Fußcreme selbst gemacht

Fußcreme ist wichtiger und wirkungsvoller, als man auf den ersten Blick annehmen würde. Mischt man sich seine Fußcreme selber, kann man sie mit ätherischen Ölen anreichern und die Wirksamkeit noch verstärken.

Fusscreme selbst gemacht
Fußcreme selbst gemacht

Bei einer Erkältung z. B. macht es sehr viel Sinn, ein Erkältungsbalsam großzügig unter den Fußsohlen zu verteilen, sich dicke Socken darüber ziehen und sich ins Bett zu legen. Die Wirkstoffe, die in dem Erkältungsbalsam enthalten sind, gelangen auch über die Fußsohlen in den Organismus und wirken ebenso intensiv. Manch einer kann den Geruch von Erkältungsbalsam nicht vertragen. Daher ist diese Art der Anwendung häufig sehr viel einfacher. Wer sich selber eine Fußcreme anmischen möchte, benötigt einen Wasserbadtopf, evtl. ein Thermometer, hochwertige Öle und Fette wie z. B. Sheabutter, Kakaobutter, Olivenöl, Mandelöl und Hirschtalg. Für die Stabilisierung und als Konsistenzgeber der Creme können Bienenwachs und Lanolin verwendet werden.

Ein Emulgator wird für die Fußcreme nur bei Wasserzusatz benötigt

Fußcreme ist Urlaub für die Füsse
Urlaub für die Füsse Foto/pixabay/Hans/CC0.0

Bei einer Fußcreme wird eigentlich kein Emulgator benötigt, wenn kein Wasser zugesetzt wird. Selbst wenn ein Anteil von Aloe vera Saft hinzugefügt wird, reicht die emulgierende Wirkung von dem Bienenwachs und Lanolin aus, um eine beständige Verbindung zu gewährleisten. Als Wirk- und Duftstoff werden reine ätherische Öle benötigt. Angenehm sind Düfte wie Lavendel, Pfefferminz, Menthol, Kampfer, Geranium und Zimt. Anregungen für Rezepte können im Internet recherchiert, aber auch selber kreiert werden. Eine grammgenaue Küchenwaage ist dabei von Nutzen. Jeder der ausgewählten Bestandteile wird genau abgewogen und das Gewicht notiert. Nur so kann bei einer späteren Anmischung die Cremerezeptur übernommen und evtl. verbessert werden. Wird der Fußcreme Hirschtalg hinzugefügt, mindert die Creme die Hornhautbildung und schützt gegen Blasen.

Ein wenig Übung gehört dazu

Für die Creme können z. B.

  • 10 g Sheabutter
  • 10 g Kakaobutter
  • 30 ml Mandelöl
  • 10 g Hirschtalg
  • 10 g Lanolin und
  • 8 g Bienenwachs

miteinander verschmolzen werden. Soll die Creme noch desodorieren, reicht die Zugabe von etwa 5 g Natron aus. Damit die Fußsohlen weich und zart werden, können zusätzlich 5 g Urea in 30 ml Rosenwasser (aus dem Lebensmittelgeschäft) aufgelöst werden. Die Zutaten werden in einem Wasserbadtopf geschmolzen und vermischt. Sie dürfen nicht zu stark erhitzt werden, damit die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Sobald alle Bestandteile geschmolzen sind, sollte der Topf vom Herd genommen werden.

Erst wenn die Mischung wieder langsam abkühlt, werden die ätherischen Öle in die Mischung getropft werden. Die beste Duftkomposition muss jeder selber finden. Zu Anfang sollten aber nie mehr als 15 Tropfen einer Duftrichtung verwendet werden. Ein paar Tropfen Grapefruitkernextrakt können als Konservierungsmittel beigemischt werden. Die noch weiche Fußcreme wird dann mit einem sauberen Spatel in vorbereitete, keimfreie Cremedosen gefüllt und darf dann auskühlen.

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