Steinsalzbergwerk und Saline Borth in Rheinberg

Blauer Förderturm
Dieser blaue Förderturm gefällt mir.

Weiter gibt es noch ein drittes aktives Bergwerk im Ruhrgebiet ausser den 2 noch aktiven Steinkohlezechen Prosper-Haniel in Bottrop und Auguste Victoria in Marl und das ist das Steinsalzbergwerk Borth im Städtedreieck Wesel, Rheinberg und Alpen am Niederrhein. So nach den Bildern im Internet z.B. bei der Route der Industriekultur habe ich einen roten Förderturm erwartet, aber der blaue offenbar neue Turm gefällt mir fast noch besser. Und die Werksanlagen wirken nicht anders als bei einem Steinkohlebergwerk z.B. bei der Zeche Zollverein.

Gerade am Duisburg HBF muss ich laufen, um den stündlich fahrenden Regionalzug nach Xanten noch zu bekommen. Während der Fahrt fängt es leicht an zu regnen und am Bahnhof der kleinen Stadt Alpen eine Station vor der Endstation Xanten steige ich aus dem Zug. Dann ist der Bahnhof zwar etwas ausserhalb der Stadtmitte. So will ich ja eh in die entgegengesetzte Richtung nach Rheinberg-Borth. Dafür muss ich nun die Weseler Straße ein Stück entlang gehen.

Von Alpen nach Rheinberg

Schon ist das Stück Weseler Straße wie erwartet etwa 5 Kilometer lang. Und der Nieselregen hört nicht auf, aber es gibt ja kein schlechtes Wetter. Denn es gibt nur unpassende Kleidung. Und so ziehe ich die im Rucksack mitgebrachte Regenjacke an, weil eigentlich ist das hier eine angenehme Landschaft. Und das ist typisch holländisch bzw. auch typisch niederrheinisch ganz flach mit von kleinen Bächen durchzogenen Viehweiden bis zum Horizont und Bauernhöfen dazwischen.

Das Steinsalzbergwerk in Rheinberg-Borth

So zieht sich der Weg zwar. Schon sind 5 Kilometer für mich eigentlich kein Thema und nur der Regen sollte nicht stärker werden. Dann sehe ich schon links zuerst diesen hohen weissen Turm. Weiter erkenne ich das ganze Bergwerk. Und das sieht von weitem ganz so aus wie eine der zahlreichen Steinkohlezechen im Ruhrgebiet, die ich schon besichtigt habe. Dann ändert sich dieser Eindruck auch nicht beim näher Herangehen und links führt die Karlstraße von der Weseler Straße zum Bergwerk. Weiter ist wie bei einer Steinkohlenzeche vor dem Werk eine Zechensiedlung mit hübschen Wohnhäusern.

Der offenbar neue blaue Förderturm

Dann sehr überrascht bin ich von diesem blauen Förderturm, der zwar auch aussieht wie von einer Kohlenzeche. Schon habe ich nach den Bildern im Internet einen ganz anderen Förderturm erwartet. Denn der, den ich auf Bildern gesehen habe, ist rot und auch sehr ansprechend. Obwohl dieser blaue Turm gefällt mir fast noch besser und jetzt gehe ich näher heran. Gerade drehen sich die Seilscheiben, also wird soeben ein Förderkorb in die Grube gelassen oder hochgeholt. Schon faszinierend ist das, weil bis 700 Meter sollen auch hier die Schächte tief sein. Und die Abbaufelder sollen sich sogar bis ins niederländische Winterswijk ziehen.

Weiter sind Bahngleise um die Werkshallen angelegt und hinter der Zeche ist der „Bahnhof“. Und dort stehen mit Salz beladene Waggons. Dann gibt es Werksgebäude, die sehen ähnlich aus wie die Kohlenwäsche bei der Zeche Zollverein. Nur wird hier halt Salz gefördert und keine Steinkohle. Denn als erstes wurde hier Steinkohle gefördert. Dann aber fand man mehr Salz und aus dem Steinkohlebergwerk wurde ein Steinsalzbergwerk.

Rückweg über Alpen

Und rechts neben dem Werk sehe ich fast zum Greifen nah die Rheinbrücke in Wesel. Schon bei besserer Witterung könnte mich das noch reizen, dorthin zu gehen und von da nach Hause zu fahren. So gehe ich von dem Ortsteil Borth der Stadt Rheinberg wieder zurück zum Bahnhof in Alpen. Immerhin hat jetzt zum Ende der heutigen Tour der leichte Nieselregen aufgehört. Und gelegentlich öffnet sich die dichte Wolkendecke und sogar die Sonne scheint gelegentlich.

Einfach auf eins der Vorschaubilder klicken, dann öffnet sich die Fotostrecke:

Text/Fotos: Ernst Käbisch

2 KOMMENTARE

    • Und das trotz leichten Nieselregens. Ich bin sehr beeindruckt von diesem Bergwerk; jetzt weiss ich, warum auch diese ländliche Gegend am Niederrhein zum Ruhrgebiet gehört.

      schöne Grüsse nach Berlin

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