Zeche Rheinbaben in Bottrop

GLÜCK AUF - Lore vor Maschinenhaus der Zeche Rheinbaben
GLÜCK AUF - Lore vor Maschinenhaus der Zeche Rheinbaben
von Ernst Käbisch

Und auch die Zeche Rheinbaben war ein Steinkohlebergwerk in Bottrop und wurde 1967 stillgelegt. Dann wurden die Schächte Rheinbaben 3/4 zu Wetterschächten der Zeche Mathias Stinnes in Essen-Karnap. Und Mathias Stinnes selber wurde allerdings auch bereits 1972 stillgelegt.

Und noch eine weitere Zeche gab es in Bottrop, nämlich die Zeche Rheinbaben etwas nördlich des Stadtzentrums. Dazu fahre ich mit einem Zug der S-Bahnlinie 9 diesmal bis zum Bahnhof Bottrop-Boy mit. Schon am S-Bahnhof sieht es ganz wie in einer Zechensiedlung aus. So ist das natürlich auch kein Wunder, denn wo ich jetzt auf der Horster Straße stadteinwärts gehe, komme ich an der Nordseite von der ehemaligen Zeche Arenberg Fortsetzung vorbei. Und ich sehe hier Teile der wunderbar restaurierten Jugendstilgebäude der Zeche. Dann habe ich freie Sicht bis zur markanten Landmarke Tetraeder auf der Halde Beckstraße. Denn auch diese Zeche Arenberg Fortsetzung gehörte einstmals zum immer noch aktiven Bottroper Verbundbergwerk Prosper-Haniel. Und die herrlichen Zechengebäude sollen 60 Jahre leergestanden haben. Zuletzt wurden sie luxussaniert und sind nun wieder regelrechte Schmuckstücke.

Zeche Rheinbaben in der Rheinbabenstraße

Und der vielleicht 2 oder 3 Kilometer lange Fußweg durch die Aegidistraße und die Scharnhölzstraße zur Zeche Rheinbaben in der Rheinbabenstraße führt mich nun fast ausschliesslich durch gemütliche Zechensiedlungen. Schon ist die Zeche Rheinbaben selber aber kaum noch als Zeche zu erkennen. Immerhin sind ein langes Stück Zechenmauer mit dem Torhaus und ein paar weitere alte Zechengebäude stehengeblieben. Dann ist das einstige Zechengelände nun ein Gewerbehof inmitten eines großen Gewerbegebiets. Und ich weiß nicht, ob es überhaupt erlaubt ist, da hineinzugehen. Weil ich schon mal hier bin und ausser mir niemand da zu sein scheint, erlaube ich mir einfach mal kurz neben dem Torhaus durch das offene Tor zu gehen. Und so werfe ich einen Blick hinein. Also auf dem Hof steht noch ein Verwaltungsgebäude. Außerdem gibt es zwei alte Maschinenhäuser der Zeche. Und vor dem größeren der beiden Maschinenhäuser ist eine bepflanzte Lore mit der Aufschrift „Glückauf“.

Die Halde Rheinbaben ist in Gladbeck

Dann ist die nicht sehr hohe Halde Rheinbaben von dem Zechengelände aus auch zu sehen. Schon auf der Karte im Internet fiel mir auf, daß das bereits in der Stadt Gladbeck ist. So gucke ich nun, ob ich vom Zechengelände aus dahin gehen kann.  Und ich probiere es auch einmal ausserhalb des Gewerbehofs. Dann aber finde ich auch keinen Weg von dem häßlichen Gewerbegebiet dahin. Und als ich noch einmal zu dem Gewerbehof der einstigen Zeche zurückgehen will, versperrt mir diesmal ein mürrischer Pförtner den Weg. Und er sagt, ich dürfe hier nicht reingehen. Dann geht es halt nicht. Schon vorhin habe ich ja auch soweit alle Relikte der wohl nicht so sehr bekannten Zeche Rheinbaben gesehen. Denn es sind nirgendwo nämlich Informationen etwa der Route der Industriekultur auf Infotafeln. Und die ehemalige Zeche selber ist auch überhaupt nicht als solche beschriftet.

Wegen aufkommendem Sturm fahre ich nach Hause

Nachwievor stürmt es ziemlich stark. Schon aber habe ich Glück, daß es entgegen der Vorhersagen des Wetterberichts den ganzen Vormittag über trocken geblieben ist. Und da jetzt in der Rheinbabenstraße gerade ein Bus der Linie 262 hält, der auch am Bottroper Hauptbahnhof vorbeifährt, entscheide ich mich, das Schicksal nicht weiter herauszufordern. Dann verzichte ich auf den Haldenbesuch in Gladbeck heute eben. Denn es ist wohl gesünder, jetzt wieder nach Hause zu fahren. Weil überall auf den Straßen liegen Äste, Zweige von Bäumen herum. Und ein mächtiger Wind pfeift durch die fast menschenleeren Straßen.

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Text / Fotos: Ernst Käbisch

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