Weihnachtsbasar für notleidende Kinder

Die Schüler verkaufen ihre selbstgefertigten Werke.
Die Schüler verkaufen ihre selbstgefertigten Werke.

Also heute ist in der Friedrich-Ebert-Realschule Ratingen eine Präsentation von Arbeiten der 5ten und 6ten Klassen zum Thema „Kinderrechte“ und „Kinder in Not“ in Form einer Ausstellung verbunden mit einem Weihnachtsbasar zugunsten wohltätiger Zwecke.

Und Tim ist ganz begeistert und will mich unbedingt davon überzeugen, daß ich seinen im Kunstunterricht selbstgebastelten Schutzengel für 6 Euro auf dem heute in seiner Schule stattfindenden Weihnachtsbasar kaufe.

Endlich findet der Weihnachtsbasar statt.

Dafür ist heute am Freitag ist in der Schule für die 5ten und 6ten Klassen nur ein eingeschränktes Schulprogramm. Und nur Sportunterricht wird gemacht wie sonst und dann im Anschluss wird direkt der Weihnachtsbasar veranstaltet. Dann natürlich gehe ich da gegen Mittag auch einmal hin und bin dann ganz überrascht, daß da schon so viele Menschen sind. So sind Lehrer und Schüler der 5ten und 6ten Klassen, die diesen Basar in offenbar liebevoller und aufwendiger Arbeit organisiert haben, anwesend und natürlich sind auch viele Eltern der Kinder da. Schon Wochen vorher haben die Kinder im Kunstuntericht z.B. diese originellen bemalten Schutzengel aus groben Holzklötzen und anderen Materialien gebastelt und bemalt. Und auch Tim hat da viel Spaß dran gehabt im Gegensatz sonst zu den Aufgaben im Fach Kunst, wo er es meist langweilig findet, irgendwas ausmalen zu müssen.

Der Weihnachtsbasar für notleidende Kinder

So bei dieser für mich überraschend gutbesuchten Veranstaltung sitzt mir mal der Geldbeutel richtig locker. Und einen dieser weißbemalten und dekorierten Schutzengel für 6 Euro kaufe ich. Also natürlich nehme ich da den, den Tim gebastelt hat. Und auch ein Glas eingemachte Marmelade für 3 Euro 50 erwerbe ich am Nachbarstand. Dann wollen Tim und ein Freund nun etwas selbstgemachtes essen. Und natürlich wird das auch gekauft, wo ja alle Einnahmen hier guten Zwecken zufließen. Weiter kaufe ich eine wunderschöne selbstgebastelte Grußkarte zu Weihnachten, die ein Mädchen mit vielen anderen auch schönen Karten in einem Bauchladen anbietet. Denn wer kann den Kindern mit ihren großen Augen auch schon einen Wunsch bei so einer prima Veranstaltung abschlagen.

Eine interessante Ausstellung auf dem Flur behandelt Kinderthemen wie Kindersoldaten

Dann ist auch eine interessante Ausstellung auf dem Flur mit Plakaten, Fotos, Grafiken, Texten an diesen Basar angeschlossen. Natürlich geht es da um Kinderthemen, ganz ernste und bittere Themen wie Kindersoldaten. Und es wird ein Flyer verteilt, der eine Schule in Indien behandelt, die ausschliesslich durch Spendengelder finanziert wird. Eine Spende von 14 Euro ermöglicht es einem Kind, diese Schule ein ganzes Jahr zu besuchen.

Das ist also wirklich eine gute Sache, hier so einen Basar zu veranstalten und den Erlös z.B. Schülern dieser Schule zugute kommen zu lassen und es ihnen damit zu ermöglichen, eine gute Schulausbildung zu bekommen. Da kann man ja auch gerne einmal etwas großzügiger sein als sonst und hier was kaufen und da was kaufen.

Da ich sonst gar nicht so oft in Tims Schule bin, fällt mir mal wieder auf, wie international diese Schule ist und Schulen ja allgemein in der Stadt und in der Region und eigentlich in ganz Deutschland und im Vergleich zu früher, wo ich zur Schule ging, inzwischen geworden sind. Es ist ja auch schon so in seiner Klasse, dass die Kinder etwa zur Hälfte aus Migrantenfamilien sind. Die kennen wir ja inzwischen schon sehr gut und es haben sich da schon viele Freundschaften entwickelt.

Einfach auf eins der Bilder klicken, dann öffnet sich die Fotostrecke:

Text/Fotos: Ernst Käbisch

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