Chia – das vergessene Lebensmitel erobert die Welt

Chia wird bereits seit tausenden von Jahren von den Ureinwohnern Amerikas und Mexikos als Nahrungsmittel verwendet. Ihm werden kraftspendende Eigenschaften zugesprochen, was unter anderem auf die große Zahl an Inhaltsstoffen zurückzuführen ist. Nachdem sie im 16. Jahrhundert importiert wurde, geriet in Europa Chia lange Zeit in Vergessenheit. Erst jetzt führen die Chia-Samen hierzulande einen Siegeszug und kommen in immer mehr Lebensmitteln zum Einsatz.

Was genau ist Chia?

Bei Chia handelt es sich um eine Pflanzenart, die der Gattung Salbei zuzuordnen ist. Sie gilt in vielen Ländern als Superfood, das positiven Einfluss auf die Gesundheit und das körperliche Wohlbefinden nimmt. Das liegt unter anderem daran, dass die Pflanze reich an Mineral- und Ballaststoffen sowie Antioxidantien ist. Die Bundesanstalt für Ernährung gibt zum Beispiel an, dass sich in Chia-Samen etwa fünf Mal so viel Kalzium befindet wie in Kuhmilch. Außerdem sei der Eisengehalt deutlich höher als in Spinat. Somit können für den Körper wichtige Stoffe über solche Samen aufgenommen werden. Da Chia-Samen und ihre Wirkung noch vergleichsweise unbekannt sind, tat sich die EU lange Zeit schwer mit der Zulassung. Heute sind Lebensmittel mit einem Maximalwert von 5% beziehungsweise 10% (je nach Lebensmittel) zugelassen und es wird empfohlen, täglich maximal 15 Gramm der Samen zu sich zu nehmen.

Die Einnahme der Samen ist denkbar einfach. Zwei Esslöffel davon können einfach in Wasser eingeweicht und anschließend als Gel verzehrt werden. Dieses Gel eignet sich zudem als Ei-Ersatz beim Zubereiten von Speisen. Ebenso ist es möglich, die Samen auf einen Salat zu streuen und als Beigabe zu essen. Hierbei muss nicht zwingend zwischen weißen und schwarzen Samen unterschieden werden, da beide Varianten etwa denselben Nährstoffgehalt haben. Da die Samen im Grunde keinen Eigengeschmack haben, können sie aber auch in Kombination mit vielen weiteren Lebensmitteln gegessen werden. So kommen sie zum Beispiel in Puddings, Smoothies, Marmelade und vielem mehr zum Einsatz. Beispielsweise können sie auch für Kracker oder Brot verwendet werden.

Die Geschichte der Chia Samen

Die Chia stammt ursprünglich aus Mexiko und Zentralamerika und wurde dort bereits von den Mayas und Azteken vor 5.000 Jahren aufgrund ihrer gesunden Samen geschätzt. Aber auch in späteren Jahrhunderten nutzten viele indigene Völker die Chia-Samen als Teil ihrer Ernährung. Im 16. Jahrhundert kam die Pflanze dann nach Europa. Hier fristete sie jedoch über Jahrhunderte hinweg ein Schattendasein und war nur den Wenigsten bekannt. Das änderte sich mit der Entdeckung der Chia-Samen für eine gesunde Ernährung. Heute genießt die Pflanze eine deutlich größere Bekanntheit in Europa und wird von vielen Menschen bei der Ernährung eingesetzt.

Einsatzgebiete von Chia bei der Ernährung

Grundsätzlich kann Chia auf viele Weisen und über viele Speisen zu einem Teil der eigenen Ernährung werden. Hierbei ist zu beachten, dass die Samen eine ganz vielfältige Wirkung auf den Körper haben. So beinhalten sie beispielsweise viele Komponenten, die gut für den Körper sind. Hierzu gehören zum Beispiel verschiedene Omega-Fettsäuren. Diese muss der Körper zwingend über die Nahrung zu sich nehmen. Außerdem sind sie reich an Ballaststoffen, die ein anhaltendes Sättigungsgefühl erzeugen und die Umwandlung von Kohlenhydraten in Zucker verlangsamen. Das wirkt sich positiv auf den Blutzuckerspiegel aus.

Eine weitere Stärke der Chia-Samen ist, dass sie glutenfrei sind und somit auch von Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit gegessen werden können. Zudem wird den Samen nachgesagt, dass sie bei einer Darmreinigung hilfreich seien und Sodbrennen verhindern könnten. Nicht zuletzt sind Chia-Samen praktisch, da sie lange Zeit eingelagert werden können, ohne an Nährstoffen oder Wirksamkeit einzubüßen.

Foto©chia.de

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