch etwas essen. Und dazu gehen wir in das natürlich großstädtisch wirkende Zentrum von Scheveningen hinein. Und auch den inzwischen fertiggestellten Strandboulevard mit interessanten Skulpturen eines hiesigen Kunstmuseums und das sehenswerte ehrlich gesagt schon fast zu kitschig wirkende Kurhaus gucken wir uns an. Unzählige Beachclubs am Strand von Scheveningen wetteifern darum, welcher Club der hippeste ist.

Nur das Wahrzeichen von Scheveningen, der 380 Meter lange Pier, der ähnlich eindrucksvoll wie die Piers in südenglischen Seebädern wie Brighton und Hastings ist, wird derzeit noch renoviert und ist für die Öffentlichkeit geschlossen.

Aber besser ist es sowieso, daß wir unsere knapp bemessene Zeit noch dazu nutzen, noch einmal baden zu gehen. Dann nach eigentlich viel zu kurzem Aufenthalt fahren wir dann wieder mit dem Bus zurück. Schon von früheren Ausflügen kennen wir unseren Busfahrer. So wissen wir, dass er eine gemütliche Plaudertasche ist, der sich sehr für die Niederlande interessiert und nicht nur 0815 seinen Dienst erledigt. Weil alles was er über Land und Leute zu erzählen hat, wirklich interessant ist, vergeht auch die Rückfahrt im Nu. Und das obwohl wir auf den starkbefahrenen holländischen Autobahnen auch mal gelegentlich ins Stocken kommen. Endlich in Zevenaar kurz vor der deutschen Grenze müssen wir in einer eher langweiligen Raststätte noch eine kurze für den Busfahrer vorgeschriebene Pause machen.

Einfach auf eins der Bilder klicken, dann öffnet sich die Fotostrecke:

Text/Fotos: Ernst Käbisch

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