Zeche Teutoburgia in Herne

bunte Loren auf einem Kinderspielplatz

Schon einmal habe ich den Förderturm der Zeche Teutoburgia aus dem Zug gesehen. Dann um direkt zu der Schachtanlage 1 und 2 der Zeche Teutoburgia zu gelangen, ist ein weiter Weg nötig. Und das lohnt sich, weil die Zechensiedlung Teutoburgia  eine der schönsten Zechensiedlungen vom ganzen Ruhrgebiet ist. Schon liegt die Zeche im Nordosten von Herne jwd. Also an der Stadtgrenze zu Castrop-Rauxel. Aber der weite Weg lohnt sich.

Dann abseits der Halbmillionenstädte im Ruhrgebiet ist die Infrastruktur im ÖPNV zum Teil nicht mehr ganz so optimal. Denn um nach Herne zu kommen, muss ich erst nach Bochum fahren. Und am Bochum HBF kann ich in die U-Bahnlinie 35, die sogenannte Campuslinie einsteigen. Dann fahre ich bis zum Bahnhof Herne mit. Und hier wartet schon der Bus 311, der mich bis nach Herne-Börnig an die Stadtgrenze zu Castrop-Rauxel fährt.

Die Zechensiedlung Teutoburgia

Dann sehe ich schon die wunderbare Zechensiedlung, die fast an die Kulisse eines Märchenfilms erinnert. So schöne bunte Häuser mit Türmchen, Erkern, Fachwerk, Balkonen, Giebel und Vorgärten in bunter Vielfalt prägen diese Siedlung, wo vermutlich damals die betuchteren Steiger wohnten. Denn das ist die Zechensiedlung Teutoburgia. Und über den schönen Häusern hatte ich schon aus dem Bus heraus den Förderturm von Schacht 1 gesehen, ein prächtiges Exemplar.

Schacht 1 und Schacht 2 der Zeche Teutoburgia

Und vor Schacht 1 und Schacht 2 der ehemaligen Zeche ist ein großer Kinderspielplatz. Dann sind da tatsächlich Bergbauutensilien als Kinderspielzeug umgeformt worden. Zum Beispiel ist da diese Zechenbahn mit 2 Loren, die in bunten Farben angemalt wurde. Und auch verformte Seilscheiben eines Förderturms stehen auf dem Spielplatz. Weiter ist da auch eine mit Blumen bepflanzte Lore.

Und um den erhaltenen Förderturm von Schacht 1 und die Protegohaube von Schacht 2 und das auch wunderbare Maschinenhaus ist ein kleiner Park mit einem Wäldchen mit irgendwelchen Kunstobjekten angelegt. Also die Kunstobjekte hier überzeugen mich zwar nicht, aber die Zechenrelikte sind klasse. Und klasse ist auch die Zechensiedlung, wo jedes Haus anders geformt ist. Trotzdem wirkt die Siedlung wie eine Einheit. Und ich kann mich gar nicht daran sattsehen.

Durch zum Teil ländliches Gebiet gehe ich zurück nach Herne-Mitte

Schon fährt der Bus 311 auch heute am Samstag im 10-Minutentakt, aber ich habe keine Lust jetzt Bus zu fahren und gehe bei mildem frühlingshaften Wetter zu Fuß. Denn eigentlich könnte ich genauso gut nach Castrop-Rauxel gehen. Und das Zentrum von Herne ist von hier aus weiter entfernt. Trotzdem gehe ich mal nach Herne zurück. So komme ich dabei durch überraschend ländliches Gebiet. So heißt eine Eckkneipe“Dorfschänke“. Und kurz danach sind passend dazu links Gewächshäuser und abgeerntete Felder mit einem Kirchturm in weiter Ferne zu sehen. Weiter sehe ich rechts einmal die Halde Hoheward/Hoppenbruch in Herten/Recklinghausen mit der markanten Landmarke.

Die Zeche Mont Cenis

Es gab dann noch etliche andere Zechen in Herne. Zum Beispiel kam ich auf der Hinfahrt im Bus an der ehemaligen Zeche Mont Cenis vorbei. Schon dort ist aber Nichts von den alten Gebäuden übriggeblieben. Und in modernen Bauten ist jetzt eine Akademie. Und das interessiert mich nun nicht so und so gehe ich gemütlich durch die Castroper Straße in die Innenstadt von Herne. Denn hier sind viele Straßenzüge voller Gründerzeithäuser wie ja auch schon im Stadtteil Wanne-Eickel bzw. in den Stadtteilen Wanne und Eickel. Schon immer wieder überrascht mich das Ruhrgebiet. Und auch die Stadt Herne hatte ich mir ganz anders vorgestellt.

Dann auf dem Rückweg fahre ich wieder mit der U-Bahn erst nach Bochum. Und nun habe ich sowohl in Bochum als auch in Essen sofort Anschluss an einen Regionalzug bzw. die S-Bahn.

Einfach auf eins der Vorschaubilder klicken, dann öffnet sich die Fotostrecke:

Text/Fotos: Ernst Käbisch

2 KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here