Zu Fuß vom Ruhrgebiet ins Sauerland

Skulptur eines Metallarbeiters in Hagen-Hohenlimburg
Skulptur eines Metallarbeiters in Hagen-Hohenlimburg

Der Hagener Vorort Hohenlimburg ist idyllisch am Bergfluss Lenne gelegen.  Und darüber ist der Berg mit der gleichnamigen Burg obenauf.  Also streng genommen ist das noch nicht im Sauerland. Denn das Sauerland beginnt erst in Letmathe. Und das ist einOrtsteil der größten sauerländischen Stadt Iserlohn.

Mehrmals in der Stunde fahren ab dem Busbahnhof vor dem Hagener Hauptbahnhof Busse in den Ortsteil Hohenlimburg. Denn die Industriestadt Hagen ist sogenanntes „Tor zum Sauerland„. Schon Hagen selber ist angenehm in hügeliger Landschaft gelegen. Und die sehr hübschen Vororte der im Krieg stark zerstörten Stadt lassen ahnen, was dieser inzwischen eher modern wirkende Ort Hagen einst für eine schöne Stadt gewesen sein muss.

Hohenlimburg ist noch nicht Sauerland

Dann im idyllischen Hohenlimburg gehe ich über eine der Brücken über die Lenne. Schon als breiter Strom kommt die hier aus dem Bergland an. Und die hinter dem Lenneübergang beginnende Iserlohner Straße ist anders als erwartet. So ist sie nicht besonders beschaulich. Außerdem wird sie stark von Autos befahren. Dann ist zu beiden Seiten der Straße Gewerbegebiet. Und ich bemerke nicht einen Übergang vom Ruhrgebiet zum Sauerland.

Dann an einer Stelle heißt die Straße plötzlich Hagener Straße. Und das heißt, daß ich nun in Iserlohn-Letmathe bin und nicht mehr in Hagen-Hohenlimburg. Also ist das Ruhrgebiet genau hier also zu Ende. Und das Bild zu beiden Seiten der Straße ist aber dasselbe wie vorher. Hauptsächlich ist das hier ein Gewerbegebiet mit einigen wenigen Wohnhäusern dazwischen. Und ein riesiges Kaltwalzwerk eines Hohenlimburger metallverarbeitenden Betriebs erstreckt sich links noch weit in Iserlohner Gebiet hinein. Dann ist der fast einzige angenehme Anblick hier, daß zu beiden Seiten der Straße sich sanfte bewaldete Hügelketten entlangziehen.

Endlich nach etwa 5 Kilometern habe ich das Ortszentrum von Letmathe erreicht. Wie in Hohenlimburg wirkt das kleinstädtisch und beschaulich. Schon von hier aus sind  von einer Lennebrücke aus höhere Berge zu sehen. Der starke Nebel von heute morgen ist aber noch nicht ganz verschwunden.

 Iserlohn-Letmathe im Sauerland

Der Ort Letmathe ist zwar recht klein, aber die Entfernungen zu den berühmten Felsformationen Pater und Nonne und zur Tropfsteinhöhle Dechenhöhle sind mir dann doch zu weit für heute. Immerhin bin ich heute schon wieder etliche Kilometer zu Fuß gegangen. Die markanten aus Kalk bestehenden 60 Meter hohen Felsformationen sehe ich immerhin (vermutlich) in weiter Entfernung von einer Lennebrücke aus. Ein paar Kilometer zu gehen wäre das bis dort aber immer noch. Dafür entdecke ich noch unterhalb eines beachtlich großen „Doms“ im Ortszentrum das interessant aussehende Heimatmuseum „Haus Letmathe“. Dort sind rostige Stahlfiguren aufgestellt. Da sind interessante Informationen zur jahrhundertealten Ortsgeschichte von Letmathe zu lesen.

Immerhin weiss ich jetzt, dass ich mit dem halbstündlich verkehrenden Bus 1 von der Endstation Hohenlimburg Bahnhof aus jederzeit gut hierhin fahren kann. Denn auf dem Rückweg nach Hohenlimburg erspare ich mir, die eigentlich wenig attraktive Hagener/Iserlohner Straße wieder entlang zu gehen. Ab Haus Letmathe fahre ich mit dem aus dem  Hemer kommenden Bus 1 für 2,90 Euro bis zum Hohenlimburg. Der Busfahrer frägt mich, ob ich auch ein Rückfahrticket haben möchte. Nein, das ja nun auch nicht. Am Bahnhof/Busbahnhof am Fuß des Bergs in Hohenlimburg mit dem darauf thronenden Schloss habe ich dann gut Anschluss an den Bus 813 zum Hagener Hauptbahnhof. Hier im Bus kann ich schon wieder das Ticket 2000 des VRR (Verkehrsverbund Rhein-Ruhr) benutzen.

Einfach auf eins der Bilder klicken, dann öffnet sich die Fotostrecke:

Text/Fotos: Ernst Käbisch

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