Tour de France am Knittkuhler Berg in Düsseldorf

Tour de France 2017
Tour de France 2017

von Ernst Käbisch

Daß der Knittkuhler Berg in Düsseldorf bald zu einer Bergwertung der Tour de France wird, wundert mich ja überhaupt nicht. Das geht hier steil bergauf. Und ohne vom Rad abzusteigen, schaffe ich die Strecke nur mit viel Training vorher. Und ich fahre hier oft hoch, am liebsten im Frühling und im Sommer, aber heute mal sogar im Winter.

So recht weiss ich nicht, was ich davon halten soll. Tim hält sich den Bauch und rennt ständig aufs Klo und sagt, daß er sich übergeben muss. Ein guter Schauspieler ist er ja und da auch viele andere Kinder derzeit häufig in der Schule fehlen und manche sogar von einer Grippeepidemie in NRW sprechen, will er auch (mal wieder) einen freien Tag haben. Aber vielleicht ist ihm ja auch wirklich so übel. Und ihn dazu zwingen, zur Schule zu gehen, kann ich schliesslich nicht.

Dadurch ist mir nur jetzt die letzte Chance diese Woche auf einen Ausflug genommen. Das ist das zweite Mal, daß Tim diese Woche krank ist. Einmal musste ich auf Arbeit eine Krankenvertretung machen. Und einmal war ich selber nicht so gut beieinander. Aber ganz lasse ich mir das heute auch nicht nehmen. Dann mache ich eben ein kürzeres Alternativprogramm. Immerhin regnet es heute mal nicht. Und auch wenn es wohl nicht so ein sonniger Tag wird wie gestern, setze ich mich schon vor halb 8 Uhr aufs Rad.

2017 wird eine Etappe der Tour de France am Knittkuhler Berg sein

Es ist noch nicht ganz hell, wo ich mich meine Trimm-Dich-Strecke am Knittkuhler Berg hochquäle. Ganz schaffe ich es diesmal ja nicht, So muss ich auf halber Strecke absteigen, aber das war zu erwarten jetzt im Winter mit all dem Winterspeck und ohne viel Fahrradtraining. Es ist hier aber immer sehr anregend, den Panoramablick ins Tal zu geniessen. Deutlich sehe ich den Flughafen und über die Stadt Ratingen hinweg bis ins Ruhrgebiet zur markanten Duisburger Industrieskyline am Rhein.

Und oben auf der Hochebene vom Knittkuhler Berg angelangt, werde ich durch die originelle Werbung des Ausflugslokals Gut Knittkuhle mit einem beschrifteten roten R4 an den Zeitungsartikel erinnert, den ich kürzlich gelesen habe. Da stand drin zu lesen, daß demnächst eine der ersten Etappen der Tour de France hier den Knittkuhler Berg hinauf führen wird. Und das wird sogar eine erste Bergwertung der Tour de France sein. Das wundert mich ja überhaupt nicht. Weil ich weiß schon lange, daß der Knittkuhler Berg es in sich hat. Man muss gut trainiert sein, um es mit dem Rad von Ratingen hinauf zu schaffen.

Ein Geschäftsmann macht Werbung mit der Tour de France

Das ist eine gute Idee dieses Geschäftsmanns, damit eine Werbung für sein renommiertes Ausflugslokal zu machen. Mir fällt dazu ein, daß ich vor Jahrzehnten in Berlin bereits einmal eine Etappe der Tour de France gesehen habe. Da hatte ich bei einem Unternehmen in Wittenau gearbeitet und direkt vor der Firma führte diese Startetappe der Tour de France vorbei. Viele meiner einstigen Kollegen standen mit Kameras bewaffnet am Straßenrand und es dauerte allerdings nur Sekunden und da war der Pulk mit den Fahrrädern und den Begleitfahrzeugen vorbeigerast.

Ansonsten ist jetzt im Winter hier auf dem Knittkuhler Berg nicht viel zu sehen. Ein paar mit Mänteln bekleidete Pferde stehen auf den Weiden von Gut Grütersaap und am Ziegenstall dieses Bauernhofs sind schon die ersten Ziegen wach. Aber in dem Häuschen nebenan, wo man Getränke und Ziegenfutter kaufen kann, sind heute noch keine frischen Hühner- oder sogar Gänseeier bereitgestellt.

Da ich einen meiner Handschuhe vermisse und ich ihn da vermute, wo ich ihn wegen dem Foto einer zugefrorenen Pfütze ausgezogen habe, fahre ich dorthin wieder zurück. Tatsache liegt dort am Wegrand der Handschuh. Und da ich schon hier bin, fahre ich diesmal den Knittkuhler Berg auch wieder hinunter und verzichte auf den eigentlich schöneren Weg durch den Düsseldorfer Stadtwald, den Aaper Wald. Aber viel von der Natur kann man an so einem Wintertag eh nicht aufnehmen.

Ein Link zum Thema Start der Tour de France 2017 ist hier.

Einfach auf eins der Bilder klicken, dann öffnet sich die Fotostrecke:

Text/Fotos: Ernst Käbisch

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