Zeche Vereinigte General & Erbstollen Bochum

Stollenmundloch General 5
Stollenmundloch General 5
von Ernst Käbisch

Auch im Bochumer Teil des Dreistädteecks um die frühere Bochum-Dahlhausener Schleuse in der Ruhr ist wie in Hattingen und wie in Essen ganz viel an Zechenrelikten aus dem frühen Bergbau zu entdecken. Und heute finde ich sogar 3 Stollenmundlöcher. Gleich zwei davon sind von der einstigen Bochumer Zeche Vereinigte General & Erbstollen.

Das Ziel meines heutigen Ausflugs ist die Zeche Vereinigte General & Erbstollen in Bochum-Dahlhausen. Das ist eins der vielen frühen Bergwerke im Ruhrgebiet und es sind laut Quellen im Internet zumindest 2 Stollenmundlöcher davon erhalten und eventuell ein Maschinenhaus von Schacht Berger. Wahrscheinlich sind diese Zechenrelikte leicht auffindbare Ziele unweit des S-Bahnhofs Bochum-Dahlhausen. Dazu fahre ich mit der S-Bahnlinie 6 bis Essen und dann mit der S-Bahnlinie 3 Richtung Hattingen Mitte bis hierhin.

Stollenmundloch General 2, Schacht Berger

Als erstes ist das Stollenmundloch General 2 an der Straßenecke „Am alten General“/ Kassenberger Straße ganz nahe des S-Bahnhofs nur noch mit Mühe zu erkennen. Außerdem muss man auch die dazugehörige Infotafel lesen. So ist da ja nur ein letzter Rest eines steinernen Halbrundbogens am Fuß eines Hauses zu sehen. Und ein auf älteren Fotos des Stollenmundlochs noch vor dem Zechenrelikt auf der Straße sich befindlicher Gullideckel, wo man auch das Rauschen des Stollenwassers hören sollte, ist weg. Selbst zu hören ist hier nichts mehr.

Und das Maschinenhaus von Schacht Berger bei Hausnummer 24 auf der Strasse „Am alten General“ ist auch weg. Schon seit 2011 ist das schon so, erfahre ich dann im Internet. Nur noch ein verwildertes ehemaliges Zechengelände inmitten von Wohngebiet ist hier wie so viele andere auch in der Region.

Stollenmundloch General 5

Dann gibt es auf der „Eiberger Straße“ ein paar sehr interessante Stellen mit unverkennbaren ehemaligen Zechenwohnhäusern. Dann in dem Haus Nummer 62 an der Strassenecke „Am Ruhrort“ ist jetzt eine Moschee. Während eine mit Kopftuch gekleidete ältere Türkin dieses Haus verläßt, sehe ich die Infotafel davor. Auf einem kleinen Hof vor der Moschee ist das Mundloch etwas verdeckt durch einen davor aufgestellten Klapptisch. Dann stelle ich ihn eben um. So wird das ja wohl erlaubt sein bei diesem halböffentlichen Zechenrelikt. Immerhin ist die Infotafel auch zweisprachig auf deutsch und türkisch.

Ein weiteres Stollenmundloch, General 5 der einstigen Zeche Vereinigte General & Erbstollen ist hier. Und es ist vergittert und der Stollen selber ist zugemauert. Immerhin gibt eine Zeichnung mit Lore im Mundloch auf der Infotafel eine kleine Vorstellung davon, wie der Stollen einst genutzt wurde bei der Kohleförderung, bei der Bewetterung und beim Entwässern des Grubenbaus.

Straße „Im Stapel“, Stollenmundloch der Kleinzeche Glocke

Dann zum S-Bahnhof zurück gehe ich die parallel zur Eiberger Straße verlaufende Straße „Im Stapel“. Hier sind rechts Wohnhäuser und links ist ein bewaldeter Hügel mit schroffen Felswänden und zum Teil interessanten Mauerresten. So ist stark zu vermuten, daß auch diese mit dem einstigen Bergbau etwas zu tun hatten. Denn einer dieser Mauerreste ist laut Informationen mehrerer Internetseiten das zugemauerte Stollenmundloch der einstigen Kleinzeche Glocke. Wahrscheinlich sind auch weitere dieser Mauerreste wie im Muttental in Witten Mundlöcher von Bergbaustollen. Aber da ist bisher jedenfalls noch keine Information drüber zu finden, weder vor Ort noch im Internet.

Einfach auf eins der Bilder klicken, dann öffnet sich die Fotostrecke:

Text/Fotos: Ernst Käbisch

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