Wer gesund schlafen will, sollte beim Betten-Kauf auf die Matratze achten

Wer gesund schlafen will, sollte beim Betten-Kauf auf die Matratze achten

Die passende Matratze zu finden, ist gar nicht so einfach und wird leider oft beim Bettenkauf vernachlässigt. Viele entscheiden sich für völlig unpassende Modelle, die nicht für die individuellen körperlichen Bedürfnissen geeignet sind und dann langfristig Beschwerden hervorrufen.

Während viele Rücken- und Nackenschmerzen oder aber Schlafstörungen auf eine falsche Sitzhaltung und Stress bei der Arbeit zurückführen, wird die Matratze als Ursache oft nicht in Erwägung gezogen. Das kann fatal sein, denn sie ist tatsächlich viel häufiger Ursache dafür, als man denkt. Wir verraten daher, worauf es beim Matratzenkauf ankommt.

Unterschiedliche Materialien, unterschiedliche Eigenschaften

Neben Preis und Größe gibt es gerade in Bezug auf das Material einiges zu beachten. In der Regel wird zwischen folgenden Matratzenarten unterschieden:

  • Kaltschaum
  • Latex
  • Taschenfederkern bzw. Bonellfederkern
  • Visco

Kaltschaummatratzen sind sehr anpassungsfreudig und weisen eine hohe Punktelastizität auf. Dadurch passen sie sich ideal dem Körper an. Gerade Menschen, die eher dazu neigen nachts zu frieren, sind mit einem Modell aus Kaltschaum gut beraten, da es Wärme sehr gut speichert.

Latexmatratzen sorgen für ein angenehmes Liegegefühl und passen sich ebenfalls dem Körper sehr gut an. Allerdings sind diese sehr schwer und daher schwierig zu wenden. Dies sollte man aber bei einer Matratze immer wieder tun.

Federkernmatratzen bestehen aus zahlreichen verbundenen Metallfedern. Sind diese mit Stoffsäckchen umhüllt, spricht man von Taschenfederkernen, andernfalls von Bonellfederkern. Durch die gute Belüftung leiten diese Modelle Wärme und Feuchtigkeit besser ab und sorgen für ein angenehmes Schlafgefühl. Für Personen, die nachts stark schwitzen, sind Federkernmatratzen sehr gut geeignet.

Allerdings ist gerade die Bonellfederkern-Variante recht starr und passt sich dem Körper nur wenig an. Taschenfederkerne jedoch besitzen wie die Kaltschaum-Variante eine hohe Punktelastizität, unterstützen so den Körper punktuell und geben Stabilität.

Matratzen aus Viscoschaum bzw. Gel zeichnen sich durch einen Memory-Effekt aus, der auf Wärme reagiert und so eine ideale Anpassung der Matratze an den Körper ermöglicht. Für Menschen, die viel schwitzen oder sich viel bewegen, ist diese Art daher nicht so gut geeignet, sie sollten ein stabileres Material wählen.

Auch in Hinblick auf die Kosten gibt es einige Unterschiede. Während Latex- und Federkernmatratzen meist etwas teurer sind, sind Kaltschaum- und Gel-Variante recht günstig erhältlich. Das Internet bietet nicht nur einen guten Überblick an Auswahl und Preisen, sondern ermöglicht es auch, die verschiedenen Varianten miteinander zu vergleichen.

Den richtigen Härtegrad finden

Um Rücken- und Nackenschmerzen zu vermeiden sowie die Wirbelsäule auch während der Nacht ideal zu stützen bzw. zu entlasten, ist es entscheidend, den richtigen Härtegrad zu wählen. Je nach Hersteller wird er in H- oder F-Grad angegeben. Dieser wird u. a. durch Faktoren wie Gewicht, ggf. aber auch durch die Schlafposition bestimmt:

  • Härtegrad H1/F1: bis 60 kg
  • Härtegrad H2/F2: bis 80 kg
  • Härtegrad H3/F3: 80 bis 100 kg
  • Härtegrad H4/F4: 100 bis 130 kg
  • Härtegrad H5/F5: ab 130 kg

Ist der Härtegrad zu weich gewählt, führt dies oft zu Verspannungen im Nacken oder Rückenbeschwerden. Ist er zu hart, können zusätzlich Druckstellen oder Durchblutungsstörungen die Folge sein.

Der besondere Luxus: Boxspringbetten

Auch sogenannte Boxspringbetten erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Die Besonderheit: Statt auf einem Lattenrost liegen die Matratzen direkt auf dem Boxspring auf. So wird der Unterbau bezeichnet, der aus einem Gestell auf Sprungfedern besteht. Diese sind wiederum von einem Massivholzrahmen umschlossen. Bei der Wahl der Matratze hat man jedoch dieselben Möglichkeiten wie bei einem herkömmlichen Bett. Es kann zwischen Kaltschaum, Visco, Latex, Tonnentaschenfederkern und Taschenfederkern gewählt werden.

Der klare Nachteil: In der Regel lässt sich nur der Härtegrad der Matratzen bzw. der Topper variieren. Diese Bett-Variante hat nämlich keinen Lattenrost, so dass weder das Fuß- noch das Kopfteil bewegt bzw. hochgelagert werden können.

Matratze regelmäßig wenden und austauschen

Egal für welche Matratze man sich am Ende entscheidet, wichtig ist es, die Matratze nach einigen Jahren zu tauschen. Damit sie sich gleichmäßig abnutzt, kann die Matratze jedoch regelmäßig gewendet werden, was die Lebensdauer verlängern kann. In der Regel empfehlen Hersteller dennoch einen Austausch der Matratze nach etwa 5 bis 10 Jahren.

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