Tiger & Turtle im Angerpark Duisburg

Auf der Kaimauer vom
Auf der Kaimauer vom "Logport Duisport" sitzen oft Angler am Rhein.

Das Kunstwerk Tiger & Turtle auf dem Magic Mountain (der Heinrich-Hildebrand-Höhe) ist noch eine Aktion der Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2010 (RUHR.2010). Dann aber erst Ende 2011 wurde diese spektakuläre begehbare (bis auf den Looping) Landmarke im Angerpark feierlich eingeweiht. Und im Volksmund wird sie „Achterbahn“ genannt. Dann vom Angerpark führt der 650 Meter lange Angerbachweg entlang der Anger bis an den Rhein.

Also der Angerpark in Duisburg ist auch eines der Ziele, die ich mit dem Fahrrad gut erreichen kann. Dafür muss ich nur südlich der 6-Seen-Platte in Duisburg durch den Wald in den Bezirk Großenbaum fahren. Dann geht es links nach Huckingen und da ist schon das Tiger & Turtle ausgeschildert.

Angerbachweg vom Angerpark zum Rheinportal Angerort

Die Anger kannte ich immer nur als einen eher nichtssagenden Bach, der durch Ratingen fliesst und irgendwo in Wülfrath im Kreis Mettmann entspringt. Denn wo dieser kleine Fluss hinfliesst, habe ich bis vor kurzem nicht gewusst. Und dann war es spannend festzustellen, dass die Anger hier in Duisburg in den Rhein fliesst. Gerade da macht der Bach das, wo in einem Riesengewerbegebiet die KruppMannesmann-Hütte, das RWE-Kraftwerk und der Duisport Logport sind. Schon hier ist also ein kleiner Teil des Duisburger Hafens.

Und ganz spannend war es dann zu entdecken, daß die Stadt Duisburg einen 650 Meter langen Weg die letzten Meter an der Anger entlang als öffentlichen Weg bis zum Rhein angelegt hat. Dann führt der Weg mitten durchs Gewerbegebiet, aber entlang der an den Ufern begrünten Anger, die hier für einen Industriefluss erstaunlich sauber wirkt. Und sogar einen Fischreiher habe ich hier heute gesehen. So sieht die Anger hier kaum anders aus als in Düsseldorf-Angermund oder in Ratingen, wenn da nicht links des Wegs über den grünen Uferstreifen riesige Heizkessel des Kraftwerks und rechts Container vom Duisburger Hafen wären.

Die Angermündung überragt eine uralte, düster wirkende Burg, das Haus Angerort.

Dann an der Angermündung in den Rhein steht links auf dem Gelände des RWE-Kraftwerks eine uralte, düster wirkende Burg. Und das ist das Haus Angerort, was eine wechselhafte Geschichte hat und jetzt zwar sicher denkmalgeschützt ist. Trotzdem verfällt es und ist für die Öffentlichkeit unzugänglich

Weiter rechts von der Angermündung sitzen auf der Kaimauer vor dem Duisport Logport wieder Angler und warten geduldig, daß Fische anbeißen.

Tiger & Turtle auf dem Magic Mountain

Und auf dem Rückweg vom Rhein fahre ich auf die Heinrich-Hildebrand-Höhe, eine ehemalige Abraumhalde, den Magic Mountain und staune darüber, wie beachtlich der Wald am Fuß der Halde in der Zwischenzeit gewachsen ist. Gerade heute ist hier am Sonntag richtig der Bär los und viele Leute gehen den in Serpentinen zum Haldengipfel führenden Asphaltweg hinauf. Und ringsum sind Industrieanlagen zu sehen, allen voran die KruppMannesmannhütte (HKM) mit ihren mächtigen Hochöfen. Denn diese Hütte ist ähnlich gigantischgroß wie die ThyssenKrupp-Hütte im Norden der Stadt.

Und auf dem Haldengipfel ist heute sogar ein fahrbarer Imbiss in Form eines roten dreirädrigen Kleinlasters geparkt. Gerade ist der umringt von Leuten. Und vermutlich macht er jetzt ein gutes Geschäft. Dann von dem begehbaren Kunstwerk aus dem Kulturhauptstadtjahr 2010, hat man einen noch besseren Blick auf die umliegenden Industriegiganten bis hin zum Rhein. Weiter kann man sogar bis zum Bayerwerk in Krefeld-Uerdingen gucken. Dann aber ist mir das heute viel zu voll. Außerdem war ich schon ein paarmal hier. Zum Beispiel war ich auch bei der eindrucksvollen feierlichen Einweihung. Und da wurde schon in der Nacht  das Kunstwerk mit Led-Leuchten eindrucksvoll beleuchtet.

Einfach auf eins der Bilder klicken, dann öffnet sich die Fotostrecke:

Text/Fotos: Ernst Käbisch

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