Wie kann man einen Zinkmangel natürlich beheben?

Viele kennen zwar das Spurenelement Zink, wissen aber nicht, wie bedeutend es für unseren Organismus ist. Es ist daher wichtig, wie Sie einen Zinkmangel erkennen und durch eine ausgewogene Ernährung beheben können. Im Handel erhältliche Zinkpräparate können zu Überdosierungen führen, die ebenfalls nicht unbedenklich sind.

Wie kann man einen Zinkmangel natürlich beheben?
Wie kann man einen Zinkmangel natürlich beheben?

Wie sich Zinkmangel bemerkbar macht

Zink wird vom Organismus für die Stabilisierung des Immunsystems, aber auch für die Aktivierung von Eiweißen (rund 200) benötigt, die für die Bildung von Enzymen und Hormonen verantwortlich sind. Bei einem Zinkmangel sind diese wichtigen Abläufe gestört. Sie fühlen sich müde und abgeschlagen. Zur Erschöpfung kommen noch Hautveränderungen, Entzündungen und Haarausfall. Anfangs werden die Symptome gar nicht mit einem Zinkmangel in Zusammenhang gebracht, da sie nicht plötzlich, sondern schleichend auftreten.

Welche Aufgaben hat Zink im Körper?

Sie benötigen Zink für Ihren

  • Stoff- und Fettstoffwechsel
  • den Geschmackssinn
  • das Zellwachstum
  • für die Bildung von Wachstumshormonen, Insulin sowie Sexual- und Schilddrüsenhormonen

Männer, die unter Beschwerden beim Wasserlassen leiden und eine vergrößerte Prostata haben, nehmen in der Regel zu wenig Zink auf. Ohne ausreichend Zink kann sich der Organismus nur schlecht vor Infektionen schützen und nimmt an Widerstandskraft ab.

Da Zink an rund 300 enzymatischen Abläufen im Körper beteiligt ist, können Sie weder geplant abnehmen, noch Muskeln aufbauen, wenn ein Zinkmangel vorliegt. Sie sollten eine verminderte Leistungsfähigkeit nicht mit unabänderlichen Altersbeschwerden verwechseln. Es ist durchaus möglich, dass auch bei Ihnen ein Zinkmangel vorliegt und dass Ihre Haare kräftiger werden, Infektionen abklingen und Sie sich vitaler fühlen, wenn Sie mehr zinkhaltige Lebensmittel konsumieren.

Zink darf aber nicht überdosiert werde Halten Sie sich an die Vorgaben der WHO, die den Zinkbedarf von Erwachsenen auf etwa 15 mg beschränkt. Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) setzt den Bedarfswert von Zink sogar noch geringer an. Sie empfehlen täglich 10 mg Zink für Männer und 7 mg für Frauen. Schwangere und stillende Frauen haben einen Zinkbedarf von 11 mg pro Tag, weil sie im Mutterleib und beim Stillen den Embryo und das Baby ebenfalls mit Zink versorgen.

Kennen Sie folgende Symptome?

Fühlen Sie sich müde und antriebslos? Leiden Sie unter Stimmungsschwankungen, Konzentrationsmangel, Depressionen, Schwäche, Wundheilungsstörungen, Antriebslosigkeit, schuppiger und trockener Haut? Stellen Sie Veränderungen am Wuchs von Haaren und Nägeln fest?

Die aufgeführten Beschwerden können nicht die einzigen Anzeichen von Zinkmangel sein. Auch eine

  • verminderte Libido
  • Potenzstörungen
  • Unfruchtbarkeit
  • Pusteln
  • Hautrötungen
  • Ekzeme
  • Schuppenflechte
  • Sehstörungen
  • und ein erhöhter Blutzucker

können auf einen Zinkmangel hinweisen.

Eine ausgewogene Ernährung kann Abhilfe schaffen

Diäten, Ernährungsfehler und industriell hergestellte und verarbeitete Lebensmittel gehören zu den Hauptursachen von Zinkmangel. Durch den Verzehr von Lebensmitteln und Getränken, die die Aufnahmemöglichkeit von Zink reduzieren, ist auch bei einer ausgewogenen Ernährung ein Zinkmangel möglich. Meiden Sie daher handelsübliche Limonaden und Erfrischungsgetränke, die Phosphate enthalten. Milchprodukte, die bekanntlich Calcium enthalten, mindern ebenfalls die Zinkverwertung vom Organismus. Tannine, Oxalate, Eisen und Kupfer sind ebenfalls dafür verantwortlich, dass Zink vom Organismus nicht so gut aufgenommen werden kann.

Am besten kann der menschliche Organismus Zink aus tierischen Nahrungsquellen aufnehmen und verwerten. Daher müssen Veganer besonders darauf achten, den Körper mit ausreichend viel Zink durch die vegane Nahrung zu versorgen. Haferflocken, Kürbiskerne, Sojabohnen und Nüsse sind eine gute Wahl. Sie enthalten viel Zink, aber weniger Phytinsäure wie andere pflanzliche Nahrungsmittel. Die Phytinsäure bindet Zink. Aus diesem Grund wird eine Aufnahme vom Organismus zusätzlich erschwert.

Aus dem Netz

Die Auswahl an zinkhaltigen Lebensmittel ist groß

Aufgrund der zahlreichen Lebensmittel, die Zink enthalten, können Sie eigentlich auf Nahrungsergänzungsmittel verzichten. Reich an Zink sind Hülsenfrüchte wie Erbsen (gelbe), Bohnen (weiße) und Linsen, Ölsaaten (Sonnenblumenkerne, Mohn, Sesam und Kürbiskerne), Innereien, Meeresfrüchte, Fisch, Rindfleisch, Walnüsse, Erdnüsse, Pekanüsse, Kürbis, Sauerteigbrot (Vollkorn) und Käse.

Ursachen für einen Zinkmangel

Ursachen für einen Zinkmangel können sehr unterschiedlich sein. Die harmloseste ist eine Mangelernährung aufgrund falscher Ernährungsgewohnheiten. Die Einnahme von Medikamenten oder eine vorhandene Vorerkrankung (z.B. Tumorerkrankungen, Diabetes, Allergien, Nierenerkrankungen, Arthritis und einige mehr) können ebenfalls Auslöser eines Zinkmangels sein.

Schwangere, Sportler und ältere Menschen haben einen erhöhten Bedarf an Zink. Ebenso erhöht der häufige Genuss von Alkohol und Stress den Zinkbedarf. Verlassen Sie sich nicht auf eine Eigentherapie mit handelsüblichen Zinkpräparaten. Vor allem, wenn Sie nicht ausschließen können, dass Sie dadurch eventuell zu viel Zink aufnehmen. Ein metallischer Geschmack im Rachenbereich, Kopfschmerzen, Durchfall und Übelkeit können ein Anzeichen für eine Zinkvergiftung sein. Diese kann zusätzlich zu einem Mangel an Mangan, Kupfer, Chrom und Eisen führen, der im schlimmsten Fall in einem Koma endet.

Lassen Sie sich bei Verdacht auf eine Vorerkrankung oder eines Zinkmangels vorsorglich von Ihrem Arzt untersuchen, damit die Ursachen eingeschränkt und erkannt werden können.

Sobald der Zinkmangel behoben ist, werden Sie weniger unter Infektionen, Hautentzündungen, Haarausfall und Ermüdungserscheinungen leiden.

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Video©Video-Visite Dr. Weigl, Foto©ratmaner/Fotolia

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