„Wunder der Natur“ im Gasometer Oberhausen

"Wunder der Natur" im Gasometer Oberhausen

von Ernst Käbisch

„Wunder der Natur“ heißt die aktuelle Jahresausstellung 2016 im Gasometer Oberhausen, die natürlich eindrucksvoll ist wie jede Ausstellung an diesem spektakulärsten Ausstellungsort im Ruhrgebiet. Ausser faszinierenden Naturfotos wird eine 20 Meter große Erdkugel im gigantisch großen Innenraum des Gasometers in Szene gesetzt.

Noch um 9 Uhr habe ich kein passendes Ausflugsziel für uns im Sinn. Nur eins ist klar. An einem schulfreien Tag, an dem ich auch arbeitsfrei habe, müssen wir unbedingt etwas unternehmen. Außerdem ist das Wetter  heute wieder bombig sommerlich. Und ich habe keine Lust, in der Bude rumzusitzen. Und ich habe auch keine Lust, nur mal eben irgendwo in einer Hamburgerbude schlechtes Essen zu essen und den Rest des Tages am Computer zu verbringen.

Aber Schloss Beck in Bottrop kommt als Vorschlag bei Tim nicht an. Wahrscheinlich ist so ein Freizeitpark mit Achternbahnen und Wasserrutschen auch wirklich Nichts mehr für einen 13jährigen. In den Zoo haben wir beide keine Lust zu gehen. Und zum Rhein zu fahren und sich dann mit der Rheinfähre zum Niederrhein transportieren lassen findet er auch öde.

„Wunder der Natur“ im Gasometer Oberhausen

Endlich fällt mir ein, dass ich ja schon in den Osterferien mit ihm zum Gasometer fahren wollte, um die neue Jahressausstellung dort anzugucken. Schon die kleinen Videos auf der Gasometerhomepage überzeugen uns sehr. Also machen wir uns kurz entschlossen auf den Weg.

Wir müssen noch ein 4er Kinderticket kaufen und überlegen kurz, ob wir schneller über Essen oder über den Flughafenbahnhof in Düsseldorf nach Oberhausen kommen. Und dann entscheiden wir uns für die Flughafenbahnhofroute. Zwar müssen wir in Duisburg noch einmal umsteigen. Und am Hauptbahnhof von Oberhausen müssen wir noch ein Stück mit dem Bus fahren. Endlich sind wir beim CentrO und beim Gasometer. Dort steht schon eine lange Schlange Menschen an.

Wunder der Natur: die Ausstellung

Aber lange müssen wir doch nicht warten, dann sind auch wir im Gasometer. Platz ist hier ja wirklich genug. Und eigentlich ist es fast zweitrangig, was hier so gezeigt wird. Spektakulär wirkt das hier in den gigantischen Weiten des ehemaligen Gasbehälters immer so auch diesmal mit den eindrucksvollen Naturfotos. Besonders ist das so bei dem großformatigen Video von einem sich bewegenden und wachsenden Fötus zentral auf der untersten Ebene des so grandios eindrucksvollen Industriedenkmals.

Wenn man 2 Ebenen höher geht, ist da nicht wie vor ein paar Jahren ein fahler und unheimlich wirkender Mond aus dünnem Textil. So hing der in dem unendlich wirkenden und von sphärischen Klängen berieselten Raum des Gasometers über uns. Damals hatte Tim das sehr erschreckt. Voller Panik war er sofort weggerannt. Weil er hatte Angst, der Mond fällt ihm auf den Kopf. Diesmal ist es die Erde, die da aufgehängt ist. Und wie es in dem kleinen Film auf der Webseite schon zu sehen war, schweben Wolkenschichten über den blauen Planeten. Und das sieht richtig echt aus. Aber Tim hat diesmal keine Angst.

Einfach auf eins der Bilder klicken, dann öffnet sich die Fotostrecke:

Text/Fotos: Ernst Käbisch

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