Zeche Gneisenau in Dortmund-Derne

Zeche Gneisenau in Dortmund-Derne
Lore in Dortmund-Derne
von Ernst Käbisch

Immerhin war die Zeche Gneisenau im Norden von Dortmund an der Stadtgrenze zu Lünen einst die größte Zeche des Ruhrgebiets. Und davon zeugen noch heute zahlreiche erhalten gebliebene Industriedenkmäler der Zeche. Dann sind besonders eindrucksvoll die  markanten Fördergerüste von Schacht 2 und Schacht 4. Denn diese Relikte beweisen die ehemalige Bedeutung dieser zwischen 1985 und 1990 stillgelegten Zeche.

Schon sehr spontan entscheide ich mich in der S-Bahn, heute nach Dortmund zur Zeche Gneisenau zu fahren. Dafür steige ich am Dortmunder Hauptbahnhof in die U-Bahn um. Zuerst muss ich 2 Stationen mit einer der in den Süden der Stadt fahrenden U-Bahnlinien bis „Stadtgarten“ mitfahren. Weiter kann ich hier in die Linie U 42 umsteigen, um in den Norden der Stadt zu gelangen. Dann an der Endstation „Grevel“ steige ich aus. Und nun ist der Nebel von heute morgen sogar noch dichter geworden. Schon undeutlich erkenne ich aber durch die Nebelschwaden, dass ich hier auf dem Land bin.

Die Zeche Gneisenau im ländlichen Dortmund

Dann gehe ich die Straße „Am Brandhof“ ganz durch. Und dann muss ich links in die „Hostedder Straße“. Schon zu beiden Seiten der Straße sind jetzt Felder und Wiesen. Gerade rechts von mir weidet eine Schafherde. Dann nach ca. 1,5 Kilometern bin ich im Bezirk Derne. Und hier sehe ich die ersten Indizien, dass auch in diesem Dortmunder Bezirk Bergbau betrieben wurde. Denn auf einer Wiese steht eine hübsch bepflanzte Lore mit sogar noch einigen blühenden Geranien. Und daneben steht eine kleine Seilscheibe eines Zechenförderturms.

Weiter stehen hier nicht nur alte Zechenwohnhäuser im Bezirk Derne. Denn es gibt hier sogar auch Gründerzeithäuser und alte Bauernhäuser schon im münsterländischen Stil. Dann an einem dieser Bauernhäuser, was zum Teil aus Bruchsteinen gebaut wurde, sind Blumenkästen mit zahlreichen jetzt an einem trüben Novembertag noch bunt blühenden Blumen. So wirkt der Dortmund Bezirk Derne ja auch ganz wie ein Dorf.

Die Zeche Gneisenau, Schacht 4 und Schacht 2

Schon kurz hinter diesem Bauernhaus bin ich dann am Bahnhof Derne. Obwohl der markante Förderturm von Schacht 4 heute fast vollständig in den dichten Nebelschwaden verschwindet, ist er das erste Bauwerk, was ich hier im Zentrum von Dortmund-Derne sehe. Denn der Turm ist riesig und überragt sämtliche andere Gebäude bei weitem.  Und um den Turm jetzt aber richtig zu erkennen, muss ich nun schon ein paar Schritte näher herangehen.

So direkt nebenan sind Wohnhäuser und im kleinen Haus unterhalb des Turms ist jetzt eine türkische Moschee. Und offenbar sind viele Zechengebäude noch gut erhalten. Dann aber ist das Zechengelände weitläufig eingezäunt. So kann ich nur auf der Gneisenauallee links um das Gelände herum entlanggehen. Außerdem kann ich mir nun von hier aus auch den auch sehr eindrucksvollen Förderturm von Schacht 2 angucken, der aus einem alten Zechenhaus heraus“wächst“. Jedenfalls sieht das von weitem so aus.

Halde Gneisenau und der Logistikpark Gneisenau-West

Dann vor mir arbeiten schon von weitem hörbar Bagger und andere Baufahrzeuge auf dem Zechengelände. Dazu werden Erdmassen bewegt. Außerdem steht auf einem nicht sehr hohen Hügel ein Gerüst wie von einer Kinderschaukel. Und das sieht ja aus wie die Halde der Zeche Gneisenaumit einer weithin sichtbaren Landmarke. Dann sagt das großformatige Informationsschild der RAG Steinkohle am Zaun dazu aus, dass hier der „Logistikpark Gneisenau-West“ entsteht.

Einfach auf eins der kleinen Bilder klicken, dann öffnet sich die Fotostrecke:

Text/Fotos: Ernst Käbisch

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here