Zeche Wohlverwahrt in Essen-Horst

Maschinenhalle der Zeche Wohlverwahrt in Essen-Horst
Maschinenhalle der Zeche Wohlverwahrt in Essen-Horst

Von der 1962 stillgelegten Steinkohlenzeche Wohlverwahrt in Essen-Horst ist eine wunderbare Maschinenhalle übriggeblieben. Und in einem guten Zustand ist sie auch. Weite sind auch andere Zechengebäude der Zeche Wohlverwahrt in interessanter Lage über der Ruhr unweit des Eisenbahnmuseums Bochum-Dahlhausen erhalten. Und inzwischen werden die zum Teil als Wohnhäuser genutzt.

Schon ist der S-Bahnhof Essen-Horst auch nur ein S-Bahnhof wie einer der Linie 6 wie Essen-Kettwig oder Essen-Werden. Aber es ist doch für mich heute ein mittelgroßer Ausflug bis dorthin. Dann am Essener Hauptbahnhof muss ich nämlich umsteigen. Also fast eine halbe Stunde muss ich warten, bis ein Zug der S-Bahnlinie 3 nach Hattingen über Essen-Horst abfährt.

Zeche Wohlverwahrt in Essen-Horst

Dann am S-Bahnhof Essen-Horst ist links, also in Richtung Osten so ein älteres Gebäude zu sehen. Und das wird wohl schon das gesuchte Zechengebäude der ehemaligen Zeche Wohlverwahrt sein. Dafür muss ich aber nun rechts neben dem offenbar als Gewerbegebiet genutzten Gelände einen Trampelpfad auf eine bewaldete Anhöhe  gehen. Und das ist wahrscheinlich die in einem Bericht genannte Bergehalde der Zeche. Denn dieser schmale Trampelpfad führt an dem umzäunten Gelände vorbei. Und derzeit wird da mit Lastwagen und Maschinen gearbeitet.

Dann rechts unter mir fließt die Ruhr derzeit vermutlich mit Hochwasser vorbei. Und dann gehe ich in dem Wäldchen um das Gebäude herum. Denn dort ist die markante Beschriftung „Zeche Wohlverwahrt“ mit 2mal den gekreuzten Hämmern auf dem schönen Backsteingebäude über jeweils einem Fensterbogen zu sehen. Und hier ist es jetzt richtig so wie auf einer Zeche. Überragt wird das Ganze hier von einem riesiggroßen Schornstein. Der ist auch aus roten Backsteinen. Gegenüber der eindrucksvollen Maschinenhalle stehen weitere Zechengebäude. Deutlich sichtbar an mit Blumen geschmückten Fenstern sind die bewohnt. Dazwischen ist ein Parkplatz, wo mehrere Autos parken. Gerade geht ein hier arbeitender Handwerker zu seinem Pkw. Und er grüßt freundlich. Der Pkw hat das Kennzeichen ME-…. Ein Landsmann, denke ich spontan. Ein Nichtruhri wie ich aus dem Kreis Mettmann, meine ich natürlich.

Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen

Ich gehe an den anderen Zechengebäuden vorbei und dann unter einer S-Bahnbrücke hindurch. Hier sind weitere ältere Wohnhäuser. Früher lebten hier sicher einmal Bergarbeiter. Und durch eine weitere Brücke komme ich zur Ruhr. Links gehe ich nun ein Stück an der Ruhrpromenade entlang und bin schon nach ein paar hundert Metern am Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen angelangt. Hier hatten wir vor ein paar Jahren einmal einen Familienausflug hin gemacht. Und wir waren sehr enttäuscht über das Angebot in einem der hochgepriesenen Ankerpunkte der Route der Industriekultur für einen stolzen Eintrittspreis. Man bekommt hier ein paar alte Dampfloks in einem Ringlokschuppen zu sehen. Also das war es auch im Wesentlichen.

S-Bahnhof Bochum-Dahlhausen

So gehe ich jetzt natürlich nicht da hinein. Und ich suche erst noch erfolglos den S-Bahnhof Bochum-Dahlhausen. Dann gehe ich doch durch Wald und an einer interessanten Burg (Haus Horst) und einem von einer alten Zechenmauer (vermute ich) umgebenen Hotel (Hotel Vogelsang steht auf einem Schild am Eingang) vorbei. Da bin ich wieder am S-Bahnhof Essen-Hors. Im Internet lese ich anschliessend, daß das ich die ehemalige Unternehmervilla der einstigen Zecheneigner Vogelsang gesehen habe.

Am S-Bahnhof erreiche ich nicht mehr die gerade losfahrende S-Bahn nach Essen. Und so fahre ich eine Station mit der auch gerade kommenden Gegenbahn bis Bochum-Dahlhausen mit. So habe ich nun letztlich doch den Weg dorthin gefunden. Nun aber fahre ich wieder zurück nach Essen.

Einfach auf eins der Bilder klicken, dann öffnet sich die Fotostrecke:

Text/Fotos: Ernst Käbisch

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